Aktuelles aus dem Fachbereich Jugend und Schule

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen aus dem Fachbereich Jugend und Schule zu Terminen, Fördermitteln, Projekten und und und. Falls Sie mit Schülern  oder Jugendlichen arbeiten, schauen Sie doch einfach mal öfter vorbei!


07.06.2010

Eintägige Fachexkursion "Die Moorsoldaten" führt Pädagogen und Multiplikatoren in die KZ-Gedenkstätte Emslandlager

Ein Blick auf die 1993 eröffnete Gedenkstätte.
Der Innenraum beherbergt unter anderem ein Modell des bereits 1933 eröffneten Lagers.

Eine eintägige Fachexkursion mit dem Titel „Die Moorsoldaten“ in die Gedenkstätte Emslandlager bietet das IBB in Kooperation mit dem Erinnerungsportal ErPort Dortmund, dem evangelischen Schulreferat und dem „Arbeitskreis Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen“ am 26. September 2010 an. Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatoren und Interessierte können sich an diesem Tag über neue Entwicklungen in der Gedenkstätte Emslandlager informieren.

Schon bald nach der Machtergreifung der Nazis wurden im Sommer 1933 im Emsland verschiedene Lager errichtet. Zu Beginn wurden dort etwa 4000 Personen inhaftiert – politische Gegner, aber auch Zeugen Jehovas und so genannte Sicherungsverwahrte. Insgesamt wurden hier bis Kriegsende etwa 70 000 Menschen eingesperrt; ab Kriegsbeginn wurde ein Teil der Lager auch für Kriegsgefangene genutzt. Die Häftlinge selber nannten sich „Moorsoldaten“ – mussten sie doch im moorigen Emsland harte, körperliche Arbeit verrichten. Einer der prominentesten Häftlinge war der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, der nach seiner Entlassung letztlich auch an den Folgen dieser Haft verstarb.

In Papenburg wird im Dokumentations- und Informationszentrum DIZ (www.diz-emslandlager.de) an diese Lager erinnert. Bekannt ist auch der Friedhof Esterwegen zur Erinnerung an die vielen Toten; hier entsteht zurzeit ein neues Museum.

Die Abfahrt erfolgt am 26. September um 8.30 Uhr am Busbahnhof gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof. Nach der Ankunft gegen 10.30 Uhr sind eine  Führung durch die Ausstellung, ein Gespräch und ein Mittagessen in der „Historisch-Ökologischen Bildungsstätte“ HÖB Papenburg vorgesehen. Nach der Fahrt nach Esterwegen und der Besichtigung eines früheren Außenlagers geht es wieder zurück nach Dortmund. Die Rückkehr erfolgt gegen 19 Uhr.

Die Teilnahme kostet inklusive Fahrtkosten, Programm und Mittagessen 50 Euro. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-14 oder unter www.ibb-d.de.  


Anmeldungen sind möglich online oder per Post oder per Fax unter Nutzung des Anmeldeabschnitts auf dieser pdf-Datei. 

 

07.05.2010

Neue Dauerausstellung eröffnet: Die Wewelsburg - Ein Lernort des IBB

Die Gedenktafel erinnert an die rund 1300 Toten und 3900 KZ – Häftlinge auf dem ehemaligen Appellplatz.
Farbige Sitzpolster kontrastieren den ehemaligen „Obergruppenführersaal“. Fotos: Dieter Knippschild

Zu einer eintägigen Erkundungstour der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg bei Paderborn fuhren 15 Personen – unter ihnen der Leiter des Fachbereichs Jugend  & Schule im IBB, Heiko Hamer - auf Initiative des Dortmunder Erinnerungsportals „ErPort Dortmund“ am 20. April 2010.

Auf der Wewelsburg in der Nähe von Paderborn war just wenige Tage zuvor die neue Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ eröffnet worden. Die Wewelsburg wird regelmäßig von Gruppen des IBB besucht, die sich dort auf eine Fahrt nach Auschwitz vorbereiten.

Die neue Ausstellung wurde in der Süddeutschen Zeitung vom 17./18. April besprochen: „Die neue Ausstellung – die eine lokale Schau aus dem Jahr 1982 ersetzt – zeigt nun eindrucksvoll, wie banal es zuging in der vermeintlichen SS-Burg; gleichzeitig kann man den Mikrokosmos der „Elite“ des Dritten Reiches, der geprägt war von weltanschaulicher Betriebsamkeit, zunehmendem Größenwahn und nicht zuletzt Ausbeutung und Vernichtung, kaum irgendwo besser studieren als hier.“

Zum Umbau der Wewelsburg wurden von 1939 bis 1943 im KZ Niederhagen, dem kleinsten eigenständigen Lager im Deutschen Reich, 3 900 Häftlinge als Zwangsarbeiter eingesetzt von denen mehr als 1 280 starben. Die Häftlinge mussten zudem an ideologisch geprägten baulichen Veränderungen im Dorf arbeiten. Viele Spuren dieser Zeit sind auch heute noch rund um die Gedenkstätte zu finden.

Die Geschichte der Wewelsburg bietet einen idealen Rahmen sowohl die Opfer- als auch die Täterperspektive zu studieren. Jugendliche, Schüler aber auch Multiplikatoren können sich hier in einem Seminar das Thema Nationalsozialismus und insbesondere das SS-System intensiv erarbeiten.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an Heiko Hamer oder telefonisch an die Rufnummer 0231-952096-0. 

 

05.05.2010

10. Regionales Weimarer Dreieck diesmal in der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010

Startschuss für die Bewerbungsfrist: Zum zehnten Mal bringt das Regionale Weimarer Dreieck in diesem Sommer junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen mit Gleichaltrigen aus Frankreich und Polen zusammen. In diesem Jahr geht es vom 22. bis 28. August 2010 ins Ruhrgebiet, in die  Europäische Kulturhauptstadt Ruhr.2010, nach Bochum.

Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks steht auch im zehnten Jahr auf der Basis der engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas-de-Calais in Frankreich und Schlesien in Polen. Teilnehmen können junge Menschen im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, die in NRW wohnen oder aus NRW stammen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) organisiert den Jugendgipfel bereits zum siebten Mal im Auftrag der Staatskanzlei NRW. Für die 15 Teilnehmer entstehen für Programm, Unterkunft und Verpflegung keinerlei Kosten.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

Weitere Informationen und Berichte von den Jugendgipfeln der Vorjahre finden Sie hier. 

20.11.2008

Projekt im Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie

„Hören – Verstehen – Zusammenleben“ heißt der Titel eines neuen Projektes für junge Menschen in Dortmund. Entwickelt hat es das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund als Beitrag für den lokalen Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund. Das Projekt wurde in diesen Tagen bewilligt.

Der lokale Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund – vom Stadtrat beschlossen im Dezember 2007 – soll bestehende Strukturen und Aktivitäten gegen Rechts effektiv vernetzen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielt  im städtischen Handlungskonzept eine wichtige Rolle.

Das IBB freut sich über die Bewilligung der Fördermittel. „Interkulturelle Verständigung ist für das IBB ein Herzensanliegen“, sagt IBB-Geschäftsführerin Elke Wegener, die auf  erfolgreich beendete Projekte unter dem Titel „Aktiv gegen Rechts“ verweist. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun wieder ein Projekt in Dortmund verwirklichen.“

 

Weitere Informationen zum lokalen Aktionsplan finden Sie hier

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