Jugend-Scouts sind zurück: Abschied mit Tränen in Trabzon

Eine ereignisreiche Woche und am Ende ein tränenreicher Abschied liegen hinter den Jugend-Scouts aus Dortmund, die sich in den Herbstferien aufgemacht haben in die türkische Schwarzmeer-Metropole Trabzon. Empfangen vom Gouverneur des Vilayets, Dr. Recep Kizılcık, vom Oberbürgermeister der Stadt Trabzon Dr. Orhan Fevzi Gümrükçüoğlu und vom Bürgermeister des kleinen Ortes Arsin genossen die Gäste aus Deutschland hohe Wertschätzung und Medien-Aufmerksamkeit. „Wir freuen uns, dass Sie Trabzon mit seiner langen Geschichte mit eigenen Augen kennen lernen“, sagte der Gouverneur und schaute auf die neuen Chancen der Vernetzung: „Die Jugendlichen sind die Zukunft der Welt, die Jugend-Botschafter sind sicherer des Friedens. Gerade die junge Generation verfüge erstmals über die Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. „Es ist wichtig, dass sie Eindrücke aus Trabzon in ihre eigene Gesellschaft mitnehmen.“  Die örtlichen Zeitungen berichteten wohlwollend über die weit gereisten Besucher und das Campus-Radio widmete der deutsch-türkischen Gruppe sogar eine einstündige Sendung.

Großer Empfang beim Gouverneur und beim Oberbürgermeister
Das Begegnungsprogramm für das erste Treffen zum Aufbau des Jugendnetzwerks Dortmund-Trabzon hatte das IBB abwechslungsreich gestaltet: Gleich am ersten Tag der Begegnung standen der Empfang beim Oberbürgermeister von Trabzon, ein Besuch bei Serif Özgür, Leiter des Direktorats Jugend und Sport und das erste Arbeitstreffen mit den Jugend-Scouts aus Trabzon auf dem Programm. Auf türkisch, englisch und mit international verständlicher Zeichensprache verteilten die 16- bis 19-jährigen Aufgaben für ihre Arbeitsgruppen und entdeckten die ersten Gemeinsamkeiten unter Gleichaltrigen. Am zweiten Tag standen die Besichtigungen der Gülbahar Hatun Moschee, der Hagia Sofia Kirche und der Atatürk-Villa an.

Einstündige Sendung im Campus-Radio
Nach dem offiziellen Empfang durch den Gouverneur am Mittwoch, 13. Oktober 2010, schaute sich die deutsch-türkische Gruppe in der Stadt um und traf am Abend in einem Fußball-Freundschaftsspiel auf Fußball begeisterte Straßenkicker. Sogar das örtliche Fernsehen berichtete. Am dritten Besuchstag ging es zunächst zum etwa 50 Kilometer südlich von Trabzon gelegene, berühmte Sümela-Kloster aus dem fünften Jahrhundert und zu einer modernen Fischfarm. Nach einer Verschnaufpause am Nachmittag gestalteten die Jugendlichen eine Sendung im Campus-Radio mit.

Viel Zeit für eine Begegnung mit den jungen Dortmundern
Der vierte Besuchstag vermittelte mit einer Exkursion in den Landkreis Arsin einen Eindruck vom traditionellen Dorfleben. Der Bürgermeister von Arsin hatte sich für die weit gereisten „Dortmundlu“ viel Zeit genommen. Auf dem Freizeitprogramm standen Drachenbau und am Abend ein Tanz-Workshop, der den Jugendlichen einen Eindruck vom temperamentvollen türkischen Tanz Horon vermittelte.

Tränen flossen zum Abschied
Eine gemeinsame Baumsaat-Aktion mit der Umweltgruppe TEMA  leitete den letzten Tag der fünftägigen Begegnung ein, auf der auch schon Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden. Der Abschiedsabend vermittelte den Gästen schließlich einen Eindruck einer  traditionellen Henna-Nacht, die die Familien traditionell feiern zur Entlassung der Tochter in die Ehe. Alle Bräuche – von Tänzen, Handbemalungen mit Henna, traurigen Gesängen und anderen Abschiedsritualen bis zum Wechsel in eine ausgelassene Stimmung – stellten die Gastgeber so eindrucksvoll vor, dass die deutsch-türkische Gruppe bis tief in die Nacht feierte.

Fortsetzung folgt im Jahr 2011
Fortsetzung folgt im nächsten Jahr Im nächsten Jahr soll die Begegnung weitergehen mit Besuchen in Dortmund: Sowohl die  Fachkräfte der Jugendarbeit aus Trabzon als auch die Jugendlichen sollen Dortmund mit eigenen Augen kennen lernen können. Die Jugendlichen entwickelten unterdessen schon eigene Pläne: Zur Jugendolympiade 2011 in Trabzon wollen sie sich als deutsch-türkische City-Angel nützlich machen und Gästen aus Westeuropa die Kultur in Trabzon näher bringen.

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