Europäisches Netzwerk Tschernobyl (ECN) gegründetAm 21. November 2010 wurde in Dortmund das Europäische Tschernobyl-Netzwerk ECN (European Chernobyl Network) gegründet. Das Ziel dieses Netzwerks ist es, gemeinsame Gedenkaktionen zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe zu koordinieren und langfristig weitere Bereiche der Zusammenarbeit zu erschließen. Es ist das erste Mal, dass europäische Organisationen der Tschernobyl-Arbeit sich zusammenschließen, um gemeinsame Aktivitäten durchzuführen. Auf dem Treffen wurden bereits erste Kooperationsprojekte zum 25. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe vereinbart. Eine Kerzenaktion soll am Vorabend der Katastrophe in europäischen Hauptstädten und weiteren Orten gleichzeitig stattfinden. Außerdem wurde ein Bildugsprojekt für Schulen besprochen, das gleichzeitig mit einer Fundraising-Aktion für Tschernobyl-Initiativen verbunden ist. Das Netzwerk ist offen, neue Organisationen sind herzlich willkommen. Die Arbeitssprache ist Englisch. Für eine Liste der teilnehmenden Organisationen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das IBB (Ansprechpartnerin Sabrina Bobowski) unter der Rufnummer 0231-952096-0. Bildtext-Information: In Dortmund hat sich das Europäische Tschernobyl Netzwerk (European Chernobyl Network) gegründet. Die Gründungsmitglieder kommen aus den Niederlanden, Großbritannien, Irland, Österreich, Belgien, Belarus, Spanien, Frankreich und Deutschland. Das IBB-Büro koordiniert zusammen mit dem irischen Partner, der für die Website verantwortlich ist, bis auf weiteres die Arbeit. Foto: IBB / Mechthild vom Büchel 08.11.2011 European Network tagt vom 3. bis 6. November 2011 in SchwerteDie Erinnerung an den Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 wollen Vertreter der Hilfsinitiativen in den kommenden Jahren mit europaweiten Tschernobyl-Wochen jeweils zum Jahrestag der Katastrophe am 26. April wach halten: Diesen Plan fassten rund 80 Vertreter von Initiativen aus Deutschland, der Ukraine, Belarus, Spanien, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden bei einem Netzwerktreffen am Wochenende (5. und 6. November 2011) in Schwerte, zu dem das IBB Dortmund eingeladen hatte. Symbolische Kerzenaktionen und Zeitzeugen-Gespräche Symbolische Kerzenaktionen und Zeitzeugen-Gespräche sind das verbindende Element der Aktivitäten. Das IBB Dortmund organisiert auf Wunsch die Anreisen von Zeitzeugen aus der Ukraine, Belarus und Japan, die 1986 bzw. 2011 als Einsatzkräfte oder Umsiedler unmittelbar betroffen waren. „Unser Ziel lautet: Erinnern für eine gemeinsame Zukunft. Tschernobyl und Fukushima dürfen nicht vergessen werden“, sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund. „Heute können wir noch Zeitzeugen befragen. Es ist offen, ob dies in zehn Jahren auch noch möglich sein wird.“ Zeitzeugen vermitteln lebhaften Eindruck von den Ereignissen 1986 Überaus positive Erfahrungen mit Zeitzeugen-Gesprächen hatte das IBB Dortmund bei der Wanderausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen – Orte – Solidarität“ gesammelt, die vom 7. Januar bis 11. November 2011 in 49 Städten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden gezeigt wurde bzw. wird. Rund 42 000 Menschen besuchten die Ausstellung. Rund 870 Schülergruppen sprachen mit Zeitzeugen. Gerade junge Menschen gewannen eine lebhafte Vorstellung von der Dramatik der Ereignisse vor 25 Jahren und erfuhren von den Folgen, unter denen Einsatzkräfte und Bewohner der verstrahlten Regionen bis heute leiden. Erfahrungsaustausch im Netzwerk Die Tschernobyl-Wochen werden dezentral organisiert von lokal engagierten Gruppen. Zeitzeugen-Gespräche und Kerzenaktionen können ergänzt werden durch Benefiz-Konzerte, Vorträge, Ausstellungen oder Filmvorführungen. Ein enger Erfahrungs- und Ideenaustausch erfolgt im European Chernobyl Network (ECN), das auf Initiative des IBB Dortmund 2010 gegründet worden war. Terminwünsche für Zeitzeugen-Besuche jetzt melden Das IBB Dortmund erbittet konkrete Terminwünsche für Zeitzeugenbesuche bis zum 15. Dezember 2011 unter der Rufnummer 0231-952096-0 bzw. per E-Mail an info@ibb-d.de. Weitere Informationen auch unter www.ecnchernobyl.eu. Zeitzeugen-Arbeit des IBB Dortmund wurde im Oktober prämiert: Für das Projekt „Zeitzeugen-Gespräche zur Deutschen Einheit“ hatte das IBB Dortmund jüngst in Bonn den „einheitspreis 2011 – Bürgerpreis zur Deutschen Einheit“ erhalten, den die Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen hat. Unser Foto zeigt die Kerzenaktion am 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Minsk, die schon in diesem Jahr Nachahmer gefunden hatte in mehreren Städten Deutschlands (u. a. in Berlin) und Spaniens. Archiv-Foto: IBB / Evgenij Pomytkin Die Presseinformation zum Download finden Sie hier. Schnell zum ZielJetzt bewerben zum 13. Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks...mehr Förderprogramm Belarus mehr... fokus²: Die Fortbildungen zur kultursensiblen Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen gehen in die zweite Phase mehr...
Das Förderprogramm ewoca³ in der zweiten Phase ... Mehr... Die Zukunftswerkstatt in Minsk mehr... Seit 27 Jahren im Programm: Studienfahrten "Auschwitz mit eigenen Augen ..." mehr Dialog mit der Türkei ...mehr IBB "Johannes Rau" Minsk Geschichtswerkstatt Minsk Arbeitsschwerpunkte und Projekte mehr ... Die Zeitschrift Belarus Perspektiven... mehr
Das Europäische Tschernobyl - Netzwerk mehr... |