Belarus & EuropaMit einem umfangreichen Angebot an Veranstaltungen und Seminaren begleitet die IBB "Johannes Rau" Minsk das Förderprogramm Belarus. Zusätzlich zu den deutsch-belarussischen Einzelprojekten organisiert das IBB bedarfsgerechte Bildungsbausteine für unterschiedliche Zielgruppen. Das IBB verfolgt auch mit diesen Bausteinen die Absicht, die Zivilgesellschaft überparteilich zu fördern und eine europäische Perspektive zu entwickeln. Projekte und Veranstaltungen im Jahr 2011
Veranstaltungen am 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe in BerlinZum 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl ist das IBB am 26. April 2011 mit verschiedenen Veranstaltungen in Berlin präsent. Nach einem Gottesdienst in der Gedächtniskirche wird in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Berlin im Französischen Dom in Berlin eine Gedenkveranstaltung mit Gästen aus Gesellschaft und Politik stattfinden. Hierbei werden auch die Ergebnisse des von der Mercator-Stiftung geförderten Projekts „25 Jahre nach Tschernobyl“ präsentiert. Hierzu gehört auch das mehrmonatige Internet-Projekt von EUStory, an dem sich über 50 Jugendliche aus 19 Ländern beteiligt haben und das im April 2011 mit einem einwöchigen Workshop in Berlin abschließt. Abends gibt es ein Benefizkonzert der Berliner Philharmoniker, das von der Stiftung Berliner Philarmoniker, der Staatskapelle Berlin und IPPNW-Concerts zugunsten von Heim Statt Tschernobyl e.V. und der Stiftung „Kinder von Tschernobyl“ des Landes Niedersachsen durchgeführt wird. Damit soll die politische Ebene in Deutschland sowie die interessierte Öffentlichkeit auf die problematischen Langzeit-Folgen der Tschernobyl-Katastrophe und auf die Leistungen der Solidaritätsbewegung und das Schicksal der Liquidatoren aufmerksam gemacht werden. Zeit: 26. April Fünfte Etappe des Förderprogramms für Belarus (FPB)Das Förderprogramm Belarus der deutschen Bundesregierung wurde erstmals im Jahre 2002 aufgelegt. Die Bundesregierung entschied sich damit, die Arbeit der über 600 deutsch-belarussischen Partnerschaftsprojekte, die sich seit Ende der 1980er Jahre für die Minderung der Folgen von Tschernobyl, die Lösung sozialer und ökologischer Probleme sowie die Verständigung zwischen Deutschland und Belarus einsetzen, durch ein eigenes Programm zu unterstützen. In 2009 begann die fünfte Phase des Förderprogramms Belarus, die 2011 enden wird. Zu den zentralen Zielen des Förderprogramms gehört die Förderung der Zusammenarbeit deutscher und belarussischer Partnerschaftsinitiativen in Bereichen, die in Übereinstimmung mit den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung stehen. Konkret werden insgesamt über 40 gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales, Umwelt und Energie sowie Wirtschaft und regionale Entwicklung unterstützt. Sie leisten einen Beitrag zur Stärkung der Fähigkeit zur Lösung lokaler Probleme durch die Zusammenarbeit von wichtigen Akteuren im Sinne der nachhaltigen Entwicklung sowie zu einem Europa ohne Trennlinien. Zeit: ganzjährig Regionaler Prozess im Rahmen des FPBZu den zentralen Aufgaben des Förderprogramms Belarus gehört es, die Republik Belarus bei der Umsetzung der „Nationalen Strategie für die nachhaltige sozial-ökonomische Entwicklung der Republik Belarus“ zu unterstützen. Zu diesem Zwecke befördert das Förderprogramm die Kooperation zwischen lokalen Behörden, gesellschaftlichen Organisationen und anderen Strukturen (Kirchen, kleines und mittleres Unternehmertum etc.) mit Hilfe regionaler Seminare. Im Rahmen der fünften Phase des Förderprogramms Belarus ist erneut ein Seminarzyklus in jeder Region der Republik Belarus vorgesehen. Schwerpunktthemen bilden dabei insbesondere Strategien der nachhaltigen regionalen Entwicklung durch die Entwicklung von sozialer Partnerschaft und lokalen Gemeinschaften, durch die Förderung von Agro- und Ökotourismus sowie des kleinen und mittleren Unternehmertums, durch die Lösung demographischer Entwicklungsprobleme und die Überwindung ökologischer Probleme sowie die Entwicklung von Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbaren Energiequellen. Zeit: ganzjährig Expertenbegleitung im Rahmen des FPBDie dritte zentrale Säule des Förderprogramms Belarus bildet die Expertenbegleitung, die den regionalen Prozess unterstützen und eine erfolgreiche Umsetzung der geförderten Projekte erleichtern soll. Hierzu werden zum einen entsprechend der vier Förderschwerpunkte thematische Gruppen zum wechselseitigen Erfahrungsaustausch und die Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten gebildet. Hierzu gehören beispielsweise die Durchführung des Sozialen Forums oder des Festivals der informellen Bildung. Darüber hinaus können aktive Teilnehmer des Förderprogramms – zivilgesellschaftliche Organisationen, kirchliche, soziale und Bildungseinrichtungen, lokale Abgeordnete u.a. – individuelle Beratungen, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Studienfahrten und Hospitationen anfragen. Zielgruppe sind Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen nicht-kommerziellen Institutionen, die in den Bereichen Bildung, Soziales, Umwelt und Energie sowie regionale Entwicklung tätig sind. Zeit: ganzjährig Lokale Agenda-Prozesse in BelarusIn Belarus gibt es inzwischen über 100 Lokale Agenda-Prozesse in allen Regionen des Landes. Mit ihrer Hilfe soll eine erfolgreiche soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung lokaler Gemeinschaften unter aktiver Beteiligung der Bürger ermöglicht werden. Um diese Prozesse in Übereinstimmung mit der Nationalen Strategie der nachhaltigen sozio-ökonomischen Entwicklung der Republik Belarus zu fördern und zu erweitern, müssen sie in einen intensiven Erfahrungsaustausch treten und einer breiteren Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht werden. Zu diesem Zwecke wurde in 2011 eine Woche der nachhaltigen Entwicklung mit über 50 nationalen und regionalen Veranstaltungen durchgeführt, die durch die zweite landesweite Lokale-Agenda-Konferenz abgeschlossen wurden. Dank dieser Maßnahmen, die eine hohe Medienaufmerksamkeit erhielten, wurde die Bekanntheit der Lokalen-Agenda-Initiativen in Belarus spürbar gesteigert. In 2011 sollen vor allem die existierenden Beratungskapazitäten ausgebaut und die 2010 durch die UNDP eröffneten Informationszentren betreut werden, um eine erfolgreiche Arbeit der Lokalen-Agenda-Initiativen in Belarus zu gewährleisten und eine bessere Koordination der Maßnahmen zur Unterstützung Lokaler Agenda-Prozesse in Belarus zu erreichen. Zeit: ganzjährig Internationales Seminar„Zwei Jahre des EU-Programms Östliche Partnerschaft für Belarus: Erfolge, Möglichkeiten und Zukunft“Die Idee des Programms Östliche Partnerschaft besteht bekanntlich darin, dass gemeinsame Agenden der Europäischen Union und der Nachbarländer, die der Annäherung und der Entwicklung der Kooperation in allen Bereichen dienen, realisiert werden. In den ersten zwei Jahren seit seiner Deklaration zeigten sich die Möglichkeiten als auch die Grenzen des Programms. Die mit der Beteiligung der Republik Belarus am Programm verbundenen großen Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Allerdings trug die Einladung der Republik Belarus zur Teilnahme am Programm zum politischen Dialog auf höchster Ebene, zur Entwicklung der systemhaften Zusammenarbeit mir der EU, sowie der gemeinsamen fachbezogenen technischen Programme und Projekte bei. Außerdem förderte sie die gesellschaftliche Diskussion über die Zusammenarbeit des Landes mit der EU und diente der Entwicklung und Stärkung von zivilgesellschaftlichen Institutionen. Das Seminar gibt Experten die Möglichkeit, sich über ihre Bewertung der zweijährigen Beteiligung der Republik Belarus am Programm, die Ergebnisse von konkreten Projekten und die inhaltliche Weiterentwicklung der Plattformen auszutauschen. Ort: IBB Minsk Internationale Konferenz„Erfahrungen der Republik Belarus bei der Entwicklung der nationalen Identität des Staates“Eines der wichtigsten Elemente der Herausbildung und Entwicklung von Staatlichkeit ist die internationale Kooperation, wobei die moderne Spezifik dieser Kooperation heutzutage für jeden Staat am meisten durch globale Prozesse bestimmt wird. Die vergangenen 20 Jahre der Unabhängigkeit waren für Belarus dynamisch, schwierig und widerspruchsvoll auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit und der außenpolitischen Selbstbestimmung des Landes. Zum einen erreichte die Republik Belarus deutliche Erfolge, wurde zum vollwertigen Subjekt der internationalen Beziehungen, zum anderen sind genau so deutlich das unrealisierte Potential und neue Möglichkeiten dieser Zusammenarbeit sichtbar geworden. Die drei Panels der Konferenz (Politik, Wirtschaft, Humanitärbereich) sollen der Bestimmung von globalen Tendenzen und Faktoren der internationalen und regionalen Kooperation und der Auswertung der Erfahrungen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der internationalen Zusammenarbeit des Landes dienen. Ort: IBB Minsk Schnell zum ZielDas Förderprogramm ewoca³ geht in die zweite Phase ... Mehr... 25 Jahre nach Tschernobyl. mehr... Die Zukunftswerkstatt in Minsk mehr... fokus: Fortbildungen zur kultursensiblen Öffnung... mehr...
Seit 26 Jahren im Programm: Studienfahrten "Auschwitz mit eigenen Augen ..." mehr Dialog mit der Türkei ...mehr IBB "Johannes Rau" Minsk
Partnerschaftskonferenz 2011 in Minsk mehr... Arbeitsschwerpunkte und Projekte mehr ... Die Zeitschrift Belarus Perspektiven... mehr
Das Europäische Tschernobyl - Netzwerk mehr... |