Belarus & Europa

Außenpolitischer Arbeitskreis „Europäische Union

und Belarus in der sich verändernden Welt“

Internationale Konferenz „Europäische Union in

einem geänderten geopolitischen Koordinatensystem“

Die Konferenz setzt Diskussionen der vorherigen Seminare und Treffen fort, die der europäischen Thematik gewidmet waren und die im Laufe von 2002 bis 2007 stattgefunden haben. Die Relevanz der vorgesehenen Besprechung wird von den wesentlichen Veränderungen diktiert, die 2008 sowohl auf der globalen als auch auf der Regionalebene zustande gekommen sind.
Solche Faktoren, wie die Bildung von neuen Polen der ökonomischen und politischen Macht (China, Indien, Russland), die Transformation des Energieweltmarktes, neue Herausforderungen der Weltsicherheit, die Verschärfung des Dialogs zwischen verschiedenen Zivilisationstypen auf der ideologischen Ebene üben einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Europäischen Union aus. Andererseits, entwickelt die EU das Programm der Vereinheitlichung der europäischen Wirtschaft, der sozial-politischen Unterschiede und des Kulturraums weiter.
Es ist offensichtlich, dass diese zwei parallelen Prozesse sowohl auf die innere und äußere EU-Entwicklung, als auch auf die politische, wirtschaftliche, sozial-kulturelle Situation in solchen Nachbarländern, wie Belarus, Moldawien und die Ukraine einwirken.
Den Nachbarn steht bevor, die heutige europäische Situation adäquat einzuschätzen und eigene Interessen und Möglichkeiten mit den Interessen und Möglichkeiten der EU in Einklang zu bringen.
Ungeachtet einer gewissen Zurückhaltung im Bereich der außenpolitischen Kontakte bleibt heutzutage Belarus im Wirkungsbereich der EU und diese Einwirkung verstärkt sich allmählich. Die belarussische Regierung seinerseits hebt immer wieder die Wichtigkeit der Entwicklung der vollwertigen Beziehungen mit dem vereinten Europa hervor.
Wahrscheinlich wird die Annäherung zwischen Belarus und der EU ziemlich lange Zeit  und stufenweise erfolgen. Andererseits braucht die EU selbst die Neuschätzung der Rolle von Ostnachbarn, insbesondere von Belarus, und die Veränderung des Status der neuen Nachbarn mit der Absicht auf die praktische Ausrichtung.
Belarus braucht eine genaue Ausarbeitung von Maßnamen für die Anpassung an die Bedingungen der neuen wirtschaftlichen, sozial-politischen und humanitären Realität mit der Perspektive der engen Kooperation zwischen Belarus und der EU.
In diesem Zusammenhang können als Gegenstand der Diskussionen  mögliche Modelle des ständigen Dialogs zwischen Belarus und der EU auf verschiedenen Ebenen sein.
Eine andere wichtige Motivation  dieser Diskussionen ist die Notwendigkeit der Einbeziehung von Akteuren der Zivilgesellschaft in Belarus in den belarussisch-europäischen Dialog, die Verstärkung ihrer Rolle und die Schaffung von Bedingungen für deren Entwicklung. Einer gesonderten Diskussion bedarf die Idee über die Sonderolle der Bundesrepublik Deutschland bei der Normalisierung und Entwicklung der Beziehungen zwischen Belarus und der EU.

Ziele der Konferenz:
Das Hauptziel der Konferenz ist die Gestaltung des gemeinsamen Dialogs zwischen Vertretern der Expertengemeinschaft in Belarus und Europa sowie den Staatsstrukturen über die neuen Bedingungen und Voraussetzungen für die Zusammenarbeit zwischen der EU und Belarus.

Es wird vorgesehen, ein besonderes Augenmerk auf zwei wichtige Aspekte zu richten: erstens, die Möglichkeiten der  EU zur Bewältigung der immer wieder entstehenden wirtschaftlichen und Finanzprobleme und die Stärkung ihrer Rolle als eines der wichtigsten globalen Akteure; zweitens, nach welchem Szenario werden sich die Beziehungen der EU zu Nachbarländern und insbesondere zu Belarus weiter entwickeln.

Zielgruppen:
Vertreter des Außenministeriums  der Republik Belarus, belarussische Wissenschaftler und internationale Experten, Experten aus Deutschland (2 Personen).

Termin:   3. April
Ort:   IBB Minsk
Finanzierung:  IBB Dortmund

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