Aktuelles aus dem Fachbereich Jugend und SchuleAn dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen aus dem Fachbereich Jugend und Schule zu Terminen, Fördermitteln, Projekten und und und. Falls Sie mit Schülern oder Jugendlichen arbeiten, schauen Sie doch einfach mal öfter vorbei! 03.12.2011 Tage in Auschwitz und Birkenau ... ein bewegendes Tagebuch einer Schülergruppe aus der Janusz-Korczak -Gesamtschule in Castrop-RauxelSeit zwei Tagen ist die Gruppe unserer Schule nun in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz in Polen. Nach vielen Wochen Vorbereitung durch ihre Geschichtslehrer betreten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 und der Oberstufe diesen Ort, an dem bis in den Januar 1945 schrecklichste Verbrechen begangen wurden. Gedenkstättenfahrten - organisiert durch das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB/Dortmund)- gehören seit Jahren zum Angebot der Gesamtschule. Der Namensgeber der Schule - Janusz-Korczak - war selbst Opfer der Nazi-Diktatur und starb 1942 im Konzentrationslager Treblinka, in das er zusammen mit den Kindern des von ihm geleiteten Waisenhauses deportiert worden war. Nach ihm wurde die Ickerner Gesamtschule benannt Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist die Gruppe unserer Janusz-Korczak-Gesamtschule schon auf dem Weg zum Flughafen, um die Rückreise ins Ruhrgebiet anzutreten. Eine intensive und gute Zeit liegt hinter ihnen. Zum Abschluss besuchten sie die Stadt Krakau, wo sie polnische Schüler aus der gleichnamigen Schule vor Ort trafen. Sie lernten sogar ein paar Worte hebräisch und schlenderten gemeinsam über den Weihnachtsmarkt ... Der vierte Tag (3.12.) Frühstück um sieben, Koffer einladen, Abfahrt um acht. Alle sind pünktlich. Noch eine Stunde bis Krakow (Krakau). Koffer in einem Raum abstellen. Abfahrt zur Altstadt, die wir bereits bei einem ersten Blick durch die Busfenster gesehen haben. Auschwitz - Tag 3 (2.12.2011) Der heutige Tag fing mit dem Zeitzeugengespräch mit Herrn Wilhelm Brasse an. Der 93-jährige, der in wenigen Tagen 94 wird, war 5 Jahre im Stammlager Auschwitz inhaftiert. Er betonte immer wieder, dass es ihm, im Gegensatz zu vielen, dort noch sehr gut ging. Er hatte riesiges Glück, dass es ihm so erging. In Auschwitz sah er Menschen sterben, nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder, die dort erschossen, totgeprügelt und vergast wurden. Er selbst hatte Glück, dass er als Fotograf im Erkennungsdienst Vergünstigungen (bessere Unterbringung, zusätzliche Rationen) hatte. Er fühlte eine Verpflichtung, diese Rationen mit anderen zu teilen. Ein einigen Beispielen stellte er heraus, dass es selbst unter den SS-Leuten nicht nur Monster, sondern Menschen gab, die ihn und andere auch wie Menschen behandelten. Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, in Quellen des Archivs zu blättern, z.B. nach Namen zu forschen, in Strafkatalogen oder Berichten von ehemaligen Häftlingen zu lesen. Man konnte in Personalakten der Wachmannschaften forschen. Der zweite Tagesbericht eines Schülers ist hier zu lesen: Am Vormittag besuchen wir das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Als wir auf dem Turm am Eingang stehen, sind wir erschrocken über die Größe des Lagers. Unsere Gefühle sind schwer zu beschreiben. Welche Angst muss ein Kind haben, wenn es schnell aus dem Wagon getrieben wird und in die Gaskammer geschickt wird, allein, ohne Eltern, Freunde, ohne Abschied. Wir gehen den Weg dieser Kinder von der Rampe hin zu einem Gebäude, dem Krematorium II oder III oder IV. Wir stellen uns vor, dass sich diese Kinder ausziehen müssen in einem Raum mit vielen anderen, wie sie in den Raum getrieben werden, in dem sie angeblich duschen sollen, in dem sie aber getötet werden durch Zyklon B. Wir erfahren, dass die Leichen anschließend verbrannt wurden und die Asche zum Teil wie Dreck in einem See versenkt wurde. Wir sind schockiert und wütend zugleich, dass Menschen so eiskalt sein können, dass die Menschenwürde auch nach dem Tode mit Füßen getreten wird. Auf dem Weg zurück wird uns noch einmal die unheimliche Größe des Lagers bewusst. Die Besichtigung einer Baracke im Frauenlager treibt einigen die Tränen in die Augen. Es ist unfassbar! Im abendlichen Gespräch können sich viele nicht äußern, weil sie noch zu betroffen sind. Alle sind sich einig darüber, dass so etwas nie wieder passieren darf. 15.09.2011 Ausstellung "Lichter in der Finsternis" im Reinoldinum eröffnet„Man hätte sich gewünscht, dass es mehr Menschen gibt wie Raoul Wallenberg...“ Christoph Gann, Jahrgang 1970, richtete am Mittwoch, 14. September 2011, nachdenkliche Worte an seine rund 80 Zuhörer im Dortmunder Reinoldinum. Zuvor hatten Heiko Hamer, Fachreferent des IBB Dortmund, und Hausherr Michael Westerhoff, rund 80 Gäste begrüßt im Namen des Trägerkreises, der die Ausstellung nach Dortmund geholt hat. Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer tief berührt Christoph Gann, Richter aus Thüringen, hat die Geschichte des Schweden Raoul Wallenberg erforscht, der in Israel als Gerechter unter den Völkern geehrt wird. Seit Mittwoch erinnert die Ausstellung „Lichter in der Finsternis“ im Reinoldinum, Schwanenwall 34, an Wallenbergs Wirken in Budapest in den Jahren 1944/1945. Die biografischen Berichte über Raoul Wallenberg ergänzte der Dortmunder Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer – selbst tief berührt - mit der eindrucksvollen Lesung mehrerer zeitgenössischer Texte aus dem Ungarn der 1940er Jahren, darunter einem Bericht von Ernst Szép und einer Tagebuchschilderung der erst 13-jährigen Eva Heyman, die kurz darauf nach Auschwitz deportiert und ermordet worden war. Mit Schutzpass vor dem Tode gerettet Raoul Wallenberg, Sohn aus gutem Hause, hatte in den USA Architektur studiert und auch in Haifa Auslandserfahrungen gesammelt. 31-jährig war er mit einem Diplomatenpass nach Budapest entsandt worden. Im von den Deutschen besetzten Ungarn hatten die Nazis längst die systematische Massenvernichtung von Juden eingeleitet. Wallenberg erfand einen Schutzpass für Budapester Juden, der Menschen mit verwandtschaftlichen oder auch nur geschäftlichen Beziehungen nach Schweden vor der sicheren Deportation retten sollte. In kürzester Zeit gelang es ihm, in der größten bekannten Rettungsaktion mehrere tausend Juden vor dem sicheren Tod zu retten. Schicksal des Schweden liegt bis heute im Verborgenen 1945 wurde Wallenberg selbst von der Roten Armee verschleppt. Das Schicksal des mutigen Retters, der im nächsten Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ist dagegen weitgehend unbekannt, berichtete Christoph Gann. Er hat 1999 eine Biografie über den Schweden geschrieben hat und bis heute seine Spuren verfolgt. Die Nachricht vom angeblichen Herztod des damals 35-jährigen im Jahr 1947 bei Vernehmungen galt Beobachtern schon immer als wenig glaubwürdig. Doch auch offizielle Nachforschungen auf höchster Ebene, in die selbst Andrej Gromyko (früherer russischer Außenminster und später russisches Staatsoberhaupt) eingeschaltet wurde, führten bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis. Der Trägerkreis Dortmund zeigt die Ausstellung bis zum 21. Oktober 2011 im Reinoldinum, Schwanenwall 34 in Dortmund. Zum Dortmunder Trägerkreis der Ausstellung haben sich zusammengeschlossen: Das Evangelische Bildungswerk Dortmund Ansprechpartner für den Trägerkreis: Ansprechpartner: Heiko Hamer, IBB Dortmund, unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder info <at> ibb-d.de Ansprechpartnerin für Führungen: Pfarrerin Beate Brauckhoff vom Schulreferat der Ev. Kirche Dortmund-Lünen unter der Rufnummer 0231-8494-419. Die Presseinformation zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier. Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 14. September 2011Diese Dia-Show startet automatisch. Durch Klick auf die Pfeile können Sie im eigenen Tempo blättern. Durch einen Klick auf die Mitte des Startfotos können Sie die Darstellung vergrößern. Fotos: IBB Dortmund / Pressebüro vom Büchel. 01.09.2011 Ausstellung erinnert an Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester JudenAn eine der ungewöhnlichsten Heldentaten des 20. Jahrhunderts erinnert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund in enger Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren der Erinnerungsarbeit in Dortmund: Die Ausstellung „Lichter in der Finsternis. Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45" wird vom 14. September bis 21. Oktober 2011 im Dortmunder Reinoldinum, Schwanenwall 34, gezeigt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm vertieft die Inhalte der Ausstellung. Schulklassen können sich schon jetzt Termine sichern beim IBB unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder per E-Mail an info@ibb-d.de. So viele Menschen wie möglich vor dem sicheren Tode retten Christoph Gann, Richter in Thüringen, hat die Geschichte Wallenbergs und die dramatischen Ereignisse in Budapest auf der Grundlage zahlreicher neuer Quellen rekonstruiert. 1999 erschien sein Buch "Lichter in der Finsternis. Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45" und die gleichnamige Ausstellung. Sie ist seitdem in mehr als 50 Städten gezeigt worden. Für Dortmund hat sich ein Trägerkreis gegründet, der die Ausstellung in ein attraktives Rahmenprogramm einbetten wird. Verschiedene Kulturveranstaltungen, unter anderem ein Abend mit Christoph Gann sind geplant. Der Dortmunder Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss. Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier. Schöne Ferien für engagierte Jugendliche für „kleines Geld“Gute Nachricht für engagierte Jugendliche mit Spaß an Politik, Europa, Umweltthemen und internationalen Jugendbegegnungen. Nach dem Motto: (Fast) kostenlos, aber ganz bestimmt nicht umsonst, hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB) auch für den Sommer 2011 einige attraktive Jugendbegegnungen für unterschiedliche Zielgruppen im Programm. Die Teilnehmerbeiträge sind durch unterschiedliche Zuschussgeber denkbar gering – in einigen Fällen sogar völlig kostenlos. Der Zugewinn an Erfahrungen und Kontakten indes wird höchstwahrscheinlich wieder nicht mit Geld zu bezahlen sein. Tour nach Istanbul für Mädchen und junge FrauenWeltstadtluft schnuppern können junge Frauen und Mädchen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren in den Herbstferien vom 23. bis 29. Oktober 2011 mit einem Kooperationspartner des IBB, der Kontaktstelle Evangelische Jugend Dortmund. Die Reise führt in die momentan wohl angesagteste Stadt der Welt. Die Teilnehmerinnengruppe geht auf Spurensuche: Wie leben, lernen und arbeiten junge Frauen und Mädchen in der 14-Millionen Metropole? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Welche Rolle spielt die allgegenwärtige Geschichte, und wie werden die alten religiösen Stätten im Alltag wahrgenommen und genutzt? Die Teilnehmerinnen werden Jugendeinrichtungen besuchen und unterschiedliche Frauen- und Mädchenprojekte kennen lernen. Hier können sie auch Kontakte knüpfen, um miteinander in Verbindung zu bleiben… Der Clou: Die Gruppe wohnt in schicken Appartements im In- Stadtteil Beyoglu mit Selbstverpflegermöglichkeit und vielen kleinen Cafés und Restaurant - mitten im Herzen der Stadt. Die Teilnahme kostet inklusive Flug, Programm, Unterkunft und Frühstück 350 Euro. Die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen ist Pflicht. Nähere Infos und Anmeldungen bei der Kontaktstelle Evangelische Jugend Dortmund (Maike Zeipelt) unter der Rufnummer 0231- 84 79 69 32 oder auch unter www.ej-do.de. 16.03.2011 Auschwitz mit eigenen Augen: Höhere Zuschüsse möglich![]() Eine neue Fördermöglichkeit eröffnet sich in diesem Jahr für Studienreisen nach Auschwitz, die das IBB seit seiner Gründung vor 25 Jahren für Schulen und Jugendeinrichtungen anbietet. „In Auschwitz ist eine weitaus intensivere Auseinandersetzung möglich als z.B. im Schulunterricht. Am Ort des Geschehens zu sein und ihn über alle Sinneskanäle wahr zu nehmen ist etwas ganz anderes, als Texte zu lesen oder Filme zu sehen“, weiß Burkard Grahn, Gedenkstättenpädagoge des IBB. Er organisiert und begleitet solche Studienreisen seit 1986. Rund 4500 Jugendliche haben Auschwitz und Birkenau zusammen mit dem IBB besucht. Das IBB hat dort auch Lehrerfortbildungen durchgeführt. Nachfrage nach qualifizierten Gedenkstättenfahrten steigt Eine emotionale Herausforderung für jeden Besucher Studienfahrten nach Auschwitz gehören seit 25 Jahren zum IBB-Programm Neue Fördermöglichkeit unter dem Motto "Erinnern ermöglichen" Foto: Eine Gruppe von Jugendlichen aus verschiedenen Dortmunder Schulen und Jugendeinrichtungen besuchte Auschwitz in diesem Jahr über den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Foto: Fabian Muche Beispiele für Programme finden Sie hier. 07.06.2010 Eintägige Fachexkursion "Die Moorsoldaten" führt Pädagogen und Multiplikatoren in die KZ-Gedenkstätte EmslandlagerEine eintägige Fachexkursion mit dem Titel „Die Moorsoldaten“ in die Gedenkstätte Emslandlager bietet das IBB in Kooperation mit dem Erinnerungsportal ErPort Dortmund, dem evangelischen Schulreferat und dem „Arbeitskreis Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen“ am 26. September 2010 an. Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatoren und Interessierte können sich an diesem Tag über neue Entwicklungen in der Gedenkstätte Emslandlager informieren.
07.05.2010 Neue Dauerausstellung eröffnet: Die Wewelsburg - Ein Lernort des IBB
Zu einer eintägigen Erkundungstour der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg bei Paderborn fuhren 15 Personen – unter ihnen der Leiter des Fachbereichs Jugend & Schule im IBB, Heiko Hamer - auf Initiative des Dortmunder Erinnerungsportals „ErPort Dortmund“ am 20. April 2010.
20.11.2008 Projekt im Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie![]() „Hören – Verstehen – Zusammenleben“ heißt der Titel eines neuen Projektes für junge Menschen in Dortmund. Entwickelt hat es das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund als Beitrag für den lokalen Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund. Das Projekt wurde in diesen Tagen bewilligt. Der lokale Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund – vom Stadtrat beschlossen im Dezember 2007 – soll bestehende Strukturen und Aktivitäten gegen Rechts effektiv vernetzen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielt im städtischen Handlungskonzept eine wichtige Rolle.
Weitere Informationen zum lokalen Aktionsplan finden Sie hier. Schnell zum ZielDas Förderprogramm ewoca³ geht in die zweite Phase ... Mehr... 25 Jahre nach Tschernobyl. mehr... Die Zukunftswerkstatt in Minsk mehr... fokus: Fortbildungen zur kultursensiblen Öffnung... mehr...
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