So schön war der 9. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks 2009 in Polen

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) hatte den Jugendgipfel bereits zum sechsten Mal im Auftrag der Staatskanzlei NRW organisiert.Ein Höhepunkt des trilateralen Treffens, das die EU-Regionen NRW, Nord-Pas de Calais und Schlesien seit neun Jahren in jedem Sommer reihum organisieren, war eine Diskussion mit hochkarätigen  Politikern aus allen drei Regionen über die Bedeutung von Grenzen und Abgrenzungen, sowie über Chancen der Vielfalt und der Integration in Europa.  Zuvor hatten sich die jungen Franzosen, Deutschen und Polen in Workshops und Seminaren sowohl mit der geschichtlichen Bedeutung der Grenzen im zusammenwachsenden Europa als auch mit ihren eigenen unterschiedlichen Wahrnehmungen von (Staats-) Grenzen im Alltag auseinander gesetzt. Im Rope Park – einem Hochseilgarten – hatten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem Gelegenheit, beim Klettern ihre eigenen Grenzen auszutesten.  Die Reise in die rund 1000 Kilometer entfernte ehemalige Bergbauregion Schlesien, zu der Nordrhein-Westfalen traditionell enge Kontakte pflegt, vermittelte den Schülern, Studenten und Berufsanfängern daneben auch viele interessante Einblicke in den Alltag in Polen. Bei einer historischen Stadtführung durch Bielsko / Biala und bei Ausflügen in die benachbarten Städte – in der tschechischen und slowakischen Grenzregion – konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst einen Eindruck vom gesellschaftlichen Wandel verschaffen. In der Stadt Zywiec (ehemals Saubusch) folgten die 17- bis 23-jährigen auch multiethischen Spuren, indem sie ehemals deutsche Wohnviertel besichtigten und sich über die Geschichte der Vertreibung ehemals polnischer Bewohner informierten. Neben den vielen Diskussionen und Exkursionen bot auch das Freizeitprogramm noch genügend Raum für gemeinsame Aktivitäten. Zum Abschluss präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form einer Foto-Ausstellung zum Thema „Grenzen überwinden“.


„Es war eine wirklich gut geplante und erfolgreiche Woche“, lobte einer der mit 17 Jahren jüngsten Teilnehmer. „Es war einfach super!“, lobte eine andere Teilnehmerin.

Unter 50 Bewerbern aus ganz Nordrhein-Westfalen hatte das IBB im Auftrag der Staatskanzlei 15 junge Frauen und Männer ausgewählt. Sie kamen aus Aachen, Altenberge, Bergkamen, Bocholt, Dülmen, Düren, Geilenkirchen, Hagen, Inden, Köln, Menden, Meschede und Würselen.  

Der zehnte Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks wird pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 im Sommer des nächsten Jahres junge Gäste aus Frankreich und Polen in Nordrhein-Westfalen zusammenbringen.

Den Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin finden Sie hier.

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