Trilaterale Jugendbegegnungen im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu den Jugendbegegnungen im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais in Frankreich und Schlesien in Polen. Und was ist das Weimarer Dreieck?

Die Außenminister aus Frankreich, Polen und Deutschland wollten schon vor 1991 die Achse der drei direkten Nachbarn Frankreich, Polen und Deutschland festigen und ausbauen. Die Vereinbarungen dazu wurden in der geografischen Mitte Europas - eben in Weimar - geschlossen. Das Regionale Weimarer Dreieck verbindet die drei ehemaligen Bergbauregionen: Nord- Pas de Calais, Schlesien und Nordrhein- Westfalen. Seit 2001 gibt es immer abwechselnd in einer der drei Regionen auch den Internationalen Jugendgipfel zu europäischen Themen, zu dem 45 junge Erwachsene - je 15 aus jedem Land - eingeladen sind. Zum Abschluss ist jeweils eine Begegnung mit Politikern aus den drei Regionen vorgesehen. Themen sind: die europäische Verfassung,  Migration, Arbeit, Jugendkultur, die Reaktorkatastrophe von Fukushima oder Demokratie 2.0. 

Jugendgipfel 2014: Teilnehmer und Teamer berichten in einem Tagebuch

„1914 bis 2014 – Auftrag für ein friedliches Europa“ heißt das Thema der 14. Internationalen Jugendbegegnung im Regionalen Weimarer Dreieck. Vom 17. bis 24. August 2014 geht es nach Lens-Liévin in der Nähe von Lille in der Region Nord- Pas de Calais im Norden Frankreichs. Inhaltlich geht es um den Ersten Weltkrieg, in Frankreich bis heute „La Grande Guerre“ genannt, und um die Lehren, die Europa bis heute aus dieser grausamen Erfahrung zieht. Zum 14. Mal treffen sich 45 Jugendliche aus Polen, Frankreich und Deutschland zum Jugendgipfel. In diesem Jahr berichten die Jugendlichen in einem Tagebuch. 

Höhepunkt des 14. Jugendgipfels: Europaministerin Dr. Schwall-Düren und Vertreter der Regionen unterzeichnen Erklärung zur Zusammenarbeit

Die Vertreter der drei Regionen unterzeichnen die Gemeinsame Erklärung.
NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall -Düren mit ihren Amtskollegen aus Schlesien und Nord-Pas de Calais in der ersten Reihe.
Im Gespräch mit den Jugendlichen aus den drei Regionen in Europa...
...beim Gedankenaustausch über die Sicherung des Friedens in Europa.

Es war der Höhepunkt des französisch-deutsch-polnischen Jugendgipfels und die 45 Jugendlichen aus drei Ländern hatten sich auf diesen Moment gut vorbereitet. Dr. Angelica Schwall-Düren, Europaministerin des Landes Nordrhein-Westfalen und ihre Kollegen aus den Regionen Schlesien und Nord-Pas de Calais besuchten am Freitag vormittag den 14. Trilateralen Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks und unterzeichneten  eine trilaterale Erklärung.

Kern der Erklärung: Die Zusammenarbeit Nordrhein-Westfalens mit seinen Partnerregionen Nord-Pas de Calais in Frankreich und der Woiwodschaft Schlesien in Polen wird weiter intensiviert.

NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hatte am 22. August 2014 im französischen Lens gemeinsam mit der Vize-Präsidentin der Region Nord-Pas de Calais, Majdouline Sbaï, und dem Vize-Marschall der Woiwodschaft Schlesien, Arkadiusz Chęciński, eine neue Trilaterale Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit unterzeichnet. Darin unterstreichen die drei Regionen im Regionalen Weimarer Dreieck die Kooperation und die Notwendigkeit von Projekten in den Bereichen des wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Strukturwandels, der Kultur und der Jugendmobilität.

Ministerin Schwall-Düren: „Die Zusammenarbeit mit Nord-Pas de Calais und Schlesien ist sehr eng. Der EU-Beitritt Polens vor 10 Jahren hat neue Möglichkeiten eröffnet, die wir durch viele gemeinsame Projekte mittlerweile sehr intensiv nutzen. Die Erklärung soll dieser Entwicklung Rechnung tragen und ein Signal setzen, dass wir auch in Zukunft das Regionale Weimarer Dreieck stärken wollen.“

Die Unterzeichnung fand im Rahmen des bereits 14. deutsch-französisch-polnischen Jugendgipfels statt, mit dem die Partnerregionen seit 2001 den regelmäßigen Austausch junger Deutscher, Polen und Franzosen fördern. Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkriegs arbeiten vom 17. bis 24. August insgesamt 45 Jugendliche – je 15 aus jeder Region – eine Woche lang in Lens gemeinsam an Projekten zum Thema „1914 bis 2014: Auftrag für ein friedliches Europa“. Das Gipfeltreffen bietet jungen Menschen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Kennenlernen und gibt Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit aktuellen europäischen Fragestellungen.

„Die heutige Schüler- und Studentengeneration hat weder die schrecklichen Folgen der Weltkriege noch ein geteiltes Europa erlebt. Es ist deshalb wichtig, Jugendlichen den Wert und die Bedeutung des Friedens und des europäischen Einigungsprozesses zu vermitteln“, so die Europaministerin.

Die Verbundenheit zwischen Nordrhein-Westfalen, Schlesien und Nord-Pas de Calais hat historische Gründe. Die drei Regionen wurden in ähnlicher Weise durch die Montanindustrie und die Herausforderungen des Strukturwandels geprägt. 2001 schlossen sie sich erstmals zum Regionalen Weimarer Dreieck zusammen. Die regionale Initiative wurde durch das 1991 von den Außenministern der Länder Frankreich, Deutschland und Polen ins Leben gerufene „Weimarer Dreieck“ inspiriert. Ziel ist es, die europäische Integration durch eine verstärkte Zusammenarbeit auf der europäischen Ost-West-Achse voranzutreiben.

Die 15 Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen nehmen auf Einladung der Landesregierung an dieser Jugendbegegnung teil. Das IBB Dortmund begleitet und betreut die Jugendlichen aus NRW. 

Tag 7 und Abschied: 23. August 2014

Der leider letzte volle Tag in Nord Pas de Calais ist nun leider auch vorbei. Nach dem Frühstück gab es eine große Auswertungsrunde über unsere Eindrücke und Gefühle vom Treffen mit den politischen Repräsentanten. Weiter gaben wir den französischen Teamern ein Feedback über die Woche. Anschließend wurden die Sachen gepackt und wir fuhren ein letztes Mal zum Museum Louvre-Lens, wo die Jugendlichen an einem Fest zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren teilnehmen konnten.

Mehr als 3000 Besucher besuchten die Festmeile um das Museum. In der Region sagt man sich, dass den Kindern die aus finanziellen Gründen nicht in den Urlaub fahren können, zumindest hier ein Tag lang Spiel und Spaß geboten werden soll. Künstler, Artisten, Sänger, Sportturniere und internationale Gerichte - und die 45 Teilnehmer des Jugendgipfels waren mittendrin. Das Regionale Weimarer Dreieck hatte beim Familienfest einen eigenen Stand. Wir erklärten den interessierten Einheimischen und vielen Touristen, was wir diese Woche erlebt haben und welches Ziel das Regionale Weimarer Dreieck verfolgt. 

Eine Fotoausstellung der Highlights gab den Menschen auch bildlich einen Einblick in unser Erlebtes. Weiter hatten sich die Teilnehmer aufgeteilt und verschiedene Schwerpunkte für die Besucher gebildet: Eine kleine Sprachschule, um den Menschen die polnische, deutsche und englische Sprache zu erläutern, ein Team hat sich um Videoaufnahmen vom Fest gekümmert, ein anderes Team holte sich mit einem Mikrofon Originaltöne der Besucher ein. Alle Medien werden dann am Ende des Tages gesammelt, ausgewertet und zu einem Film verarbeitet, zu dem alle Teilnehmer nach dem Gipfel Zugriff haben sollen. Eine schöne Erinnerung für eine tolle Woche. 

Abends stand anschließend die obligatorische Abschiedsfeier in der Unterkunft an. Die Teilnehmer aus Polen mussten uns leider bereits in der Nacht verlassen, jedoch feierten wir mit den französischen Freunden weiter und viele ließen das Erlebte in der Woche noch einmal Revue passieren. Nach einer viel zu kurzen Nacht und dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns dann am nächsten Tag auch auf den Heimweg.

Zusammenfassend ging eine tolle Woche viel zu schnell vorüber. Das Programm der Franzosen war sehr interessant, die Ausflüge und Besuche ebenfalls sehr informativ. Viele Freundschaften sind hier entstanden, einige stammen noch vom letzten Jahr und von denen davor. Wir bedanken uns bei den Franzosen, die sich wieder einmal als perfekte Gastgeber erwiesen haben und freuen uns, nächstes Jahr dann in Polen wieder unsere Zelte aufschlagen zu dürfen. Au revoir und merci!

Tag 6, 22. August 2014

Morgens bein Frühstück wusste man, dass das heute ein ganz besonderer Tag ist. Die männlichen Teilnehmer hatten fast alle ihre Anzüge aus dem Schrank geholt und die Damen waren perfekt „aufgehübscht“ für das große Highlight der Woche: Das Treffen und die Diskussion mit den politischen Repräsentanten der drei Regionen. Das Ergebnis der Workshops und Diskussionen der ganzen Woche konnte nun den Vertretern der drei Regionen präsentiert werden.

Wieder im Museum Louve-Lens angekommen, hieß uns zunächst der Museumsdirektor Xavier Dectot willkommen, ebenso der Bürgermeister von Lens, Sylvain Robert.

Der Europa-Experte Michael Grelier, der uns die ganze Woche auf diesen Abend vorbereitet hatte, moderierte die Begegnung und konnte nach den einleitenden Grußworten der Politiker das Mikrofon an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergeben. Sie präsentierten  ihrerseits erst einmal ein Video, um den Vertretern einen Einblick in die Arbeit der vergangenen Woche zu geben. Sie berichteten außerdem, welche Erwartungen sie an die Politiker haben und welche Eindrücke sie beispielsweise während des Besuchs der Gedenkstätten hatten. Danach begann dann das große Diskussionsforum mit den ausgearbeiteten Fragen, die man nun endlich stellen durfte.

Kasjan Kasprzak aus Polen und seine Gruppe wollte vom Vize-Marschall der Wojwodschaft Schlesien, Arkadiusz Checinski, wissen, welche Bestrebungen sein Heimatland unternimmt, damit die Krise in Ukraine und Russland nicht eskaliert. Marine Cronier aus Frankreich, die bereits zum dritten Mal am Regionalen Weimarer Dreieck teilnimmt, fragte die Vize-Präsidentin ihres Regionalrats, Majdouline Sbai, was die französische Regierung tun müsse, um den Schülern Europa näher zu bringen und das Interesse für die Politik zu wecken.

Unsere Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Frau Dr. Angelica Schwall-Düren, war sehr angetan von der Kreativität und dem Engagement der Teilnehmer. Sie hatte den deutschen Teilnehmern ebenfalls mehrere Fragen beantworten müssen. Unter anderem wollte Jennifer Seidel aus Bielefeld wissen, wie man sich gegen manipulierte Medien wehren könne. Ob der Landtag in seinen Entscheidungen wirklich das Interesse der Bevölkerung deckt, gerade in Hinblick auf die vielen Lobbyisten, wollte Lina Hartmann aus Düsseldorf wissen.

Am Ende der Diskussionsrunde konnten wir feststellen, dass die Politiker zu unserer Überraschung auch selbstkritisch waren und festgestellt haben, dass es in einigen Dingen viel Nachholbedarf gebe und die Meinungen innerhalb der drei politischen Vertreter auch nicht immer deckungsgleich waren. Letztendlich konnten aber alle Beteiligten, gerade im Hinblick auf das Thema „Frieden in Europa“ feststellen: „Lieber ein ungerechter Frieden als ein gerechter Krieg.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, fanden die Jugendlichen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatte die Vize-Präsidentin Frau Sbai noch eine tolle Überraschung für alle Teilnehmer des diesjährigen Gipfels. Am 11. November wird in der Region Nord-Pas de Calais eine der größten internationalen Gedenkstätten zu Ehren der über 600.000 gefallen Soldaten des Ersten Weltkrieges im feierlichen Rahmen der Öffentlichkeit übergeben. Zu diesem großen medialen Ereignis werden unter anderem NRW-Ministerin Hannelore Kraft, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und der polnische Premierminister Tusk erwartet. Daneben hätten auch Bundeskanzlerin Merkel und  Bundespräsident Gauck Interesse bekundet zu kommen. Stellvertretend für die Jugend in Europa wurden die 45 Teilnehmer offiziell von der französischen Regierung zur Teilnahme  eingeladen.

Nachdem man sich nun eine Woche intensiv geistig betätigt hatte, stand als nächster Tagespunkt am Nachmittag körperliche Betätigung auf dem Programm. Also ging es am Nachmittag in den Hochseilgarten in Arras. Eine willkommene Abwechslung für alle Teilnehmer nach der anstrengenden Woche.

Abends wurde uns dann auch kulinarisch Einiges geboten. Wir besuchten ein flämisches Wirtshaus in der Innenstadt und durften regionale Spezialitäten entdecken und schmecken. Ein toller Abschluss nach einem spannenden und interessanten Tag.

Wie sähe unsere perfekte Welt aus? Diese Frage stand am Donnerstag im Mittelpunkt, ging es doch um die Vorbereitung auf den Höhepunkt der trilateralen Jugendbegegnung. Unsere Fotos zeigen die Gruppe beim Warm-Up vor dem Museum Louvre-Lens. Außerdem steht jeden Tag auch ein kleines Sprach-Training auf dem Programm. Und schließlich entstand die Liste mit Empfehlungen für "Unsere perfekte Welt". 

Tag 5, 21. August: Vorbereitung auf den Höhepunkt des Jugendgipfels - Die Begegnung mit prominenten Politikern aus den drei Regionen

Der fünfte Tag hatte nur ein Ziel: Die Teilnehmer auf die Debatte mit den politischen Vertretern der drei Regionen am nächsten Tag vorzubereiten, dem Highlight der Woche. Die dazu vorgesehenen Workshops fanden dazu wieder im Museum Louvre-Lens statt.

Nach einer interkulturellen und sprachlichen Animation wurden in mehreren trinationalen Gruppen verschiedene Themenfelder bearbeitet: 200 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg - wie sieht die Welt im Jahr 2114 aus? Was kann die Jugend tun, um Frieden zu schaffen und zu erhalten?

Nach einem leckeren Mittagessen machten sich die Teilnehmer an die Arbeit: Es galt, eine Liste on Empfehlungen für die politisch Verantwortlichen zu erstellen. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei wieder von Pierre-Marie Simon und Michel Grelier, den beiden Europa-Experten, die die Delegierten mittlerweile schon die ganze Woche begleitet und unterstützt hatten. Die Jugendlichen aus NRW fieberten natürlich dem Treffen mit Europaministerin Frau Dr. Schwall-Düren besonders entgegen. Die Teilnehmer haben viele Fragen ausgearbeitet, die am nächsten Tag hoffentlich alle erschöpfend beantwortet werden können.

Nach dem Abendessen ging es noch munter: In den bunt gemischten Gruppen diskutierten die Jugendlichen aus Polen, Frankreich und Deutschland munter weiter, bis sie in die Nachtruhe entlassen wurden.

Wie kann die EU den Frieden sichern? Diese Frage diskutierten die Jugendlichen aus Polen, Frankreich und Deutschland am vierten Tag des Jugendgipfels mit prominenten Gesprächspartnern: Gilbert Dabois, Head of OSCE, Europarat u.a., Pierre-Marie Simon, Junge Europäer Lille, und der Europaexperte Michel Grelier (Foto 2, auf dem Podium v.l.n.r.) stellten sich einer spannenden Diskussion. Das NATO-Hauptquartier ist in einer Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert untergebracht (Foto 5). Über die aufmerksamen Gäste freute sich auch ein deutscher NATO-Offizier vom Stützpunkt (Foto 7). Erinnerungsfoto mit Pierre-Marie Simon vor der historischen Kulisse mit ihrem hochmodernen Innenleben (Foto 8) und ein Blick in ein Sträßchen von Lille.

Tag 4, 20. August 2014: Besuch im NATO-Hauptquartier in Lille

Der vierte Tag begann in dem ehemaligen Kloster mit einem Energizer. Die Teilnehmer wurden auf den Tag und auf die beiden wichtigen Programmpunkte eingestimmt. Das Ziel des heutigen Tages sollte der Austausch mit Experten und Repräsentanten aus der Politik über die Rolle der Europäischen Union im Umgang mit militärischen, humanitären und gesellschaftlichen Konflikten in der Welt sein.

Die Diskussionsrunde fand wieder im Museum Louve-Lens statt, wo zum Thema der Diskussionsrunde „Der Friedensnobelpreis für die EU – Verantwortung und Grenzen“ drei Experten eingeladen wurden. Pierre-Marie Simon von den jungen Europäern, Lille, und Michel Grelier, der Europaexperte, leiteten wie die Tage zuvor die Diskussion. Als absolutes Highlight konnte für die Diskussionsrunde Gilbert Dabois gewonnen werden. Gilbert Dabois ist der Leiter des OSCE und des Europarates, Generaldirektor für Außenbeziehungen der Europäischen Kommission und kann auf mittlerweile gut 30-jährige Erfahrung zurückblicken.

In den Diskussionsrunde stellten die Jugendlichen fest, dass die EU zurecht den Friedensnobelpreis erhalten hat. Diese Auszeichnung verpflichtet jedoch auch, den Frieden innerhalb der EU, der nunmehr seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges anhält, weiter zu wahren. Dazu konnten die Teilnehmer den Experten Fragen zu ihrer Einschätzung zu aktuellen Problemen in der EU stellen. Rohat Akcakaya aus Grevenbroich zum Beispiel wollte von den Experten wissen, wie mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik besser verfahren werden kann. Gilbert Dabois schaffte es, die Teilnehmer mit zahlreichen Anekdoten und persönlichen Erlebnissen aus seiner Zeit als Diplomat die Teilnehmer zu diesem Thema zu sensibilisieren und auf notwendige Ergebnisse hinzuweisen, wie zum Beispiel dem Ausbau des Frontex-Programms. Für den Geschmack der Jugendliche endete das Diskussionsforum viel zu früh – doch der nächste Programmpunkt wartete schon.

Nun stand der Besuch des NATO-Hauptquartiers der französischen Krisensondereinsatzkräfte in Lille an. Die Jugendlichen wurden nach einer eingehenden Sicherheitsüberprüfung über die Aufgaben des NATO-Stützpunktes und dessen wichtige Bedeutung für die NATO informiert. Das Hauptquartier befindet sich in einer außergewöhnlichen Lage, in der Zitadelle von Lille, die seit 1668 existiert und als Festung diente. Anschließend hatten die Teilnehmer auch hier die Möglichkeit, den Offizieren Fragen zu stellen, ehe der Besuch mit einer Führung abgerundet wurde. So interessierte Jasmin Isaid aus Wuppertal, welche subjektiven Ansichten die Offiziere zu einer „EU-Armee“ hätten und welche persönlichen Auswirkungen ihre Arbeit für die NATO hat, insbesondere die Erfahrungen, die sie in Kriegseinsätzen gesammelt haben.

Ab dem späten Nachmittag hatten die Teilnehmer Zeit, die Stadt Lille auf eigene Faust zu erkunden. Einige schlossen sich einer privaten persönlichen Tour von Pierre-Marie Simon an, andere Teilnehmer deckten sich mit Proviant und Präsenten für zuhause ein, wie zum Beispiel dem typischen französischem „Stinke-Käse“, ehe es abends mit dem Bus wieder zurück in die Unterkunft ging.

14. Jugendgipfel ist Thema im französischen Fernsehen

Der französische Fernsehsender France 3 hat am Dienstag über den 14. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks berichtet. Das Kamerateam begleitete die Jugendlichen auf den "Wegen der Erinnerung", ihrem Besuch bei den Kriegsgräbern und Gedenkstätten für französische, deutsche, polnische und kanadische Opfer des Ersten Weltkriegs. 

Die TV-Sendung bleibt nur sieben Tage online. Zur Sendung geht es hier. (Der Beitrag über den Jugendgipfel beginnt ungefähr bei Minute 8:45). 

 

Schier endlos wirkende Friedhöfe mit Kriegsgräbern lassen keinen Zweifel: Nordfrankreich war einer der Schauplätze der grausamen Gemetzel im Ersten Weltkrieg. Die hier begrabenen Soldaten stammen nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus Deutschland, Polen, Kanada und vielen anderen Ländern. (Durch Anklicken können Sie die Fotos vergrößern und mit Hilfe der Pfeile am unteren Bildrand blättern.)

Tag 3, Dienstag, 19. August 2014: Unterwegs auf den Wegen der Erinnerung

Der dritte Tag stand unter dem Motto „Entdeckung historischer Orte der Region Nord- Pas de Calais“, die uns auf die Spuren der Orte der Erinnerung durch die Region führte.

Thematisch in das Thema eingeführt wurden die Teilnehmer vor der Abfahrt von Sylvain Witkowski, dem Regionalrat der Region und Laurence Pottier, die uns den ganzen Tag als Referentin zur Verfügung stand.

Nacheinander wurden die Friedhöfe der Deutschen besucht, das Denkmal der polnischen Freiwilligen und das Notre Dame de Lorette. Nach einem Mittagessen wurde anschließend Souchez, das Denkmal für die Division Barbot und das kanadische Denkmal Vimy angefahren.

Nach der Rückkehr in die Unterkunft wurde der Tag unter der Leitung von Ludovic Fresse nachbearbeitet und den Teilnehmern wurde die Möglichkeit gegeben, die Eindrücke des Tages aus ihrer Perspektive wiederzugeben und in den trinationalen Gruppen zu erörtern.

Einstieg in die gemeinsame Arbeit am Thema "1914 bis 2014 - Auftrag für ein friedliches Europa". Der Leiter der Museums, Xavier Dectot, sowie die Assistentin der Vize-Präsidentin des Regionalrates Nord-Pas de Calais, Melanie Vallee, begrüßen die Jugendlichen aus drei Regionen und eröffnen den Jugendgipfel. Ein Museumsbesuch führt direkt ins Thema ein. Die NRW-Teilnehmer haben ein Quiz vorbereitet. (Durch Anklicken können Sie die Fotos vergrößern und  mit Hilfe der Pfeile am unteren Bildrand blättern.)

Tag 2, Montag, 18. August 2014: Ein Blick in die dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte und auf die Erinnerungsarbeit heute

Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks wurde im Museum Louvre-Lens offiziell eröffnet. Dazu begrüßten uns der Leiter der Museums, Xavier Dectot, sowie die Assistentin der Vize-Präsidentin des Regionalrates Nord-Pas de Calais, Melanie Vallee.

Nach dem Gruppenfoto für die Presse wurden die Teilnehmer thematisch in das diesjährige Thema eingeführt. Dazu referierten Ludovic Fresse, Referent und Ausbilder für das Thema der Erinnerung als Basis der Bürgerschaft, Michael Grelier, Europareferent, sowie Pierre-Marie Simon von den Jungen Europäern Lille.

Nach dem Mittagessen folgte eine Führung durch das Museum zum Thema „Die Katastrophen des Krieges 1800 bis 2014, die mit einem pädagogischen Workshop mit dem Thema „die heutige Erinnerungsarbeit“ nachbearbeitet und abgerundet wurde.

Das Highlight des Tages war am Abend die Präsentation der Heimatregionen der Teilnehmer. Dazu hatte die deutsche Delegation ein NRW-Quiz entwickelt, zu dem die Teilnehmer aus Frankreich und Polen gegeneinander antraten. In jeder Runde gab es Spezialitäten aus den entsprechenden Heimatstädten der deutschen Teilnehmer zu gewinnen. Die Vorstellung wurde mit einem gemeinsam gesungenen Lied „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani beendet.

Nach der Anreise im Bus ist die Neugier grenzenlos: Wo werden wir wohnen? Wie sind denn wohl die anderen? Die Vorstellungsrunde erfolgt in drei Sprachen und alle lernen ein paar Worte polnisch, deutsch und französisch. Am Ende steht für alle fest: Das wird eine tolle Woche! (Durch Anklicken können Sie die Fotos vergrößern und  mit Hilfe der Pfeile am unteren Bildrand blättern.)

Tag 1, Sonntag, 17. August 2014: Großes "Salut", "Hallo" und "Cześć" und ein typisch französisches Abendessen in Arras

Die Teilnehmer und Teamer des diesjährigen Regionalen Weimarer Dreiecks trafen sich um 10 Uhr am Dortmunder Bahnhof, um die Fahrt nach Arras, in der Region Nord-Pas de Calais, anzutreten. Gegen 16 Uhr erreichte die deutsche Delegation das ehemalige Kloster und teilte sich in Gruppen auf die entsprechenden Zimmer auf. Erfreulich war festzustellen, dass alle Teilnehmer bereit waren, ihre Zimmer mit Teilnehmern aus Polen und Frankreich zu teilen. So gibt es dieses Jahr ausschließlich trinationale Unterbringungen!

Nach einem typisch französischem Abendessen hieß uns der Regionalrat der Region Nord-Pas de Calais, Sylvain Witkowski, willkommen und stellte den Teilnehmern das Programm der Woche vor.

Anschließend gab es ein interaktives und interkulturelles Kennenlernen aller Teilnehmer, ehe der erste Tag beendet wurde.

13.06.2014

Jugendgipfel 2014: Vorbereitung für NRW-Jugendliche im Hagener Museum

15 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen haben ihre Zusagen schon “in der Tasche“: Im August starten sie nach Nordfrankreich und vertreten ihr Heimatland Nordrhein-Westfalen beim 14. französisch-deutsch-polnischen Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks.  

„Wir haben sehr beeindruckende Bewerbungen erhalten“, lobte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB Dortmund, die Kreativität der 17- bis 21-Jährigen: Über Sinn und Unsinn von Kriegen, über Schicksale in ihren Familien und die aktuellen Krisenherde in Syrien und in der Ukraine reflektierten sie in ihren Bewerbungen – und erhielten gleich am Montag die Zusagen.

Zum obligatorischen Vorbereitungstag treffen sie sich diesmal am 1. Juli 2014 in Hagen im Karl-Ernst Osthaus-Museum: Die Ausstellung „Weltenbrand“ , die die Jubel-Stimmung zu Beginn des Ersten Weltkriegs an der Heimatfront thematisiert, dient als Einstimmung auf das Thema der Jugendbegegnung. Die Ausstellung „In wessen Namen?“, stellt zudem Bezüge zu heutigen Krisenherden in aller Welt her. „Aus pädagogischer Sicht sind die beiden Ausstellungen ein guter Einstieg in das Thema der Jugendbegegnung“, sagt Hildegard Azimi-Boedecker. Der Jugendgipfel  widmet sich diesmal in Frankreich dem Thema „1914 bis 2014 – Auftrag für ein friedliches Europa“. An historischen Schauplätzen und auf verschiedenen „Pfaden der Erinnerung“  beschäftigen sich die insgesamt 45 Jugendlichen aus Polen, Frankreich und Deutschland  mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen für das heutige Europa und fragen, wie man Kriege in Zukunft vermeiden kann.

Die neun Teilnehmerinnen und sechs Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen stammen aus Breckerfeld, Schwerte, Bochum, Recklinghausen, Düsseldorf, Grevenbroich, Gummersbach und Bergisch-Gladbach. In Lens –Liévin treffen sie auf jeweils 15 Gleichaltrige aus Nord-Pas de Calais und Schlesien. Die Jugendgipfel werden jedes Jahr reihum von den Regierungen der drei Regionen ausgerichtet. Die Teilnahme ist für die Jugendlichen kostenlos.

Das war der 13. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks vom 19. bis 24. August 2013 in Nordrhein-Westfalen

Gruppenbild vor der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

23.08.2013

Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei: Jugendliche wünschen sich mehr Transparenz und mehr Beteiligung

Die 45 Teilnehmenden am 13. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks trafen am vorletzten Tag ihres Aufenthaltes Politiker aus den drei Regionen NRW, Nord-pas-de-Calais und Schlesien. Europaministerin Dr. Angelika Schwall-Düren und die Gäste aus Frankreich, Francoise Dal sowie Polen, Arkadiusz Chęciński A.C. begrüßten die Jugendlichen und betonten in ihrer Ansprache die Bedeutung der neuen Medien auch für die Politik.

Die Jugendlichen präsentierten die Ergebnisse aus drei Arbeitsgruppen und informierten über den Verlauf ihrer Besuchswoche und ihre Exkursionen zu Experten und in Kommunen mit Bürgerbeteiligungsmodellen. In den Workshops wurden verschiedene Modelle im Rahmen der Zukunftswerkstatt entwickelt. Sie gingen von Ideen zu einer Informationswebsite für Jugendliche vor den Wahlen über elektronische Abstimmungsverfahren bis zur Forderung nach frühzeitiger politscher Bildung z.B. durch wöchentliche Diskussionsstunden in der Schule. Insgesamt fühlen sich die Jugendlichen von den Politikern in den drei Ländern nicht genug informiert und forderten mehr Transparenz und Beachtung.

Die drei Politiker und Politikerinnen zeigten sich beindruckt von den mutig vorgetragenen Statements der Jugendlichen und versprachen, wichtige Anregungen mitzunehmen. Sie gaben aber auch zu bedenken, wie kompliziert die Umsetzung des Wählerauftrages durch viel Detailarbeit sei und versicherten, diesen Auftrag auszuführen. Alle appellierten an die Jugendlichen, ihr Wahlrecht zu nutzen und relativierten die Möglichkeit, alle Anliegen über schnelle Onlineabstimmungen realisieren zu können. Die Europaministerin und der polnische Vizemarschall wiesen zudem darauf hin, dass in beiden Regionen Informations- und Kommunikationsportale  zum Abruf durch Bürgerinnen und Bürger existieren. Der Forderung nach früh einsetzender politischer Bildung für alle, die sich informieren und beteiligen möchte stimmte Ministerin Schwall- Düren explizit zu.

Nach der Einladung durch Francoise Dal zum 14. Jugendgipfel nach Frankreich 2014 eröffnete Ministerin Schwall- Düren das extra für die Jugendlichen bereitete Buffet. Nach dem offiziellen Programm hatten die Jugendlichen noch Freizeit zur Erkundung der Düsseldorfer Altstadt, bevor es zur Auswertung und zur Abschiedsparty zurück nach Hattingen ging.

Der Jugendgipfel endete am Samstag, 24. August 2013.  

23.08.2013

Jugendgipfel präsentiert seine Ideen in Düsseldorf: Bußgeld für Bürger, die nicht zur Wahl gehen?

Die Ergebnisse des einwöchigen Deutsch-Französisch-Polnischen Jugendgipfels (Bericht siehe unten) präsentierten die Jugendlichen der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, der Abgeordneten im Rat Nord-Pas de Calais, Francoise Dal, sowie dem Vize-Marschall der Woiwodschaft Schlesien, Arkadiusz Checinski.

Aufgeteilt in drei (nach Nationalitäten gemischten) Gruppen, präsentierten sie in Power-Point-Präsentationen ihre Vorschläge zur Neugestaltung des Beteiligungsprozesses der Bürger. Die erste Gruppe nannte ihr Konzept "ideas matter" und es bestand darin, dass gewählte Vertreter des Volkes eine Liste mit Ideen zu einer Art Vorabstimmung vorlegen. Die Ideen mit dem meisten Zuspruch müssten dann realisiert werden. Darüber hinaus könnten die Wähler ihre eigenen Ideen einbringen und somit interaktiv in die Politik eingreifen.

In der zweiten Gruppe wurde das Konzept "(Sure)realistic Politics" vorgestellt. Es basiert auf vier Grundpfeilern, die es zu verbessern gilt: Bildung, Politiker, Wahlsystem und direkte Einflussnahme auf die Gesetzgebung. Im Bereich der Bildung forderten die Jugendlichen eine frühe und tiefgründige politische Bildung, die mit einem obligatorischen einjährigen Auslandsjahr während der Schulzeit verbunden sein sollte. Die Politiker sollten außerdem kein festes Grundgehalt bekommen, sondern nach Leistungen prämiert und auch ggf.bestraft werden. Auch im Bereich des Wahlsystems sollte es Bußgelder geben für Bürger, die nicht zur Wahl gehen. Darüber hinaus sollten Nein-Stimmen bei der Auszählung der Wahl stärker gewichtet werden. Doch vor allem im laufenden Gesetzgebungsprozess sollten die Bürger eine Chance zur aktiven und direkten Partizipation bekommen. Sie sollten zusammen mit Experten Kommissionen zur Gestaltung von Gesetzen bilden und neben Politikern auch an der Implementierung dieser verantwortlich sein.

Die dritte und letzte Gruppe sprach sich für ein Konzept der "direct democracy" aus. Es basiert auf der Annahme, dass die Bürger durch direkte Volksentscheide praktisch alle Entscheidungen selbst treffen und eine vorher gewählte Regierung nur an der Umsetzung der Entscheidungen beteiligt ist. Damit dies funktioniert müsse ein allgemeiner Zugang zum Internet für jeden gewährleistet werden, wo alle wichtigen politischen Entscheidungen publiziert würden.

In der darauffolgenden Diskussionsrunde haben die Politiker zu den Vorschlägen Stellung genommen und dabei versucht aus den teilweise recht visionären Vorstellungen der Jugendlichen machbare Schlüsse zu ziehen, wie beispielsweise die Forderung nach besserer politischer Bildung in den Schulen, den verbesserten Möglichkeiten der Beteiligung durch das Internet oder auch der stärkeren Berücksichtigung von Nein-Stimmen bei Wahlen. Andererseits machten sie darauf aufmerksam, dass die Transparenz politischer Vorschläge und Entscheidungen heute durch das Internet bereits sehr hoch sei. 

Andere Forderungen wie zum Beispiel das Prämiensystem bei der Bezahlung von Politikern seien in der Realität nicht machbar, weil sich immer Unzufriedene mit den Leistungen finden würden. Auch auf die demokratische Legitimation politischen Handels und auf die Verantwortung für politische Entscheidungen wurde hingewiesen, sowie auf die Notwendigkeit klare politische (Partei-) Programme zu formulieren, damit Wähler wirkliche Entscheidungen treffen können. Alle drei betonten, wie wichtig es ihnen sei, dass junge Leute sich mit Politik beschäftigen und sich aktiv in die Politik einmischen. Dafür dankten sie den anwesenden Jugendlichen.

(Text: Michael Zielinski, Praktikant im Landtag NRW - Link zur Quelle des Textes)

 

Impressionen vom 13. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks

Los geht's: Jugendgipfel 2013.

Hildegard Azimi-Boedecker erklärt das Programm...

und dann beginnt die Arbeit.

Die erste Länderpräsentation.

"Läuft gut", meint Teamer Sven.

Andreas Hahn aus der Staatskanzlei NRW...

berichtet über das Projekt #open.nrw.

Radek Pietron aus Polen bezieht die Zuhörer ein.

Pierre Simon aus Lille ...

berichtet über eine europäische Initiative zur direkten Demokratie.

Unterwegs im Ruhrgebiet...

am ersten Ziel in Mülheim.

Bürgermeisterin Renate aus der Beek (l.) empfängt die Gruppe und

erhält ein Gastgeschenk.

Das Publikum lauscht aufmerksam.

In Duisburg gibt es Pläne und Schutzhelme.

Aufschrift: Ruhrbania

Ein Teil der Gruppe ist in Ratingen.

Am Mittwoch geht's in Hattingen weiter.

Ideen sammeln in der Zukunftswerkstatt.

Was haben wir unterwegs gelernt?

Am Ende entsteht eine Mindmap.

Teamarbeit an der Kletterwand.

Diese Dia-Show startet automatisch. Durch Klick auf die Pfeile können Sie im eigenen Tempo blättern. Durch einen Klick auf die Mitte des Startfotos können Sie die Darstellung vergrößern. Die Fotos haben uns freundlicherweise die Jugendlichen zur Verfügung gestellt. 

22.08.2013

Erstes Resümee: „Der Jugendgipfel ist eine tolle Erfahrung“

„Es ist einfach cool hier“, ist Franziska, 17, aus Rösrath rundherum begeistert und Abel aus Frankreich untermauert ihren Eindruck in fast perfektem Deutsch: „Die Teilnahme am Jugendgipfel ist eine Super-Erfahrung. Es ist einfach sehr interessant, Menschen aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und einmal über die Grenzen hinweg zu überlegen, wie die Demokratie verbessert werden kann.“

Fünf  Tage lang haben 45 Jugendliche aus Frankreich, Polen und Deutschland im Rahmen des 13. Jugendgipfels im Regionalen Weimarer Dreieck in Hattingen auf Einladung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen über die Europäische Demokratie 2.0  diskutiert. Sie haben neue technische Möglichkeiten einer direkten Bürgerbeteiligung kennengelernt, Konzepte besprochen und Politiker getroffen. Der Empfang in der Staatskanzlei am Freitag,  23. August 2013, markierte den Höhepunkt der internationalen Jugendbegegnung, die seit 2001 reihum von den drei Partnerregionen in Europa organisiert wird.

Auf die Begegnung mit Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hatten sich die Jugendlichen vier Tage lang gut vorbereitet.  Sie hatten die demokratischen Strukturen in ihren Heimatländern verglichen, Kritikpunkte gesammelt und Ideen zur Europäischen Demokratie 2.0 zusammengetragen. „Demokratie heißt ja eigentlich Volksherrschaft“, sagt Anna, 20, aus Polen. Doch das Volk werde nur vergleichsweise selten zur Wahlurne gebeten und im Zeitraum zwischen den Wahlen nicht an Entscheidungen beteiligt. „In Frankreich gibt es eigentlich keine richtige Opposition“, kritisiert Abel. Selbst eine Massen-Demonstration von 3,5 Millionen Menschen im vergangenen Jahr habe rein gar nichts bewirkt. Politik werde in kleinen Kreisen gemacht, so sein Eindruck, und der Bürger sei ziemlich schlecht informiert.  „Wenn wir wissen wollen, was wirklich in Fukushima geschieht, dann müssen wir deutsches Fernsehen schauen“, sagt er.

Zu wenig Transparenz bei Entscheidungen und zu große Machtkonzentrationen in wenigen Ämtern sehen die Jugendlichen als Mängel im System. Die Informationspolitik der Regierenden und die Rolle der Medien sehen die Jugendlichen kritisch: „Über die geplante Privatisierung des Trinkwassers haben wir erst erfahren, als die ersten Folgen schon sichtbar wurden“, sagt Felix aus Bochum kopfschüttelnd,.

Im großen Kreis haben sich die Jugendlichen Gedanken über die Zukunft der Demokratie gemacht: Die Unabhängigkeit der Volksvertreter wie der Medien sind sehr wichtig. Doch auch der Wähler dürfe nicht nur warten, dass er gefragt wird, sondern müsse sich aktiv beteiligen und sich die Zeit nehmen für die Begleitung politischer Prozesse – die häufig nicht wirklich leicht zu durchblicken seien. „Ein Stichwort, das in dieser Woche immer wieder gefallen ist, hieß Bildung“, sagt Abel und Anna, Felix und Jennifer nicken zustimmend. Politikunterricht komme in der Schullaufbahn erst spät vor und sei sehr trocken und theoretisch, beklagen sie für alle drei Länder gleichermaßen und entwickeln auch gleich praktische Vorschläge: „Es ist einfach nicht so schön, wenn man einen Packen Broschüren in die Hand gedrückt bekommt“, findet  Jennifer aus Deutschland. Wie Demokratie funktioniert sei mit Büchern nur schwer zu vermitteln. „Es müsste interaktive Internet-Plattformen geben, die spielerisch und interessant gemacht sind und die einen wirklichen Dialog mit Politikern ermöglichen.“ Aber auch die in allen drei Ländern vergleichsweise hohen Zahlen von Nicht-Wählern sehen die Jugendlichen mit großer Sorge. 

Die Exkursionen in andere Städte, die Begegnungen, aber auch die Arbeit in den Kleingruppen haben die Jugendlichen begeistert. „Es ist sehr interessant zu erfahren, was unsere Nachbarn in Europa denken“, sagt Jennifer. Und Franziska findet: „Die Zusammenarbeit macht einfach Spaß und wir haben hier zusammen an einem Thema gearbeitet, über das man sich sonst im Alltag nicht unterhält.“

Länderabende, eine Kletterpartie und ein Barbecue am Baldeney-See lockerten die arbeitsreiche Woche immer wieder auf, die auch viel Konzentration von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern forderte. Nach den fünf Tagen wissen die Jugendlichen viel mehr über die Situation in den Nachbarländern als viele Erwachsene. „Am Ende war es so, dass die Polen Vorteile im System Frankreichs sahen und die Franzosen klare Vorteile im System Polens“, erzählt Anna schmunzelnd.

Am heutigen Samstag werden wieder die Koffer gepackt im Jugendbildungszentrum Hattingen. Dann machen sich die 45 Jugendlichen auf den Heimweg nach Schlesien, Nord-Pas de Calais und in viele Städte Nordrhein-Westfalens – mit vielen Anregungen im Kopf und vielen neuen Kontaktdaten im Handy. 

(Text: Mechthild vom Büchel) 

Werner Jostmeier, Oliver Keymis und Nicolaus Kern sprachen mit den Jugendlichen.  

22.08.2013

Trotz Internet - direkt miteinander sprechen ist wichtig - 13. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck besucht den Düsseldorfer Landtag

„Europäische Demokratie 2.0 – Mehr Partizipation und Legitimation durch neue Formen der Beteiligung?“ So lautete das Thema des Jugendgipfels im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks. Aus polnischem, französischem und deutschem Blickwinkel beleuchten Jugendliche aus diesen drei Ländern die Frage. Heute hatten sie Gelegenheit, die drei Landtagspolitiker Oliver Keymis (Vizepräsident und Vorsitzender des Parlamentariergruppe NRW-Frankreich), Werner Jostmeier (Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Polen) sowie Nicolaus Kern (Vorsitzender des Europa-Ausschusses) dazu zu befragen.

Seit zwölf Jahren findet jährlich jeweils alternierend in NRW, Nord-Pas-de-Calais und Schlesien ein Jugendgipfel statt, zu dem insgesamt 45 Jugendliche und junge Erwachsene (jeweils 15 pro Land) im Alter zwischen 18 und 23 Jahren eingeladen werden. So ging es 2001 in Düsseldorf um die Europäische Verfassung, 2002 in Lille um Werte der Republik und des Friedens, 2003 in Katowice um "Junge Bürger Europas", 2004 in Hattingen um die Ruhr auf dem Weg zur Kulturhauptstadt, 2005 (wieder in Lille) um die Interkulturalität in Europa, 2006 in Gliwice um "Drei Industrieregionen im Wandel - Zukunft für junge Leute?", 2007 in Dortmund um "Neue Berufe für junge Europäer", 2008 in Ambleteuse um Migration im erweiterten Europa, 2009 in Bielsko-Biała  um Grenzen überschreiten, 2010 in Bochum um Kultur und 2011 in Gravelines um die Frage "Welche Energie für die gemeinsame Zukunft?". Nach dem im vergangenen Jahr in Bielsko-Biała die Frage debattiert wurde: "Mehr Strenge oder mehr Solidarität in Europa in Zeiten der Krise?" interessierten sich die Jugendlichen diesmal besonders für "E- Abstimmungen" im Internet sowie die Aufgabe der Parlamentariergruppen.

"Wie ist das mit den Parlamentariergruppen - sind die freiwillig oder Pflicht?", frage Anna aus Polen. Werner Jostmeier antwortete: "Freiwillig. Nach der Wende war beispielsweise das Interesse an den baltischen Staaten sehr groß und so habe ich eine deutsch-baltische Gruppe gegründet". Oliver Keymis ergänzte, es gebe auch Abgeordnete, die seien in gar keiner Parlamentariergruppe. Harmonie aus Frankreich wollte wissen: "Was halten Sie von Partizipation und wie sehen Sie den Einfluss von Partizipation auf die Kultur?" Oliver Keymis erklärte, er sei ein großer Anhänger von Teilhabe, aber auch ein Skeptiker im Bezug auf die Verlässlichkeit von Elektronik. Die Möglichkeiten zu manipulieren seien im Internet groß: "Direkte Wahlen sind wichtig, direkt miteinander sprechen ist wichtig", meinte der Vizepräsident, "wir erleben einen kulturellen Wandel durch die Digitalisierung - alles wird schneller. Zum Beispiel, wenn ich eine E-Mail bekomme, wird erwartet, dass ich sofort antworte." 

Werner Jostmeier ergänzte, in den Jahren 2003 und 2004 sei zweimal die Verfassung geändert worden, um die Teilhabe an politischen Entscheidungen zu stärken, zum Beispiel durch Volksinitiativen. "Trotzdem stellen wir fest, dass Interesse an Politik und die Teilnahme an Wahlen nachlassen". Nico Kern meinte, über dieses Thema könne man den ganzen Tag diskutieren. "Zunächst möchte ich einmal ins Bewusstsein rufen, dass ihr in einer sehr interessanten Zeit lebt. Wir erleben einen Wandel, der durch das Internet ausgelöst wird. Das Internet wird die ganze Welt miteinander verbinden und es kommt darauf an, wie es genutzt wird. Das Internet ist wie ein Seil: Man kann es wie eine Hundeleine nutzen, was negativ ist. Oder man kann es wie ein Bergsteigerseil nutzen, um sich gegenseitig zu helfen.Wenn man im Internet wählt, ist alles nachvollziehbar und manipulierbar, da stimme ich Oliver Keymis zu. Also müssen wir Schritt für Schritt vorgehen. Mehr Partizipation und weniger Diskriminierung."

Adrian fragte, ob in den Parlamentariergruppen über Themen wie Partizipation gesprochen werde oder Verträge gemacht würden. Oliver Keymis erwiderte: "Verträge nicht, es sind ja freiwillige Gruppen. Wir sprechen über Energiefragen, soziale Fragen, den Einfluss der Gewerkschaften … alles." Kascha hakte nach, ob immer nur geredet oder auch gehandelt würde. "Es wird mehr gehandelt als geredet, auch wenn der Eindruck umgekehrt ist. Es leben 30.000 Franzosen in NRW und Polen ist ein starker Handelspartner." 

Fabio stellte zum Schluss eine sehr interessante Frage: "Werden die Spielräume nicht immer kleiner - sei es durch Verschuldung oder durch internationale Abkommen - so dass Entscheidungen von Politikern immer mehr als alternativlos dargestellt werden?" Die drei Landtagsabgeordneten waren sich einig: Ein Grund, warum junge Leute nicht mehr in den Stadtrat gehen wollten, seien die fehlenden Gestaltungsmöglichkeiten. Der politische Kampf lohne sich dennoch. Wer nicht kämpfe, habe schon verloren.

Text: Doro Dietsch / Landtag NRW

Fotos: Bernd Schälte 2, Sven Görgens 1, Katrin Huml 1

Quelle des Berichts: Landtag NRW 

22.08.2013

Erste Impressionen vom 13. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck: Von A wie Auftakt bis Z wie Zukunftswerkstatt

Eine Woche spannender Begegnung: Exkursionen führen nach Duisburg, Mülheim, Monheim und Ratingen

Charette-Verfahren und Jugendräte, Bürgertelefon, Facebook-Dialoge und Online-Petitionen - wie gelingt Demokratie in der Praxis und welche technischen Mittel werden aktuell erprobt?

Diesen Fragen gingen die 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 13. Internationalen Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks am Dienstag, 20. August 2013, auf den Grund.

Exkursionen führten sie nach Mülheim, Monheim, Ratingen und Duisburg. In Monheim empfing Daniel Zimmermann, der im Jahr 2009 mit 25 Jahren jüngster Bürgermeister Nordrhein-Westfalens wurde,  die jungen Gäste. Im lockeren Plauderton erzählte er seinen Weg in die Politik und wie es ihm gelungen ist, sich als junger Mensch im Politikbetrieb seiner Stadt Gehör zu verschaffen. Für seine Zuhörerinnen und Zuhörer hatte er auch einige Tipps parat, wie junge Leute Gestaltungsvorschläge und Ideen in die Diskussion einbringen können.

In Ratingen berichtete Rolf Steuwe, Beigeordneter der Stadt Ratingen, über die positiven Erfahrungen mit dem Jugendrat: Vier Mitglieder des Jugendrats schilderten anhand von  praktischen Beispielen, wie sie in die politische Diskussion eingebunden sind und was sie schon erreicht haben: So konnten sie zum Beispiel die Gestaltung eines Spielplatzes an der Eissporthalle um eigene Vorschläge ergänzen. „Der Jugendrat wird von der Politik ernst genommen“, berichtete der Beigeordnete. Sein aufmerksames Publikum erkundigte sich detailliert, wie dieses positive Vorbild in den Heimatstädten der Jugendlichen kopiert werden könnte.  

In der NRW-School of Governance der Universität Duisburg-Essen hatte sich Anja Adler Zeit genommen, einen Überblick über die neuen Internet-gestützten Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung vorzustellen. Denn neben den bekannten Diskussions-Plattformen Twitter und Facebook gibt es längst weniger bekannte, marktreife Programme zur Beteiligung. „Wer kennt und wer nutzt diese Möglichkeiten?“, fragten die Jugendlichen und:  „Können diese Plattformen mehr Jugendliche motivieren, sich einzubringen in die politische Diskussion?“

In Mülheim empfing Bürgermeisterin Renate aus der Beek die Gruppe und stellte ausführlich das Charrette-Verfahren vor, das die Stadt einsetzt. Es ermöglicht – ebenfalls Internet-basiert – eine direkte Bürgerbeteiligung an Planungsvorhaben.

Mit vielen Eindrücken zurück in Hattingen war erst einmal Entspannung angesagt, bevor die Gruppe aus Polen ihre Länder-Präsentation vorstellte.

Am Mittwoch begann in Hattingen der zweite von drei Teilen der „Zukunftswerkstatt“. Dort erarbeiten die Jugendlichen aus Polen, Frankreich und Nordrhein-Westfalen gemeinsam Ideen, wie die Europäische Demokratie 2.0 weiterentwickelt werden kann. Die Ergebnisse  werden am Freitag in Düsseldorf vorgestellt beim offiziellen Empfang durch NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren und Vertreter der Partnerregionen.

Am heutigen Donnerstag trifft die Gruppe im Düsseldorfer Landtag auf die Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier (CDU) und Oliver Keymis (Bündnis 90/ Die Grünen), die Vorsitzenden der deutsch-polnischen, bzw. deutsch-französischen Parlamentariergruppen sowie Nicolaus Kern (Piraten), Vorsitzender des Ausschusses für Europa und Eine Welt. 

Eine Partei gründen mit 16 Jahren? Das geht! - Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim, erzählt über seinen Weg in die Politik

Daniel Zimmermann ist der jüngste Bürgermeister Deutschlands. Der 27-jährige schaffte es in Monheim am Rhein in der Kommune nach ganz oben. Alles fing damit an, dass er als 16-jähriger die Partei "Peto" (lat. "Ich fordere") mit vier weiteren Jugendlichen gründete.Ganz nach dem Motto "Wer wählen gehen kann, kann auch selber Politik machen."

Gleich bei der ersten Wahl 1999 bekam die Partei 6,1 Prozent der Stimmen - und damit mehr als die FDP. 2009, bei der letzten Wahl, bekam die Partei 29,6 Prozent der Stimmen und hat, genau wie die CDU (30,2 Prozent), 30 Sitze im Stadtrat. Bei der Bürgermeisterwahl zur selben Zeit lag Daniel Zimmermann mit über 30 Prozent sogar vor seinem Mitstreiter der CDU und bekam damit auch den Platz des Bürgermeisters in Monheim. Auch der Stellvertreter von Zimmermann kommt aus seiner Partei - mit 19 Jahren.

Das besondere an der Partei, so Zimmermann, sei, dass es nicht auf die politische Richtung ankomme, sondern auf das Alter der Parteiangehörigen. Über der regionalen Ebene hätte die Partei allerdings keine Chance, ist er der Meinung. Das Alter reicht dann nicht mehr aus, dafür bräuchte es eine Ideologie.

Jennifer Seidel

(Teilnehmerin am 13. Jugendgipfel) 

Der 13. internationale Jugendgipfel im Internet

Der 13. internationale Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks hat im Internet viele Spuren hinterlassen. 
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen berichtet auf ihrer Homepage.  

Die Stadt Mülheim berichtet über den Besuch der Jugendlichen auf ihrer Homepage

Die NRW-School of Governance berichtet auf ihrer Homepage über den Besuch der Jugendlichen. 

19.08.2013

13. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck offiziell eröffnet

Wie können Bürger in Europa Politik aktiv gestalten? Welche Rolle spielen Social Media und klassische Beteiligungsmodelle wie zum Beispiel Jugendräte? Um die Chancen und Risiken der Demokratie 2.0 geht es beim 13. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck, der heute (19. August 2013) in Hattingen eröffnet wurde. 45 junge Erwachsene aus Frankreich, Polen und Deutschland recherchieren und diskutieren auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und lernen innovative Projekte in der Region kennen. Dr. Heidi Hoffmann, Leiterin des Referats für Bilaterale Beziehungen zu den EU-Mitgliedsstaaten in der Staatskanzlei, begrüßte die Jugendlichen.

Das anspruchsvolle Programm – organisiert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB Dortmund) – sieht Begegnungen mit Experten aus den drei Ländern vor. Gleich am ersten Tag berichtenAndreas Hahn (Staatskanzlei Düsseldorf), Pierre M. Simon (Young European Movement) und Radoslaw Pietron(Piratenpartei Polen) über Modelle, die schon heute im Einsatz sind, und über den Stand der Diskussion in den drei Regionen. Am Dienstag erkunden die Jugendlichen in Mülheim, Monheim und Ratingen, welchen Einfluss Jugendräte haben, welche Erfahrungen Mülheim gemacht hat mit dem Charrette-Verfahren und wie der jüngste Bürgermeister Deutschlands den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern pflegt. An der NRW-School of Governance der Universität Duisburg-Essen gehen die Jugendlichen der Frage auf den Grund, welche Rolle Facebook und Twitter in der Politik spielen.

Für Donnerstag, 22. August 2013, ist eine Begegnung im Düsseldorfer Landtag geplant mit den Vorsitzenden der Parlamentariergruppen für Polen, Werner Jostmeier (CDU) und Frankreich Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen). Und am Freitag, 23. August 2013, steht ein Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei auf dem Programm. Dr. Angelica Schwall-Düren,  Europaministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Françoise Dal, Abgeordnete im Rat der Region Nord-Pas-de-Calais und Präsidentin der Kommission für Internationale Beziehungen für Nord-Pas-de-Calais, sowie Arkadiusz Chęciński, Regierungsmitglied der Woiwodschaft Schlesien, informieren sich über die Ergebnisse des Jugendgipfels.

Die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen kommen aus Bochum, Detmold, Dortmund, Essen, Köln, Marl, Rhede, Rösrath, Schwerte, Steinheim und Unna. Im DGB-Bildungszentrum Hattingen, Am Homberg 44-50, treffen sie auf jeweils 15 Gleichaltrige aus den Partnerregionen Schlesien in Polen und Nord-Pas-de-Calais in Nordfrankreich.

Das Pressefoto zum Download finden Sie hier

Die Presseinformation zum Download finden Sie hier

Das Programm des 13. Jugendgipfels finden Sie hier

Eine Präsentation zur Geschichte des Regionalen Weimarer Dreiecks finden Sie hier

Links zum Thema: 

#Open.NRW – Das Projekt: Wie soll ein Online-Beteiligungsverfahren in Nordrhein-Westfalen aussehen? Mit welchem Aufwand kann dies von den Behörden umgesetzt werden und wie geht man mit Menschen um, die noch kein Internet haben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt #Open.NRW.

Charrette-Verfahren: Planungsmethode zur Stadt- und Regionalentwicklung mit direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Liquid Democracy: Mischform aus repräsentativer und direkter Demokratie.

Foto: IBB Dortmund / Pressebüro vom Büchel

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05.07.2013

Internationaler Jugendgipfel 2013 diskutiert in Hattingen über Demokratie 2.0

Neue direkte Formen der Bürgerbeteiligung z.B. im Web 2.0 werden das zentrale Thema beim Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks vom 18. bis 24. August 2013 in Hattingen. Das Land Nordrhein-Westfalen und seine Partnerregionen in Polen und Frankreich laden insgesamt 45 junge Erwachsene zur Teilnahme an der französisch-deutsch-polnischen Jugendbegegnung ein. Bewerbungen sind leider nicht mehr möglich.

Twitter und Flashmobs, die Occupy-Bewegung und Kampagnen-Plattformen wie Avaaz.org bringen neue Formen und ein neues Tempo in die politische Mitbestimmung. Online-Petitionen, Blogs und so genannte „Shitstorms“ setzen die Parteienlandschaft unter Zugzwang. Schon diskutiert eine Kommission „für eine starke Demokratie“ die neuen Aktionsformen. Die Piraten setzen auf Volltransparenz. Social Media nehmen zunehmend Einfluss auf Politik. Gehört der Demokratie 2.0 die Zukunft ? Oder ist der Hype in Kürze vorbei? Fragen wie diese diskutieren jeweils 15 junge Erwachsene aus der französischen Region Nord-Pas-de-Calais, aus der polnischen Woiwodschaft Schlesien und aus dem diesjährigen Gastgeberland Nordrhein-Westfalen mit Insidern aus der Politik und den sozialen Netzwerken. Der Jugendgipfel ist unter anderem eine gute Gelegenheit zur persönlichen Weiterbildung in der Zeit zwischen Schule und Studium.

Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 23 Jahren mit Interesse an (Netz-) Politik und Europathemen konnten sich bis zum 25. Juni 2013 bewerben beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB Dortmund), das den 14. Jugendgipfel organisiert. Die Teilnahme am Jugendgipfel ist bis auf die Anreise nach Hattingen kostenlos. Die Startgebühr in Höhe von 100 Euro wird bei Teilnahme erstattet.

21.07.2012

Das war der Jugendgipfel 2012 in Polen: Dr. Angelica Schwall-Düren, Europaministerin in NRW, besucht Jugendliche in Bielsko-Biala

Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren hat in der polnischen Stadt Bielsko-Biala den Jugendgipfel 2012 im Rahmen des „Regionalen Weimarer Dreiecks“ besucht und dort mit Jugendlichen aus Deutsch­land, Frankreich und Polen diskutiert. 45 Jugendliche – je 15 aus den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais und Schlesien – debattieren in Schlesien noch bis zum heutigen Samstag gemeinsam über euro­päische Themen, arbeiten an Projekten und tauschen sich aus. Das Thema des Jugendgipfels, der jährlich abwechselnd in Schlesien, Nord-Pas de Calais und NRW stattfindet, heißt in diesem Jahr: „Wege aus der europäischen Krise: Sparkurs oder Solidarität?“

Ministerin Schwall-Düren: „Dieser Jugendgipfel bietet jungen Menschen nicht nur die Gelegenheit sich kennenzulernen und auszutauschen. Ganz wichtig ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber hinaus eine Solidarität untereinander entwickeln. Denn nur mit einem gemeinsamen europäischen Bewusstsein können wir die gemeinsamen europäischen Herausforderungen erfolgreich angehen.“

Das „Weimarer Dreieck“ wurde 1991 von den Außenministern Frank­reichs, Polens und Deutschlands gegründet, um die europäische Achse zu festigen. Daraus hervorgegangen ist das „Regionale Weimarer Dreieck“ der Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais und Schlesien, unter anderem mit dem seit 2001 stattfindenden Jugend­gipfel. Der zwölfte Jugendgipfel findet vom 15. bis zum 21. Juli 2012 in der schlesischen Stadt Bielsko-Bia?a statt und wird vom Land Nordrhein-Westfalen und den Partnerregionen in Schlesien und Nord-Pas de Calais ausgerichtet. Im kommenden Jahr wird der Jugendgipfel in NRW veranstaltet. Das diesjährige Treffen in Polen orientiert sich an der Frage, welche Lösungsstrategien im krisengeschüttelten Europa erfolg­versprechend sein können.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnen gemeinsam im Fremd­sprachenkolleg Bielsko-Bia?a und treffen im Laufe der Woche zum Beispiel mit EU-Abgeordneten, Vertreterinnen und Vertretern von NGO’s und der drei Regionen zusammen. Neben Workshops in Klein­gruppen stehen auch gemeinsames Kochen und Museumsbesuche auf dem Programm. Ministerin Schwall-Düren: „Ich bin gespannt, welches Fazit die Jugendlichen am Ende der Woche aus diesem Jugendgipfel ziehen.“

Das IBB Dortmund hat die Teilnahme der deutschen Jugendlichen im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen vorbereitet und begleitet.

Unser Foto oben zeigt Ministerin Angelica Schwall-Düren auf dem Podium (Foto: Landesregierung)

Unser Foto unten zeigt das junge Publikum. (Foto: IBB)

Weitere Bilder können unter www.mbem.nrw.de/galerien abgerufen werden.

20.08.2011

Das war der 11. Jugendgipfel in der Stadt Gravelines in Nordfrankreich zum Thema "Die Zukunft der Energie - die Energie der Zukunft"

Diese Dia-Show startet automatisch. Durch Klick auf die Pfeile können Sie im eigenen Tempo blättern. Durch einen Klick auf die Mitte des Startfotos können Sie die Darstellung vergrößern. Die Fotos wurden uns netterweise zur Verfügung gestellt von Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

30.08.2010

So schön war der 10. Jugendgipfel in der Europäischen Kulturhauptstadt

Sehr informativ: Die Gruppe lernte viel über das Ruhrgebiet, ...

über die Bergbautraditionen in Polen und Frankreich und ...

über traditionelles Liedgut.

Einfach Kult...

die Kulturhauptstadt Europas 2010 macht Laune.

Der offizielle Empfang durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Auf zur nächsten Ziel...

Gute Laune beim Besuch der Zeche Zollverein.

Gruppenbild unterm Förderturm ...

Und ein Kuli-Tatoo als echtes Fan-Bekenntnis...

Begegnung mit Bergmann...

Diese Dia-Show startet automatisch. Durch Klick auf die Pfeile können Sie im eigenen Tempo blättern. Durch einen Klick auf die Mitte des Startfotos können Sie die Darstellung vergrößern.  Die Fotos haben uns freundlicherweise Teilnehmerinnen und Teilnehmer bzw. die Pressestelle der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Ein kleines Jubiläum: Der zehnte Jugendgipfel der Regionen

Zum zehnten Mal hat die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen 15 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen eingeladen zur Teilnahme am Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) hat den Jugendgipfel organisiert. Mehr zum Programm 2010 finden Sie hier.

Rückblick auf den 10. Jugendgipfel in Jahr 2010 - So schön war es in NRW

Die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 konnten die Jugendlichen aus Frankreich, Polen und Deutschland von ihrem Standort in Bochum aus erkunden und erleben. Und der absolute Höhepunkt war ein Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei (unser Foto).Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Eindrücke und Erlebnisse auf einer Website dokumentiert, die dauerhaft im Netz bleibt. Zur Website geht es hier.

30.08.2009

Rückblick auf den 9. Jugendgipfel in Polen im Jahr 2009 - So schön war es es in Bielsko/ Biala

Fotos: Teilnehmerinnen und Teilnehmer/ erstveröffentlicht im Internet. 

 

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Welche Bedeutung haben Grenzen im modernen Europa? Was grenzen sie ein?  Wen grenzen sie aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt beim neunten Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks vom 28. Juni bis 5. Juli 2009 in Polen. 15 Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen durften auf Einladung der Staatskanzlei NRW Gleichaltrige aus Polen und Frankreich treffen in der südpolnischen Stadt Bielsko/ Biala. Mehr ...

Trilaterales Treffen im Rahmen des Weimarer Dreiecks 2008:

Achte Jugendkonferenz in Frankreich gab wichtige Impulse

Ein polnischer Abend an der französischen Atlantikküste war nicht nur für die deutschen Teilnehmer an der achten französisch- deutsch- polnischen Jugendkonferenz ein Highlight. Am 5. Juli waren die 15 deutschen Teilnehmer von der anregenden, aber auch anstrengenden einwöchigen Jugendbegegnung im Rahmen des
Regionalen Weimarer Dreiecks zurückgekehrt.

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) hatte die deutsche Beteiligung im Fachbereich Beruf international und Migration organisiert und mit Linda Ebbers eine Gruppenleiterin mit auf den Weg nach Nordfrankreich geschickt. Bereits seit 2004 betreut das IBB dieses jährliche Projekt im Auftrag der Staatskanzlei NRW.   

Sieben Tage lang trafen die 17- bis 23jährigen Gleichaltrige aus den nordrhein-westfälischen Partnerregionen Nord-Pas de Calais (Frankreich) und Schlesien (Polen). Im nordfranzösischen Ferienort Ambleteuse, wenige Kilometer westlich von Calais, widmeten sich die insgesamt 45 Teilnehmer intensiv dem Thema „Migration im erweiterten
Europa“.

Zahlreiche Impuls-Vorträge beleuchteten das Thema – von der jahrhundertealten Geschichte der Migration in Europa bis zu möglichen Folgen des irischen „Neins“ zum Lissabon-Vertrag und möglichen Folgen für die EU. Politiker der drei Regionen besuchten die Gruppe, darunter Europareferent Dr. Christian Engel von der NRW-Staatskanzlei,
Vize-Marschall Zbyszek Zaborowski, in der Region Schlesien zuständig für internationale Angelegenheit und Kultur, Europareferent Michel Grellier und Jan Olbrycht, Mitglied des Europaparlaments und Vizepräsident der Kommission für Regionalentwicklung. Damit nicht genug: Sogar mit dem polnischen Botschafter in Frankreich, Seiner Exzellenz Tomasz Orlowski, sowie dem deutschen Botschafter Seiner Exzellenz Peter Ammon machten die jungen Leute auf der achten Jugendkonferenz Bekanntschaft und auch Wanda Krystyna Kalinska vom polnischen Generalkonsulat in Lille stattete der Politik-interessierten Gruppe einen Besuch ab.

Mit ihren Vorträgen stießen die hochkarätigen Besucher lebhafte Diskussionen an, zum Beispiel über die zunehmende Anforderung an die räumliche Flexibilität hoch qualifizierter Spezialisten innerhalb Europas. Die jungen Teilnehmer brachten individuelle Erfahrungen und unterschiedliche Blickwinkel in die Gespräche ein: Die eigene Herkunft aus dem Iran und Erfahrungen von Elternteilen aus dem Senegal und Algerien. Die jungen Polen berichteten vom spürbaren Druck auf die neue EU-Außengrenze in Polen durch Zuwanderungswillige aus Belarus, der Ukraine und Russland  – während qualifizierte junge Polen aktuell zur Arbeitssuche in Richtung England und Irland abwandern. 

Interessante Impulse vermittelte die Vorführung des preisgekrönten Films ‚Lichter’. Er erzählt die Lebensgeschichten von jungen Deutschen, Polen und Ukrainern, die sich in Frankfurt an der Oder begegnen und erkennen, dass in ihren Lebensgeschichten Welten aufeinander treffen. Am Grenzfluss zeigt der Film, wie schmal die Grenze ist zwischen  Armut und Auskommen, zwischen Lüge und Legalität, zwischen dem Wunsch nach freier Wahl des Aufenthaltsortes und der Wirklichkeit für die Menschen jenseits der EU-Grenze. “Dieser Film hat viele sehr bewegt“, berichtet Linda Ebbers, Begleiterin der deutschen Gruppe.

Die vielen neuen Erfahrungen verarbeiteten die Teilnehmer schließlich in Workshops zu Collagen, Sketchen und Mind-Maps und präsentierten diese Ergebnisse am Ende der Woche am 4. Juli beim trilateralen Jugendgipfel im Conseil Régional, dem französischen Regionalparlament in Lille, wo die Gruppe am Ende sogar Gelegenheit zu Gesprächen mit französischen Europa- und Regional-Politikern hatte.

Simultan-Dolmetscher sorgten die ganze Woche über für glänzende Verständigung. Im Freizeitprogramm genossen die jungen Leute die Nähe zum Meer. „Viele hatten zum ersten Mal Gelegenheit zum Strandsegeln“, erzählt Linda Ebbers. Am Ende der informationsreichen Woche stand für viele fest: So eine Begegnung müsste es noch einmal geben. Und auch das Thema Migration bietet noch viele Anknüpfungspunkte für weitere Diskussionen. Vorüberlegungen auf politischer Seite zur Fortsetzung dieser Themenreihe über drei Jahre  bestehen bereits.

Zum Hintergrund:
Die 15 deutschen Teilnehmer kamen aus Recklinghausen, Essen, Dortmund, Pulheim, Bonn, Nettetal, Sendenhorst, Meschede, Warendorf, Bad Oeynhausen, Oerlinghausen, Oer-Erkenschwick und Bergkamen. Eingeladen waren sie von der Staatskanzlei des Landes Nordhrein-Westfalen, die die Jugendbegegnung auf der Basis des Weimarer Dreiecks zum achten Mal mit veranstaltet hatte.

Die jährliche Jugendkonferenz wird reihum in den Ländern Deutschland, Frankreich und Polen angeboten und in Deutschland organisiert unter anderem vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) e.V. in Dortmund. Sie zieht auf regionaler Ebene die Achsen des Weimarer Dreiecks zwischen den drei Ländern nach, das der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher zusammen mit seinen französischen und polnischen Amtskollegen, Dumas und Skubiszewski, am 28. August 1991 in Weimar ins Leben gerufen hat.

2008 führte es zum achten Mal junge Menschen aus den früheren Bergbaugebieten Nord-Pas de Calais (Frankreich), der Woiwodschaft Schlesien (Polen) und Nordrhein-Westfalen zusammen.

Mitgewirkt haben:
Das Deutsch-französische Jugendwerk, das Deutsch-Polnische Jugendwerk, das IBB, das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gliwice, das Maison de la Polonia de France in Hénin –Beaumont und das Goethe-Institut in Lille.

Trilaterale Jugendkonferenz in NRW im Juli 2007:

Unterwegs in Europa zu neuen Berufen

45 Jugendliche aus Schlesien (Polen), Nord-Pas de Calais ( Frankreich) und Nordrhein-Westfalen trafen sich in der Woche vom 1. bis 8. Juli 2007 in Dortmund. Sie lebten und lachten gemeinsam, besuchten die Deutsche Bank und die Jobmesse Erneuerbare Energien in Gelsenkirchen, das WDR-Hörfunkstudio Dortmund und ein Logistikzentrum. Sie suchten und fanden Antworten auf die Frage nach neuen Berufen für junge Europäer. Organisiert hatte die Veranstaltung das IBB im Auftrag der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei als regionalen Teil des Weimarer Dreiecks, das einst Außenminster Hans-Dietrich Genscher initiiert hatte. Einen kleinen Eindruck davon, wie sie die Woche erlebten, vermittelt diese Dia-Show.

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