Hier finden Sie alle Presseinformationen des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund in der Reihenfolge Ihres Erscheinens. Bei allen Fragen, Foto- oder Interview-Wünschen, nehmen Sie einfach kurz mit uns Kontakt auf per E-Mail an Pressebüro vom Büchel oder telefonisch unter der Rufnummer 0231-6901041.
Nur noch wenige Plätze sind frei bei der Studienfahrt in die Kulturhauptstadt Istanbul, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund e. V. (IBB) vom 24. bis 30. Oktober 2010 anbietet.
Die türkische Metropole auf zwei Kontinenten präsentiert sich als Schmelztiegel zwischen Tradition und Moderne. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 steht Istanbul im Zeichen der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten zeigt die Studienfahrt das neue Istanbul mit Kunstinstallationen zu Wasser und zu Lande. Das Museum „Istanbul Modern“, die modernste Moschee der Türkei - auf der asiatischen Seite von einer Architektin erbaut - und alternative Künstler- und Designer-Viertel wie Galata und Kuzguncuk sind weitere Stationen. Auf der Kunstroute durch Tophane werden die Besucher mit jungen Künstlern in Kontakt kommen und Istanbul als Mega-Metropole und Avantgarde-Stadt erleben. Umso größer ist dann der Gegensatz beim Besuch traditioneller Stadtviertel wie Eyüp mit Moscheen und religiösen Stätten.
Die Teilnahme kostet 855 Euro inklusive Flug ab Düsseldorf, Unterkunft und Programm. Anmeldungen sind möglich bis zum 30. Juli 2010. Anmeldungen und nähere Informationen beim IBB unter www.ibb-d.de oder unter der Rufnummer 0231-952096-0.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Eine Woche voller Überraschungen und ungewöhnlicher Begegnungen organisiert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) vom 22. bis 28. August 2010 für 45 junge Leute aus Frankreich, Polen und Deutschland. Auf Einladung der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei erleben sie beim zehnten Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks RUHR.2010. „Grenzen überschreiten - Kultur verbindet“ heißt das Programm, bei dem die jungen Leute das Ruhrgebiet mit anderen Augen sehen werden. Einige Plätze sind noch frei. Interessenten im Alter von 17 bis 23 Jahren können sich noch formlos beim IBB bewerben.
Aufgeteilt in vier Gruppen werden sie die Geschichte des Ruhrgebiets bis ins Mittelalter zurückverfolgen und am Beispiel eines historischen Kriminalfalls die Entwicklung von der Ritterzeit bis zur postindustriellen Phase nachvollziehen. Eine zweite Gruppe widmet sich der Wohnkultur und betrachtet Bergmannssiedlungen, Gartenstadtviertel wie die historische Margarethenhöhe in Essen aber auch die Villa Hügel als verborgenes Paradies. Die Heldenkultur ist das Thema einer dritten Gruppe, die bei Interviews in den Fußgängerzonen aber auch in der Schalke-Arena und im Schalke-Museum in Gelsenkirchen die persönlichen wie gesellschaftlich anerkannten Helden kritisch unter die Lupe nimmt. Eine weitere Gruppe wird schließlich die Beeinflussung von Kunst und Kultur am Beispiel des Weltkulturerbes, der Zeche Zollverein, betrachten und das Kunstprojekt Ruhr-Atoll mit Paddelbooten erkunden. „Wir folgen dabei einem erweiterten Kulturbegriff, der neben der etablierten Kultur auch die Alltagskultur kritisch in den Blick nimmt“, schildert Hildegard Azimi-Boedecker, Referentin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB. Interessanter Anknüpfungspunkt für die Telnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, Frankreich und Deutschland ist immer auch die gemeinsame Bergbaugeschichte der drei Regionen.
Ausgehend von ihrem Standort im Bochumer Bermuda-Dreieck werden die jungen Leute Essen, Herne, Hattingen, Gelsenkirchen und Mülheim erkunden und dabei die Ausstellungen „Aufruhr 1225!“ in Herne, das Bergbaumuseum in Bochum, die Emscher-Kunst-Inseln, die Henrichshütte in Hattingen und die Ausstellungen der Zeche Zollverein in Essen besuchen.
Neben so viel ernster Beschäftigung gibt es auch Verschnaufpausen, die sich zum Beispiel hinter dem Programmtitel „go red and white“ (gemeint ist die Auszeit bei „Pommes rot-weiß“ und Currywurst) verbergen sowie eine Kanutour auf der Ruhr und gemeinsame Abende im Bermudadreieck. Am fünften Tag der Jugendbegegnung steht eine Begegnung mit ehemaligen Jugendgipfel-Teilnehmern auf der Agenda. Und für den sechsten Tag schließlich ist ein offizieller Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei geplant unter anderem mit einem Vertreter der Düsseldorfer Landesregierung, mit Francoise Dall, Vertreterin des Conseille Regionale der Region Nord-Pas-de-Calais und einem Vertreter des schlesischen Marshalls der Woiwodschaft Schlesien.
Alle Erlebnisse und Ergebnisse werden diesmal auf einer neuen Website zusammengefasst.
Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks steht auch im zehnten Jahr auf der Basis der engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas-de-Calais in Frankreich und Schlesien in Polen.
Teilnehmen können junge Menschen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren, die in NRW wohnen oder aus NRW stammen. Für die 15 Teilnehmer entstehen für Programm, Unterkunft und Verpflegung keinerlei Kosten. Eine Anmeldegebühr in Höhe von 100 Euro wird bei tatsächlicher Teilnahme erstattet.
Kurze, formlose Bewerbungen nimmt das IBB noch bis zum 30. Juli entgegen. Bewerbungen müssen folgende Angaben enthalten: Name, Alter, Adresse, Schullaufbahn, evt. beruflicher Werdegang, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und der Bezug zu NRW. Das wichtigste jedoch sind starke Argumente für die Teilnahme – denn erfahrungsgemäß melden sich weit mehr als 15 Bewerber an. Pflicht für die ausgewählten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen in Dortmund.
Alle Kontaktdaten auf einen Blick:
IBB Dortmund, Bornstraße 66, 44145 Dortmund, Tel: 0231-952096-0 E-Mail: info@ibb-d.de
oder azimi@ibb-d.de.
Landkarte von StepMap

- Die Delegation in der türkischen Region Trabzon.

- Ein Blick auf die Bucht im Schwarzen Meer.

- Die Sardelle, das Maskottchen der Stadt.
Mit vielen Eindrücken und konkreten Ideen für den Aufbau des geplanten Jugend- und Fachkräfte-Netzwerks zwischen Dortmund und Trabzon kehrte eine Delegation des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e. V. in Dortmund (IBB) vor wenigen Tagen von der türkischen Schwarzmeerküste zurück. Für die erste deutsch-türkische Jugendbegegnung im Oktober 2010 in Trabzon schmiedeten die Fachkräfte aus der Jugendarbeit gleich Pläne.
Die 220 000 Einwohner-Stadt Trabzon am östlichen Schwarzen Meer, Heimatregion vieler Zuwanderer in Dortmund, präsentierte sich den Fachkräften während ihrer sechstägigen Exkursion als traditionsreich, fußballbegeistert und aufgeschlossen: Die Hafenstadt lebt vom Handel mit Georgien, Russland und Westeuropa und von seinen Tee- und Haselnussplantagen. Gerade werden die jüngsten Erfolge des Fußballvereins 1868 Trabzonsport gefeiert. „Trabzons junge Bevölkerung ist auf dem Weg nach Europa“, berichtete Hildegard Azimi-Boedecker, Fachreferentin des IBB und Organisatorin der Fachkräfte-Exkursion nach ihrer Rückkehr, „und sehr interessiert an einer engen Zusammenarbeit mit Dortmund.“
Für die Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt Dortmund, der Arbeiterwohlfahrt, der Albert-Schweitzer-Realschule, des Trabzoner Kulturvereins in Dortmund, des Treffpunktes Stollenpark, der Beratungsstelle Westhoffstraße und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) Dortmund hatte das IBB ein anspruchsvolles Programm organisiert: Ein Planungsworkshop im STK-Zentrum - einer landesweit arbeitenden Nichtregierungsorganisation (NGO) - führte potentielle Projektpartner zusammen, eine Tagesexkursion in die Region sowie Besuche verschiedener Jugendhilfeeinrichtungen, in Schulen und in der Dorfgemeinschaft von Ugurlu vermittelten einen umfassenden Eindruck vom kulturellen Erbe und von der sozialen Lage der Region.
Freundlich und warmherzig empfangen wurde die Delegation durch den Gouverneur des Velayates, Dr. Recep Kizılcık, den Leiter des Generaldirektorates für Jugend und Sport Serif Özgür, den Abteilungsleiter des Erziehungsministeriums, Orhan Genç und durch Bürgermeister Dr. Orhan Fevzi Gümrükçüoğlu. Die fachkundigen Besucher aus Dortmund überreichten symbolisch einen BVB-Ball und das geflügelte Nashorn an die Gesprächspartner und erfuhren auch von politischer Seite Unterstützung auf allen Ebenen. Auch in zwei Gymnasien war ein Besuchsprogramm organisiert.
Vom 11. bis 17. Oktober 2010 sollen zwölf deutsche und türkische Jugendliche aus Dortmund nach Trabzon reisen: Die „Scouts“ aus den Einrichtungen der Delegationsmitglieder sollen später als „Botschafter“ beider Regionen fungieren und weitere Treffen vorbereiten und initiieren. Das Ziel ist, Vorurteile abzubauen, die gegenseitigen Herkunftsregionen, Kulturen und Traditionen besser kennen zu lernen und das Zusammenleben zu fördern. Beteiligt sind auf türkischer Seite unter anderem das Uni-Radio Trabzon, die Umweltorganisation TEMA, die Straßenfußballliga sowie das Theater- und Kulturhaus Trabzon. Hauptpartner auf türkischer Seite ist das unter dem Direktorat für Jugend und Sport arbeitende Trabzoner Jugendcenter, Trabzon Genclik Merkezi, unter der Leitung von Esra Alemdaroglu.
Das Land NRW unterstützt im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplanes den Aufbau des Jugendnetzwerks, den das IBB im Auftrag organisiert.

Startschuss für die Bewerbungsfrist: Zum zehnten Mal bringt das Regionale Weimarer Dreieck in diesem Sommer junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen mit Gleichaltrigen aus Frankreich und Polen zusammen. In diesem Jahr geht es vom 22. bis 28. August 2010 in die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 und zwar nach Bochum.
Das Thema des trilateralen Jugendgipfels heißt „Grenzen überschreiten - Kultur verbindet“. Aus Anlass des kleinen Jubiläums werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Workshop Webdesign eine Website zum Jugendgipfel 2010/2011 erstellen und mit „Zeitzeugen“ der Jugendgipfel 2004 und 2006 ins Gespräch kommen.
In Diskussionsforen, Seminareinheiten und während zahlreicher Themen- Exkursionen unter dem Motto „Past, Presence and Future“ beschäftigen sich die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 und kommen mit prominenten Politikern ins Gespräch. Die Teilnahme am Jugendgipfel ermöglicht neben der Erfahrung „Kultur und Ruhr.2010 aus Jugendperspektive“ auch exklusive Einblicke in den Alltag, das Denken und die politischen Haltungen der europäischen Nachbarn aus Polen und Frankreich. Wohnen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übrigens in einem Jugendhotel im so genannten „Bermuda-Dreieck“ in Bochum.
Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks steht auch im zehnten Jahr auf der Basis der engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas-de-Calais in Frankreich und Schlesien in Polen. Teilnehmen können junge Menschen im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, die in NRW wohnen oder aus NRW stammen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) organisiert den Jugendgipfel im Auftrag der Staatskanzlei NRW. Für die 15 deutschen Teilnehmer entstehen für Unterkunft und Verpflegung keinerlei Kosten. Eine Anmeldegebühr in Höhe von 100 Euro wird bei tatsächlicher Teilnahme erstattet. Bewerbungsschluss ist am 30. Juni 2010.
Kurze, formlose Bewerbungen nimmt ab sofort das IBB entgegen. Bewerbungen müssen folgende Angaben enthalten: Name, Alter, Adresse, Schullaufbahn, evt. beruflicher Werdegang, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und der Bezug zu NRW. Das wichtigste jedoch sind starke Argumente für die Teilnahme – denn erfahrungsgemäß melden sich weit mehr als 15 Bewerber an. Pflicht für die ausgewählten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen ist die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen Anfang Juni in Dortmund.
Alle Kontaktdaten auf einen Blick:
IBB Dortmund, Bornstraße 66, 44145 Dortmund, Tel: 0231-952096-0 Mail: info@ibb-d.de oder azimi@ibb-d.de.

- „Herzlich willkommen am Kindertreff“ stand mit bunten Wimpeln am neuen Kinder- und Jugendzentrum an der Bornstraße, das nach den Sommerferien seinen Betrieb aufnehmen soll. Seit Freitag hängt dort der Richtkranz. Glückwünsche überbrachten Eleonora Faust (2.v.l.) und Bezirksbürgermeister Siegfried Böcker (4.v.l.). Im Kreis der Vorstandsmitglieder des IBB und des Vereins Vita sowie der Nachbarn und Bauleute wurde das Richtfest traditionell gefeiert. Foto: Stephan Schütze / IBB
Der Richtkranz weht seit Freitag, 30. April 2010, über dem neuen Kinder- und Jugendzentrum Vita an der Bornstraße in der Dortmunder Nordstadt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, an diesem Ort mit Hilfe von Bildungslotsen und einem engagierten Programm die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus der Nordstadt zu verbessern“, sagte Matthias Tümpel, Vorsitzender des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) in Dortmund anlässlich des Richtfestes. „Das IBB schlägt eine Brücke zu den Menschen in der Dortmunder Nordstadt.“
Gefeiert wurde das Richtfest am Freitag (30.4.) im großen Rahmen zusammen mit Nachbarn, Vereinsmitgliedern und im Beisein von Bezirksbürgermeister Siegfried Böcker und Landtagskandidatin Eleonora Faust. „Wir können an diesem Ort unsere Arbeit für Kinder und Jugendliche aus zwölf Ländern erweitern und verbessern“, freute sich Valentina Grebenjuk, Vorsitzende des Kultur- Sport- und Freizeitvereins Vita e.V., dessen Kindergruppe gleich auf der Baustelle eine Kostprobe ihres Könnens gab. „Dieses Zentrum wird die Dortmunder Nordstadt positiv bereichern“, sagte Bezirksbürgermeister Böcker.
Auf drei Etagen und rund 250 Quadratmetern entsteht ein Integrationszentrum für Kinder und Jugendliche als Gemeinschaftsprojekt des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) in Dortmund und des 2003 gegründeten Kultur-, Sport- und Freizeitvereins Vita e. V. in Dortmund.
Nach den Sommerferien soll das Integrationszentrum seinen Betrieb aufnehmen. Geplant sind eine Kunstakademie für Kinder und Jugendliche, eine Werkstatt zur beruflichen Orientierung, eine Schachschule, ein Kindertheater, eine Computerwerkstatt, sowie Räume für Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Lese- und Sprachförderung, Tanzgruppen, Logikkurse, Freizeitangebote sowie Elterninfoabende. Ein Jugend- und Elterncafé rundet das Angebot des Integrationszentrums für die Dortmunder Nordstadt ab.
Jörg Stüdemann, Kämmerer und Kulturdezernent der Stadt Dortmund, ließ die Projektträger wissen: „Die Stadt Dortmund freut sich außerordentlich darüber, dass hier für Integration, Bildung und Kultur ein gemeinsamer Raum entsteht. Dies ist nur durch das Engagement vieler Unterstützerinnen und Unterstützer möglich geworden. Gleichberechtigte Bildungschancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu schaffen, ist für Dortmund, die Region, vor allem aber für die eigene Zukunftsgestaltung der Kinder und Jugendlichen selbst von enormer Bedeutung.“ Eleonora Faust, Landtagskandidatin der CDU, lobte begeistert „die supertolle Idee“: „Es liegt manchmal an uns, ob wir aus den Steinen, die uns scheinbar im Weg liegen, Mauern bauen oder Brücken. Die Nordstadt wird durch diese Einrichtung bunter.“

- Das Programm für die Veranstaltungsreihe "25 Jahre nach Tschernobyl" präsentierten am Freitag in Dortmund (v.l.): Dr Astrid Sahm (IBB "Joahnnes Rau" Minsk), Peter Junge-Wentrup (IBB Dortmund), Swetlana Margolina aus Minsk, Gabriele Woidelko (Eustory) und Ljubov Negatina. Foto: IBB
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) Dortmund und die Stiftung Mercator initiieren eine europaweite Veranstaltungsreihe zum Thema „25 Jahre nach Tschernobyl – Wege zu einer transnationalen Erinnerungskultur“. Ziel ist es, die mit Tschernobyl verbundenen Fragen im europäischen Gedächtnis zu verankern. Das gaben IBB Dortmund und Stiftung Mercator am Freitag in Dortmund bekannt. Die Veranstaltungsreihe startet in diesen Tagen, am 23. und 24. April 2010, mit einem Vernetzungstreffen der deutschen und europäischen Tschernobyl-Initiativen in Dortmund und endet am 26. April 2011 in Berlin.
Die Veranstaltungsreihe widmet sich den drei Schwerpunkten Menschen, Orte, Solidarität. Sie dokumentiert erstmals systematisch Lebensgeschichten von Zeitzeugen (unter anderem von den mehr als 600 000 so genannten Liquidatoren), die Geschichte der mehr als 400 vernichteten Dörfer und die Entwicklung der europaweiten Solidaritätsbewegung.
„Tschernobyl ist für uns nicht nur ein Synonym für die grausamen Folgen des bisher größten Unglücks in der zivilen Nutzung der Atomenergie“, sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH bei der Vorstellung des Projekts am Freitag in Dortmund. „Der Supergau 1986 markiert auch die Energiewende und den Beginn einer einzigartigen europäischen Solidaritätsbewegung.“ Ein lebendiges Netzwerk von Partnerschaftsinitiativen aus Deutschland, Italien, Irland, Großbritannien, Polen und den Niederlanden unterhält enge Kontakte nach Osteuropa und organisiert grenzüberschreitend Projekte– weit mehr als die Erholungsaufenthalte für rund 8000 Tschernobyl- Kinder jedes Jahr.
„Die Katastrophe von Tschernobyl hat auf dramatische Weise verdeutlicht, dass Umweltkatastrophen keine Länder- und keine ideologischen Grenzen kennen. Wir unterstützen diese Veranstaltungsreihe deshalb gern, weil sie in Zeiten des Klimawandels ins Bewusstsein ruft, wie interdependent Europa bei Umwelt- und Energiesicherheitsfragen ist“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Die Stiftung Mercator mit Sitz in Essen stellt für die Veranstaltungsreihe 350 000 Euro zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagte Gabriele Woidelko, Geschäftsführerin von Eustory, „denn es ist uns ein zentrales Anliegen gerade die junge Generation mit Fragen der Geschichte für Aufgaben in ihrer Gegenwart zu sensibilisieren.“ Eustory leistet mit einer Studienreise und einem Internet-Seminar einen Beitrag zur Dokumentation von Erinnerungsorten überall in Europa.
Die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk hat bereits damit begonnen, Zeitzeugen-Gespräche mit den überlebenden Liquidatoren aufzuzeichnen, um sie für die nachfolgenden Generationen festzuhalten. „Die Folgen der Katastrophe sind in Belarus bis heute schmerzlich spürbar und überall präsent“, weiß Dr. Astrid Sahm, Direktorin der IBB „Johannes Rau“.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) und die Stiftung Mercator führen die Reihe in Kooperation mit dem europäischen Verein EUSTORY sowie der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk durch.
Im Pressegespräch am Freitag präsentierte das IBB erste aktuelle Dokumente, die wir hier zum Download bereitstellen:
Themenkomplex Menschen: Erinnerungen des Liquidators Nikolai Masalski
Themenkomplex Menschen: Erinnerungen des Liquidators Vladimir Senjow
Themenkomplex Orte: Erinnerungen der Zeitzeugen Klaudia Woronez
Themenkomplex Solidarität: Das Kindererholungsheim Nadezhda
Foto 1: Orte
Foto 2: Orte
Foto 3: Orte
Foto 4: Menschen: Nikolai Masalski
Foto 5: Menschen: Vladimir Sednjow
Foto 6: Solidarität:: Nadezhda-Arztbesuch
Foto 7: Solidarität:: Nadezhda-Außenansicht
Foto 8: Solidarität:: Nadezhda-Kinder
Foto 9: Solidarität:: Nadezhda- Werkstatt
In die Kulturhauptstadt 2010, nach Istanbul, führt die siebentägige Studienreise „Istanbul alternativ“, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund von Sonntag, 20. Juni 2010, bis Samstag, 26. Juni 2010 anbietet.
Die Reisegruppe wird die türkische Metropole zu Lande und zu Wasser erkunden. Abseits der üblichen Touristenpfade begegnen die Teilnehmer Künstlerinnen und Künstlern, die sich bewusst abgrenzen vom etablierten
Kulturhauptstadt-Event. Das Besichtigungsprogramm verspricht unter anderem Einblicke in die Süleymaniye Moschee und die Blaue Moschee, in den Topkapi-Palast und ins Derwisch-Kloster in Galata.
Besuche des Musikprojekts Karawane 2010, des Großen und des Ägyptischen Basars oder des Pina-Bausch- Tanztheaters können auf Wunsch ermöglicht werden. Bootsfahrten und Rundgänge vermitteln einen lebhaften Eindruck vom Alltag in der 14-Millionen- Metropole.
Die Teilnahme kostet 850 Euro inklusive Flug ab Düsseldorf, Hotelunterkunft und Programm.
Anmeldungen sind noch möglich unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
„Erfurt weiblich“ heißt die Studienfahrt nur für Frauen, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) vom 27. bis 29. März 2010 anbietet.
Bei einer Führung durch die Stadt, die sich um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe bemüht, bei einem Besuch im Haus der Bauhaus-Schülerin Margaretha Reichardt sowie bei Begegnungen mit der evangelischen Ordensgemeinschaft Casteller Ring und der evangelischen Pröpstin und bei einem Besuch der „Alten Synagoge“ werden Gegenwart und Geschichte aus weiblichem Blickwinkel betrachtet. „Wie präsentiert sich Erfurt aus weiblicher Sicht ?“ und „Wie hat sich die Kultur von und für Frauen in 20 Jahren deutscher Einheit verändert?“, lauten Fragen, die auf dieser Studienfahrt gestellt werden dürfen.
Die Teilnehmerinnen übernachten im Augustinerkloster, in dem einst Martin Luther lebte.
Anmeldeschluss für die dreitägige Bahnreise von Samstag früh bis Montagabend ist bereits am 16. Februar 2010. Nähere Informationen und Anmeldungen ab sofort unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Zwei Bildungsurlaube speziell für Motorradfahrer bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund im September 2010 an.
Tour 1 „Den Osten erfahren I“ führt vom 5. bis 11. September 2010 vom Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien über Bautzen und Eisenhüttenstadt in den Spreewald. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Geschichte und aktuelle Probleme der ehemaligen DDR-Städte in kompetenten Führungen und spannenden Begegnungen kennen lernen. Ein Besuch in Bautzen als Symbolort des DDR-Unrechts steht ebenso auf dem Programm wie eine Beschäftigung mit dem Braunkohleabbau und ein Besuch der internationalen Bauausstellung Fürst- Pückler- Park. Die Teilnahme kostet 575 Euro.
Die Fahrt „Den Osten erfahren II“ führt vom 12. bis 18. September 2010 ins Erzgebirge und die Sächsische Schweiz. Eine Stippvisite im Motorrad- und Zweiradwerk Zschopau betrachtet Geschichte und Mythos der Fertigungsstätte.
Erfolgsgeschichten – wie die des FC Erzgebirge Aue und der Meißener Porzellanfabrik - werden eingehend betrachtet. Um die Alte Salzstraße Sayda – Litvinov geht es als Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Gespräche mit politischen Vertretern in Chemnitz und einem Agenda- Beauftragen in Pirna vermitteln einen Eindruck von der aktuellen Situation.
Die Teilnahme kostet 595 Euro. Beide Fahrten sind in Hessen und NRW als Bildungsurlaub anerkannt. Anmeldeschluss ist am 20. Juni 2010.
Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.

- Am Eingang der Gedenkstätte Chatyn steht der Schmied Jossif Kaminski, der seinen toten Sohn trägt. Am 22. März 1943 wurde das Dorf Chatyn niedergebrannt.

- Die Figurenreihe symbolisiert den Gang zum Erschließungsplatz im ehemaligen Minsker Ghetto.

- Leonid Lewin, 73, steht für eine Kunst gegen den Krieg.
Das Lebenswerk des belarussischen Künstlers und Gedenkstätten-Architekten Leonid Lewin steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, in Berlin eröffnet wird. Die Ausstellung ist eine Kooperation des IBB Dortmund mit der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund.
Staatssekretär Michael Mertes eröffnet die Ausstellung am 27. Januar 2010 um 18.30 Uhr in der NRW-Landesvertretung in Berlin-Tiergarten.
Lewin, 73, Träger des Leninpreises der Sowjetunion und des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, hat mehr als 20 preisgekrönte Gedenkstätten in Belarus und anderen Staaten der GUS gestaltet. Sein künstlerisches Wirken gilt vielen als Basis einer europäischen Erinnerungskultur.
Im kritischen Kontrast zum Sowjetischen Realismus und zur viele Jahre verordneten Glorifizierung des Zweiten Weltkriegs in Belarus als dem „Großen Vaterländischen Krieg“ hat Lewin seit den 60er Jahren Orte der Erinnerung geschaffen, die mit einfachen Mitteln die Tragödie des Krieges und des Holocaust erfahrbar machen. Für die 1969 eröffnete Gedenkstätte Chatyn erhielt er 1970 den Leninpreis.
„Ein gutes, modernes Denkmal sollte Information, Ausdruck und Sinn vermitteln“, beschreibt Lewin den eigenen hohen Anspruch. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion seien viele Kriegsdenkmäler aufgestellt worden, die mit gigantischen Ausmaßen Besucher beeindrucken wollen und dabei bedrohlich wirken. „Aber diejenigen, die als Kunstwerke gelten können, die einen berühren und zum Nachdenken bringen, lassen sich buchstäblich an einer Hand abzählen“, resümierte Lewin bereits 2008 im Interview mit der Autorin des Buches „Architektur als Gratwanderung“ Dr. Astrid Sahm, Direktorin der IBB „Johannes Rau“ in Minsk. „Ich möchte, dass der Besucher die Tragödie durchlebt, an deren Ort er gekommen ist. Wenn er die Gedenkstätte verlässt und vergisst, was er dort gesehen hat, dann habe ich mein Ziel verfehlt.“
Mit dem Blick eines in Belarus lebenden Künstlers hält Lewin die Erinnerung an die Opfer wach: Das Denkmal für die ermordeten Juden an der Minsker Jama (Grube) zeigt die Opfer als Bronzefiguren, die als gesichtslose Schatten die Treppe zur Grube hinunter gehen. Sein Denkmal für alle ermordeten Kinder der Kriege in Krasnyj Bereg stellt ein Segelboot und Kinderbilder als Zeichen für immer verlorener Kinderträume in den Mittelpunkt. Die Erinnerung an das Konzentrationslager Stalag Nr. 342 in Molodetschno ist von außen als bedrohlich massiver Betonblock angelegt und eröffnet erst hinter den Mauern den Blick auf Zeichen der Hoffnung. Die Gedenkstätte in Gorodeja zur Erinnerung an die ermordeten jüdischen Einwohner des Dorfes bezieht Landschaft und Menschen stark ein: Zur stilisierten Häuserruine auf dem Hügel führt eine Felsbrocken-Kaskade, die von überlebenden Dorfbewohnern zur Erinnerung an jedes einzelne Opfer dorthin geschafft wurde.
Ein Krieg – so lautet Lewins Botschaft – kann nicht unter dem Blickwinkel von Sieg oder Niederlage betrachtet werden. Krieg ist eine menschliche Tragödie. „Das Wesentliche einer gemeinsamen Erinnerungskultur liegt aus meiner Sicht darin, dass es ein übereinstimmendes Verständnis für den Krieg als Tragödie gibt“, sagt Lewin. „Ich stehe für eine Kunst, die gegen den Krieg agitiert.“
Lewin ist in Belarus Vorsitzender des Verbandes der jüdischen Gemeinden. Seit 1995 ist er Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk. Für sein herausragendes Engagement in der Versöhnungsarbeit zwischen Deutschland und Belarus erhielt er am 2. April 2008 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Botschafter Dr. Gebhardt Weiss würdigte Lewin als Vertreter einer Generation, die die eindringliche Erinnerung an die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg mit dem Willen zur verantwortungsvollen Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft in Europa verbindet.
Das IBB hatte Lewin bereits im Jahr 2008 das erste deutschsprachige Buch über sein Lebenswerk gewidmet. Das Buch „Architektur als Gratwanderung – Leonid Lewin – ein Werk als Brücke von Gedächtnis und Gegenwart“ kann beim IBB bestellt werden.
Termin:
Mittwoch, 27. Januar 2010, 18.30 Uhr, Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12 -16, Berlin-Tiergarten.
Hinweis für die Redaktion:
Wir würden uns freuen, wenn Sie die Ausstellungseröffnung besuchen. Bitte melden Sie sich kurz und formlos an per E-Mail.
Die Einladung zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

| | | 
|
|---|
Zum Download auf das Foto klicken
(2.0 MB) | | | Zum Download auf das Foto klicken (1.2 MB)
|

| | | 
|
Zum Download auf das Foto klicken
(ca. 2.0 MB) | | | Zum Download auf das Foto klicken
(ca. 2.0 MB) |

- In der Gedenkstätte Chatyn sehen viele das internationale Mahnmal gegen Krieg.

- Die Bronzefiguren an der Jama in Minsk.

- Das Mahnmal in Krasnyj Bereg.

- Die Gedenkstätte Gorodeja.
Die Gedenkstätte Chatyn:
Das Dorf Chatyn wurde am 22. März 1943 durch ein SS-Kommando vernichtet. Nur vier der 149 Einwohner überlebten: Der Schmied Josef Kaminskij sowie drei Kinder. Chatyn ist eines von insgesamt 629 niedergebrannten Dörfern. Jeder vierte Einwohner, mehr als 2,2 Millionen Menschen, starben in Belarus.
1969, anlässlich des 25. Jahrestages der Befreiung von Belarus, wurde die Gedenkstätte Chatyn zur Erinnerung an das Leid der belarussischen Bevölkerung im Vernichtungskrieg eröffnet: Das von Lewin mitgestaltete Konzept zeigt den Schmied Kaminskij überlebensgroß, der seinen toten Sohn aus einer verbrannten Scheune trägt. Die Grundmauern der 26 vernichteten Häuser und ihre Schornsteine sind durch Betonbalken und -kamine nachgezeichnet. In jedem Haus erklingt regelmäßig eine Glocke. Auf einem benachbarten „Friedhof der vernichteten Dörfer“ sind jeweils etwas Heimaterde und andere Erinnerungsgegenstände in Urnen beigesetzt. Außerdem erinnert die Gedenkstätte an die 66 Konzentrationslager auf belarussischem Boden. Auf einem künstlerisch gestalteten „Lebensbaum“ sind die Namen aller vernichteten Dörfer aufgelistet. Als Zeichen der Hoffnung symbolisieren drei Birken das Überleben von drei Vierteln der Bevölkerung. Ein ewiges Feuer erinnert an das ausgelöschte vierte Viertel.
Chatyn hatte schnell nationale Bedeutung erlangt, vielen gilt es als das internationale Denkmal gegen den Krieg.
Die Jama im ehemaligen Minsker Ghetto
Im Minsker Ghetto wurden zwischen 1941 und 1943 mehr als 100 000 Juden ermordet (von 800 000 jüdischen Opfern in Belarus insgesamt). Allein in der Jama wurden am 2. März 1942 etwa 5000 Menschen erschossen.
Zur Erinnerung errichteten Überlebende bereits 1946 einen Obelisken aus schwarzem Marmor – das wohl einzige Denkmal in der gesamten Sowjetunion, das eine Inschrift auf Jiddisch enthielt und die jüdischen Opfer des Holocaust direkt nannte. 1992 - Belarus war unabhängig – wurde die Jama um die „Allee der Gerechten der Völker“ erweitert. Sie
erinnert an Mitbürger, die Juden gerettet haben. Im Juli 2000 wurde der Ort durch 27 Bronzefiguren erweitert, die auf der neu angelegten Treppe, gesichtslosen Schatten gleich, in die Grube hinabsteigen. Die Plastik ist das gemeinsame Werk von Leonid Lewin (Idee und Konzeption), Künstlerin Else Pollack (Tonmodell) und Bildhauer Alexander Finskij (Bronzefiguren).
Die Gedenkstätte für die Opfer des Holocausts in Gorodeja
In Gorodeja wurden am 17. Juli 1942 alle 1137 jüdischen Einwohner von Deutschen erschossen bzw. erschlagen.
Die 2004 von Lewin geschaffene Gedenkstätte bezieht ihre starke Wirkung aus wenigen einfachen Materialien wie Beton, Steinen und Metall. Auf einem Hügel gelegen bezieht sie die Landschaft und die Menschen ein. Von Ferne sieht man zunächst Steine, die einen gewundenen Weg zum Hügel zeichnen. Sie symbolisieren den Weg der Juden von ihren Häusern zu ihrem Todesort. An ihren Platz gelegt wurden sie von überlebenden Bewohnern des Ortes. Weithin sichtbar auf der Kuppe hat Lewin mit Betonwänden und glaslosen Fenstern aus Metall die Überreste eines zerstörten Hauses nachgeahmt. Die stilisierten Fenster sollen den Blick auf die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Opfer und die Ohnmacht der verschonten nichtjüdischen Beobachter lenken. Das Kinder-Mahnmal in Krasnyj Bereg: In Krasnyj Bereg hatten die deutschen Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs ein Waisenhaus bzw. eine Sammelstelle für etwa 3000 belarussische Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren eingerichtet. Nach bisher historisch nicht eindeutig belegten Vermutungen, dienten die Kinder als Blutspender für verwundete Soldaten und wurden dann getötet. 2007 eröffnet das Mahnmal im Mittelpunkt ein Segelboot als Symbol für Kinderträume, auf dem die Namen von 171 der Vernichtung entronnenen Kindern festgehalten sind. Es „segelt“ sozusagen auf einem Meer von Tafeln, die Kinderbilder zeigen. Diese Bilder sind in Krasnyj Bereg und anderen Vernichtungslagern entstanden. Den Grundriss der Gedenkstätte bildet eine lange Straße, die in einen kreisrunden „Sonnen“-Platz mündet, von dem sieben Wege wie „Sonnenstrahlen“ abgehen. Die Wiesen zwischen den Alleen sind mit Apfelbäumen als Zeichen der Hoffnung bepflanzt.
Hinweis für die Redaktionen: Alle Fotos der Gedenkstätten stehen in druckfähiger Qualität zum Download bereit hier:
Gedenkstätte Chatyn (2 MB)
Jama Minsk (2 MB)
Mahnmal Krasnyj Bereg (2 MB)

Eine deutsch-französische Jugendbegegnung der Superlative bringt vom 18. bis 21. März rund 2000 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Nordrhein-Westfalen zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 zusammen. „Allons plus loin - Weiter so! Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Nordrhein-Westfalen erleben Ruhr.2010“ heißt das Programm des Großevents, das im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund organisiert wird.
Rund 1000 Deutsch lernende Oberstufenschülerinnen und -schüler aus der Region um Paris und aus Lille folgen der Einladung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Sie treffen am 18. März 2010 mit weiteren 1000 Französisch lernenden Oberstufenschülerinnen und -schülern aus mehr als 60 beteiligten Schulen in NRW zusammen. Vor Ort gestalten sie am Freitag, 19. März 2010, gemeinsam deutsch-französische Schulprojekttage, an denen sie selbst erarbeitete Präsentationen,Video-Clips, Multimedia-Shows und Musik in den Partnersprachen vorstellen. Am Samstag, 20. März 2010, werden sie in Gruppen das Ruhrgebiet erkunden und Programmangebote zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 besuchen. Höhepunkt der Begegnung ist das Top-Event am Samstag, 20. März 2010, für alle 2000 Jugendlichen im Landschaftspark Duisburg-Nord: In der Kraftzentrale spielt eine namhafte Band aus Frankreich. Ministerpräsident Rüttgers und Schulministerin Sommer werden gemeinsam mit französischen Politikern die Schulprojekttage besuchen und das Konzert eröffnen. In Deutschland werden die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes in Gastfamilien untergebracht.
Mit dem Begegnungs-Programm „Allons plus loin – Weiter so! Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Nordrhein-Westfalen erleben Ruhr.2010“ organisiert das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Gegenbesuch für die ähnlich groß dimensionierte Schülerbegegnung „Allons-y“ im Oktober 2008. Damals hatten rund 1000 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen am Kultur-Event „Nuit Blanche“ in Paris teilgenommen.
Die Schülerbegegnung steht in der Tradition der deutsch-französischen Freundschaft. Seit 1963 haben mehr als sechs Millionen Jugendliche aus beiden Ländern an Austauschprogrammen teilgenommen.
Die Liste der teilnehmenden Schulen finden Sie hier.
Einen informativen Kurztrip nach Krakau bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk NRW vom 12. bis 15. Februar 2010 als Alternative zum Karneval an.
Die Studienfahrt führt nach Krakau, in die heimliche Hauptstadt Polens. Jeweils ein Tag wird der Geschichte, der Bildung und der Kultur unseres zweitgrößten Nachbarn gewidmet. Los geht es am Freitag, 12. Februar, um 7 Uhr am Dortmunder Flughafen.
Die Reisegruppe wird der polnischen Geschichte als Kulturnation in der Altstadt und auf dem Schlossberg begegnen. Sie wird das polnische Bildungssystem nach seiner grundlegenden Reform und Anpassung an europäische Standards kennen
lernen, das ehemals jüdische Viertel besuchen, auf den Spuren des Dramatikers, Dichters und Malers Stanisław Wyspiański wandeln und die legendäre Sammlung der Familie Czartoryski besichtigen.
Die Programmpunkte der Studienfahrt sind eingebettet in eine außergewöhnlich vielfältige Atmosphäre von Unterkunft, Verpflegung und kulturellen Abendgestaltungen mit Konzerten. Polens Klischee als Problemkind Europas wird sich zum Bild eines sehr sympathischen Nachbarn wandeln.
Am 15. Februar, Rosenmontag, um 18 Uhr landet die Reisegruppe wieder in Dortmund.
Die Teilnahme an dieser Flugreise kostet 485 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 445 Euro. Anmeldeschluss ist am 6. Januar 2010.
Nähere Informationen unter Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Kurztrip nach Krakau statt Karneval
Einen informativen Kurztrip nach Krakau statt Karneval bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk NRW vom 12. bis 15. Februar 2010 an. Die Studienfahrt widmet jeweils einen Tag der Geschichte, der Bildung und der Kultur der heimlichen Hauptstadt Polens. Die Teilnahme an der Flugreise ab Dortmund kostet 485 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 445 Euro. Anmeldeschluss ist am 6. Januar 2010.
Nähere Informationen unter Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Dortmund/Bonn. 30.11.2009. Um Energie geht es im 13. und letzten ewoca³-Workcamp im Jahr 2009 von Montag, 30. November 2009, bis Montag, 14. Dezember 2009, in Bad Honnef. Elf Jugendliche aus Leverkusen treffen dort auf Gleichaltrige aus der polnischen Stadt Bedzin und der französischen Stadt Hazebrouck. Die französisch-deutsch-polnische Begegnung organisiert das Gustav-Stresemann-Institut in Bonn im Rahmen von ewoca³, einem Förderprogramm der Stiftung Mercator, durchgeführt vom IBB Dortmund.
„Gestalte Deine Zukunft! Unsere Umwelt – unsere Energie – unsere Zukunft“ heißt das Motto der trilateralen Begegnung, die einen großen Bogen spannt von der persönlichen Lebensenergie bis zum schonenden Umgang mit allen Kraftquellen, die Menschen und Maschinen antreiben. So beginnt jeder Tag im Workcamp mit einem Energizing genannten, Lebensenergie aktivierenden Ritual. Workshops zum Thema „Energie tanken“ gehen der Frage auf den Grund, welchen Einfluss kooperatives Verhalten auf das Klima untereinander hat. Aber auch die Frage: „Wo bleibt unsere Energie?“ soll in einer Betrachtung des Lebensalltags in Frankreich, Polen und Deutschland beantwortet werden.
Bei Exkursionen ins RWE-Technikmuseum in Recklinghausen (6. Dezember) und zu den Stadtwerken Bonn (7. Dezember) werden sich die 17- bis 23-jährigen mit historischen und zukunftsweisenden Methoden zur Stromerzeugung beschäftigen. Zum Ressourcen schonenden Umgang mit Energie bereiten sie für Donnerstag, 10. Dezember, schließlich einen Aktionstag in Bad Honnef vor. Mit kreativen Mitteln – Theater, Rap und Collagen – werden „Energiefresser“ dargestellt und kritisch hinterfragt.
Ausflüge zu historischen und kulturellen Besonderheiten in der Region der früheren deutschen Bundeshauptstadt, eine Stadterkundungstour in Bad Honnef und sportliche Aktivitäten runden das Programm ab.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Leverkusen, Hazebrouck in Nordfrankreich (Nähe Lille) und Bedzin in Südpolen (Nähe Kattowitz) treffen bereits am Montag, 30. November, in Bad Honnef ein.
Hinweis für die Redaktionen:
Herzliche Einladung zum Präsentationstag am Donnerstag, 10. Dezember, ab 11 Uhr, in der Jugendherberge Bad Honnef, Selhofer Straße 106, 53604 Bad Honnef. Bitte geben Sie uns formlos per E-Mail Nachricht, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.
Warum besetzt ein Pfarrer die Dienststelle eines Ministeriums? Und warum wird eine Kindergärtnerin als Verräterin beschimpft? In ihren persönlichen Schilderungen erzählen sieben Zeitzeugen in dieser Woche vom 2. bis 5. November Jugendlichen und Erwachsenen sehr lebendig, wie sie die DDR und die friedliche Revolution von 1989 erlebt haben.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) organisiert Besuche in rund 20 Schulen in Nordrhein-Westfalen von Hagen bis Dinslaken, außerdem in der VHS Castrop-Rauxel und in der Kirchengemeinde Dortmund-Marten.
Unterstützt wird die Reihe von der Landeszentrale für politische Bildung und vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V.. „Wir möchten mit dieser Veranstaltungsreihe einen Impuls geben, damit sich mehr Menschen mit diesem Teil der deutschen Zeitgeschichte beschäftigen“, sagt IBB- Geschäftsführerin Elke Wegener.
Dieses Projekt stellt das IBB in einem Pressegespräch vor am:
Dienstag, 3. November 2009, um 12.00 Uhr
im Sitzungssaal des IBB,
Bornstraße 66,
in Dortmund-Mitte.
Mit dabei sind Buchautor Lothar Lienicke und Zeitzeugin Sigrid Paul.
Alle Termine in NRW auf einen Blick.
Montag, 2.11.2009:
Dinslaken, Gustav-Heinemann-Gymnasium, Kirchstraße 63, 8 bis 9.30 Uhr, Zeitzeugen Sigrid Paul und Lothar Lienicke,
Dinslaken, Gustav-Heinemann-Gymnasium, Kirchstraße 63, 9.45 bis 11 Uhr, Zeitzeugen Sigrid Paul und Lothar Lienicke,
Recklinghausen, Alexandrine-Berufskolleg, Werkstättenstraße 16 bis 18, 11 bis 13 Uhr, Zeitzeugen Almut Michael und Hannelore Schütz,
Dortmund, Fachseminar für Altenpflege, Mergelteichstraße 47, 13.30 bis 15 Uhr, Zeitzeuge Andreas Schönfelder,
Lünen, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Holtgrevenstraße 2 -6, 14.15 bis 15.50 Uhr, Zeitzeugen Frau Paul, Lothar Lienicke,
Bochum, Albert-Einstein-Gymnasium, Querenburger Str. 45, 14.30 bis 16 Uhr, Thomas Pilz und Arndt Morgenroth.
Dienstag, 3. 11.2009:
Hamm, Sophie-Scholl-Gesamtschule, Stefanstr. 42, 9.55 bis 11.30 Uhr, Zeitzeuge Arndt Morgenroth,
Lünen, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, 12 bis 13.30 Uhr, Zeitzeugen Andreas Schönfelder, Almut Michael, Hannelore Schütz,
Dortmund, 11.30 bis 12.45 Uhr: Heisenberg-Gymnasium, Preußische Straße 225, Zeitzeuge Thomas Pilz.
Mittwoch, 4. 11.2009:
Lünen, Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen, Holtgrevenstraße 2 - 6, 8.10 bis 9.45 Uhr, Zeitzeugen Frau Paul und Almut Michael,
Hagen, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Ennepeufer 1-3, 7.45 bis 9.25 Uhr, Zeitzeuge Andreas Schönfelder
Bochum, Albert-Einstein-Gymnasium, Querenburger Str. 45, 8.15 bis 9.45 Uhr und 10.05 bis 11.40 Uhr, Arndt Morgenroth,
Castrop-Rauxel, Willy-Brandt-Gesamtschule, Bahnhofstr. 160, 8 bis 9.35 Uhr und 10 bis 11.35 Uhr, Zeitzeugen Thomas Pilz und Lothar Lienicke,
Castrop- Rauxel, VHS, 14.30 bis 16 Uhr, Zeitzeugin Hannelore Schütz.
Donnerstag, 5.11.2009:
Bochum, Walter-Gropius-Berufskolleg, Ostring, 9.15 bis 10.45 und 11 bis 12.30 Uhr, Thomas Pilz,
Essen, Freie Waldorfschule, Schellstr. 47, 11.45 bis 13 Uhr, Almut Michael und Hannelore Schütz,
Dortmund, Wilhelm-Rein-Förderschule, CAstroper Str. 121, 8 bis 9.30 Uhr, Zeitzeuge Anrdt Morgenroth
Dortmund, Max-Planck-Gymnasium, Ardeystr. 70 - 72, 9.50 bis 11.25 Uhr, Zeitzeuge Andreas Schönfelder,
Hagen, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Ennepeufer 1-3, 11.35 bis 13 Uhr, Zeitzeuge Lothar Lienicke.,
Herdecke, Zivildienstschule Herdecke, Ostender Str. 21, 14 bis 15.30 Uhr, Zeitzeugen Lothar Lienicke und Thomas Pilz,
Dortmund, Droste-Hülshoff-Realschule, Bockenfelder Str. 58, 14 bis 15.30 Uhr, Zeitzeugen Almut Michael und Hannelore Schütz,
Dortmund, Kirchengemeinde Marten, ab 17 Uhr, Zeitzeuge Arndt Morgenroth.
Sieben Zeitzeugen der friedlichen Revolution 1989 und der deutschen Wiedervereinigung bringt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) nach Nordrhein-Westfalen. „Wir freuen uns, dass wir nach unserer ersten Angebotsrunde an die weiterführenden Schulen im Lande nun auch noch Termine vergeben können an Veranstalter von Diskussionsabenden“, sagt Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB.
In der Woche von Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November, stehen die Zeitzeugen aus der politischen und kirchlichen Opposition der früheren DDR für Gesprächsrunden zur Verfügung. 15 Schulen aus NRW haben ihr Interesse bekundet. Weitere können sich noch melden. Neben Schulen sind auch Kirchengemeinden, Parteien, Jugendorganisationen und Vereine angesprochen. Der Kostenbeitrag liegt bei 25 Euro.
Vor allem junge Menschen im Westen haben 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ein nur lückenhaftes Wissen über die Lebensumstände in der ehemaligen DDR und die Ereignisse, die schließlich zur Maueröffnung führten. Mit dem Angebot will das IBB einen Impuls geben zur Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte und zur Überwindung der „Mauer in den Köpfen“. Unterstützt wird das Projekt durch die Landeszentrale für politische Bildung. Eine Förderung erhält es außerdem vom Sonderfonds des Evangelischen Erwachsenenbildungwerks Westfalen und Lippe e. V..
Zeitzeugengespräche haben sich bereits in der Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit bewährt. In der Geschichtsdidaktik genießen sie eine hohe Wertschätzung wegen ihres hohen kognitiven und emotionalen Lernpotentials.
Begleitet werden die Zeitzeugengespräche durch ein Training zur Methode der „Oral History“ am 31. Oktober und 1. November 2009. Außerdem ist eine zentrale Vortragsveranstaltung geplant.
Für die Gesprächsrunden nimmt das IBB ab sofort verbindliche Anmeldungen entgegen unter der Rufnummer 0231-952096-0.
Ein wahres Wintermärchen verspricht die Silvester-Fahrt des IBB in diesem Jahr zu werden: In der malerischen Idylle Masurens, das viele aus den liebevollen Erzählungen von Siegfried Lenz und Arno Surminski kennen, werden die Teilnehmenden entspannt den Jahreswechsel feiern.
Die Reize der höchstwahrscheinlich schneebedeckten Landschaft im hohen Norden Polens und die Reize der regionalen Küche werden Augen und Gaumen verwöhnen. In der Johannisburger Heide, dem größten Waldgebiet Polens, wird ein Mitarbeiter der Försterei Nikolaiken die Besucher mit den Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt vertraut machen.
Ein nächtliches Lagerfeuer am Rande des Nikolajker Sees und eine Pferdeschlittenfahrt durch die Weite der Wälder werden in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Daneben vermitteln kompetente Gesprächspartner einen guten Überblick über geschichtliche und aktuelle Aspekte Polens und über das deutsch-polnische Verhältnis.
Die traditionelle Silvester-Fahrt des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund (IBB) beginnt am 30. Dezember 2009 und endet am 3. Januar 2010. Die Anreise kann wahlweise per Flugzeug oder mit der Bahn erfolgen. Ab Warschau geht es weiter mit dem Charterbus bis ans Ziel in Lötzen / Giżycko.
Anmeldeschluss ist am 17. November. Nähere Informationen und Anmeldungen unter 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund übernimmt am heutigen Donnerstag die Patenschaft für die Gesamtschule Scharnhorst, die offiziell die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ erhält.
„Ich freue mich schon sehr auf die künftige Zusammenarbeit“, sagte Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB, das schon mit vielen Schulen zusammenarbeitet in der Organisation von Gedenkstättenfahrten oder Unterrichtsprojekten.
Im Rahmen des Schulfestes zum 40jährigen Bestehen der Gesamtschule im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst überreichte sie am heutigen Donnerstag zusammen mit dem langjährigen IBB-Mitglied Dr. Alf Seippel, ein Patengeschenk: Ein Wochenendseminar in Hattingen vom 4. bis 6. Dezember 2009 zum Thema „Normalzustand? – Rechte Jugendkultur“. Das Wochenendseminar soll die bisherige Projektarbeit der Schule gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ergänzen.
Dr. Seippel, der als Pfarrer im Ruhestand und langjähriger Kenner des IBB die Patenschaft ausfüllen wird, stellte in seiner Ansprache die Arbeit des IBB und seine Motivation vor: „Kriege sind für mich ein Ausdruck der Gewaltbereitschaft einer Gesellschaft. Konflikte lassen sich aber auch anders lösen – zwischen den einzelnen Menschen ebenso wie zwischen Völkern.“ Sowohl in seiner Arbeit als Pfarrer und Beauftragter für Kriegsdienstverweigerer als auch beim Aufbau eines Freiwilligendienstes für Osteuropa habe er sich der gewaltfreien Überwindung von Konflikten gewidmet und vielfältige Beiträge geleistet getreu dem IBB-Motto „Grenzen überwinden“.
Den deutschen und sowjetischen Überfall auf Polen am 1. bzw. 17. September 1939 thematisiert eine Studienfahrt des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) in Dortmund. Vom 30. August bis 6. September 2009 geht es nach Polen und Belarus. Bei Gedenkfeierlichkeiten in Warschau und Minsk und mit dem Besuch von historischen Orten will das IBB einen weiteren Beitrag leisten zur Versöhnung und zum Entstehen einer europäischen Erinnerungskultur. Ein Höhepunkt der Reise ist die Teilnahme an einem hochkarätig besetzten Studientag zur Erinnerungskultur am Donnerstag, 3. September 2009, in Minsk.
Erstes Ziel der Reise ist Warschau, wo die Reisegruppe am Dienstag, 1. September, an den Gedenkfeierlichkeiten zum Kriegsbeginn vor 70 Jahren und an einer Ausstellungseröffnung teilnimmt. Zuvor, am Abend des 31. August, hat die Reisegruppe Gelegenheit mit Dr. Peter Kolb, Referatsleiter der politischen Abteilung in der deutschen Botschaft in Warschau, über das deutsch-polnische Verhältnis zu diskutieren.
Weitere Stationen der Reise sind Brest, Pinsk, Novogrudok und Minsk.
In Minsk werden die deutschen und polnischen Mitglieder der Delegation am Donnerstag, 3. September 2009, an einem hochkarätig besetzten Studientag zur Erinnerungskultur teilnehmen, den das IBB Dortmund und die IBB „Johannes Rau“ Minsk gemeinsam organisiert haben. In der Diskussion mit Historikern wie Professor Litvin und Professor Sleszynski sollen Wege zu einer deutsch-polnischen sowie polnisch- belarussischen Versöhnung betrachtet werden.
Denn: Am 17. September 1939 war Polen auch im Osten angegriffen worden: Als Konsequenz des so genannten Hitler-Stalin-Paktes waren Sowjettruppen in Ost-Polen einmarschiert. Während es in Deutschland und Polen Initiativen gab zur Aufarbeitung der Geschichte, ist dies zwischen Belarus und Polen bisher weitgehend nicht geschehen. In Belarus ist die sowjetische Auffassung weit verbreitet, der zufolge der Angriff einer Wiedervereinigung von West- und Ost-Belarus diente. In Polen jedoch wird der Vormarsch als Besetzung gesehen, die zur Vernichtung und Vertreibung der polnischen Intelligenz und Bauernschaft führte.
Neben historischen Aspekten soll die Frage der Versöhnung auch ethisch diskutiert werden. Als prominenten Gesprächspartner konnte das IBB Professor Konrad Raiser gewinnen, der von 1992 bis 2003 Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen war.
Schließlich wird die Reisegruppe am Abend des 3. September auch am Festakt zum 15jährigen Bestehen der IBB „Johannes Rau“ in Minsk teilnehmen.
Das Gewitter machte der Übertragung am 20. August einen Strich durch die Rechnung, nun folgt der zweite Anlauf am Donnerstag, 27. August, von 21 bis 22 Uhr: Radio Do 91,2 übertragt dann im Bürgerfunk die einstündige Sendung zum Projekt "Fremd-vertraut in Dortmund".
Schülerinnen und Schüler der Dortmunder Anne-Frank-Gesamtschule präsentieren dort die ersten Ergebnisse der Lernwerkstatt Migration, die das IBB betreut. Die Gesamtschüler aus dem Kurs "Community education" haben ein Hörspiel erarbeitet, Interviews geführt und einen Rap-Song geschrieben. Thematisch geht es um die Lebensgeschichten von Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft.
Termin: Donnerstag, 27. August, 21 bis 22 Uhr, Radio Do 91,2.
Zeitzeugen der friedlichen Revolution von 1989 und der deutschen Wiedervereinigung bringt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB) in die Schulen: Pünktlich zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 1989 organisiert das IBB eine Veranstaltungsreihe in Nordrhein-Westfalen. Schnell sein lohnt sich: Sechs Zeitzeugen werden von Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November, unterwegs sein.
Das Wissen von jungen Menschen über Mauerfall und Wende ist besonders im Westen Deutschlands lückenhaft. Mit dem Projekt will das IBB, unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung, einen Impuls geben zur Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte und zur Überwindung der „Mauer in den Köpfen“.
Zeitzeugengespräche haben sich bereits in der Aufarbeitung der NS-Geschichte bewährt. In der Geschichtsdidaktik genießen sie eine hohe Wertschätzung wegen ihres hohen kognitiven und moralischen Lernpotentials.
Begleitet werden die Zeitzeugengespräche durch ein Training zur Methode der „oral history“ am 31. Oktober und 1. November. Außerdem ist eine zentrale Vortragsveranstaltung mit Dr. Joachim Gauck, dem ersten Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes im Verlauf der Projektwoche geplant in Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen - Für Demokratie“.
Die Zeitzeugen-Gespräche können als etwa zweistündige Unterrichtseinheit für Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 aller Schulformen angeboten werden. Ausgebildete IBB- Mitarbeiter stehen als Moderatoren zur Verfügung. Der Kostenbeitrag beträgt 25 Euro.
Für die Gesprächsrunden nimmt das IBB ab sofort verbindliche Anmeldungen entgegen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter info@ibb-d.de.
Die ersten Ergebnisse ihres Projektes „Fremd – vertraut in Dortmund“ präsentieren 24 Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule im Bürgerfunk. Am Donnerstag, 20. August, von 21 bis 22 Uhr wird es spannend auf der Frequenz von Radio Do 91,2. Das IBB in Dortmund betreut das dreiteilige Projekt, die „Lernwerkstatt Migration“, das in Kooperation mit dem Jugendring der Stadt Dortmund und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien Dortmund (RAA) entwickelt worden ist. Bis Ende Dezember wird es mit zwei weiteren Projektmodulen fortgesetzt.
Die Schüler aus dem Kurs „Community education“ an der Anne-Frank-Gesamtschule hatten im vorigen Schuljahr mit ihrer Lehrerin Antje Ruppert ein Hörspiel erarbeitet, mit Guilia Casella vom IBB einen Rap-Song geschrieben und mit Maike Giesbert vom IBB Interviews geführt in der Dortmunder City und auf dem Nordmarkt. Thematisch ging es um Zuwanderer und ihre Lebenswege. In der kreativen Auseinandersetzung mit den Biografien der Eltern- und Großelterngeneration wird ein neuer Blickwinkel auf Leben und Alltag der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermöglicht.
Das erste Ergebnis kann sich hören lassen: Ein insgesamt 20-minütiges Hörspiel, ein selbst getexteter Rap-Song und eine Interview-Reihe werden in der Bürgerfunksendung vorgestellt. Die Moderationstexte haben vier Schülerinnen und Schüler selbst gesprochen.
Nach dem intensiven Blick auf die Lebensgeschichte älterer Zuwanderer geht es an der Anne-Frank-Gesamtschule weiter mit der Arbeit am Thema „Perspektive Zukunft“.
Ein weiterer Zweig des Projektes „Fremd – vertraut in Dortmund“ entsteht ab September am Werkhof Scharnhorst, wo 16- bis 20-Jährige ohne Schulabschluss ein Werkstattjahr absolvieren. Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer werden sich mit Berufs- und Erwerbsbiografien von Zuwanderern beschäftigen.
Der dritte Zweig wird gemeinsam mit der Alevitischen Jugend entwickelt. Zum Ende des Jahres entsteht eine DVD, die in Dortmund verbreitet werden soll, so das Ziel des Projektes, das eigens vom Medienpädagogen Jürgen Gorgol begleitet wird. Denn: Junge Menschen mit Migrationshintergrund sollen sich mit ihrer kreativen Kompetenz vorstellen können – gegenüber einer Mehrheitsgesellschaft, die sonst häufig nur die Defizite wahrnimmt. Sendetermin: Donnerstag, 20. August, 21 bis 22 Uhr, Bürgerfunk auf Radio Do 91,2.
Zu einem Beratungstermin über das Förderprogramm Belarus lädt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk alle Interessierten für Samstag, 22. August, herzlich nach Dortmund ein. Treffpunkt ist ab 11 Uhr das Dietrich-Keuning-Haus an der Leopoldstraße 50-58, in 44122 Dortmund. Dort können Vertreter von Nichtregierungsorganisationen mit Vertretern des IBB gemeinsam alle Fragen rund um die Antragstellung zur fünften Phase des Förderprogramms besprechen.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit hat das seit 2002 laufende Förderprogramm Belarus aktuell zum fünften Mal aufgelegt. Das IBB betreut und organisiert das Programm. Es fördert den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen im östlichen EU-Nachbarland Belarus, indem es Projekte unterstützt, die von deutschen und belarussischen Partnern gemeinsam entwickelt und getragen werden. Bewerbungsschluss ist am 15. September 2009.
Ausführliche Informationen zum Förderprogramm Belarus finden Sie unter www.ibb-d.de.
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden um eine kurze Voranmeldung gebeten per E-Mail an Olga Rensch rensch@ibb-d.de oder Martin Schön schoen@ibb-d.de .
Eine Rundreise durch Usbekistan mit interessanten Besichtigungen und Begegnungen bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund e. V. vom 5. bis 15. Oktober 2009 an.
Die Reisegruppe wird in Termez, Scharisabs, Buchara, Samarkand und schließlich der Hauptstadt Taschkent das zentralasiatische Land an der alten Seidenstraße entdecken. Verschiedene Kulturen, leuchtende Trachten, eine Vielfalt an Früchten, weiße Baumwollfelder und weite Wüsten wollen entdeckt werden. Neben den üblichen Stadtbesichtigungen richten die Reisenden einen intensiven Blick auf Mausoleen, Moscheen und buddhistische Tempelanlagen, um auch einen Einblick in die unterschiedlichen Religionen zu gewinnen. In Samarkand entdecken die Teilnehmenden den angeblich „schönsten Platz der Welt“. Zum Programm zählen auch ein Essen in einer usbekischen Familie sowie ein Treffen mit Schülerinnen und Lehrerinnen einer Frauenkoranschule.
Die Teilnahme kostet 2 295 Euro, inklusive Flug ab Frankfurt, Unterkunft, Programm und Transfers. Bei mehr als 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verringert sich der Einzelpreis auf 2 065 Euro. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Wenige Plätze sind noch frei bei einem Workcamp für 16- bis 20- jährige Heranwachsende vom 29. Juli bis 13. August in Belarus. Gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Italien und Belarus verwirklichen sie ein Projekt zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Kinderzentrum Nadeshda in Belarus. Anmeldeschluss ist am 30. Mai. Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. mit Sitz in Dortmund kooperiert bei diesem Workcamp mit der Stiftung „Lebendige Partnerschaft“ in Belarus und der Nationalen Jugendumweltorganisation „Legambiente“ in Italien.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden täglich drei bis vier Stunden arbeiten. Danach stehen Freizeit, Spiel und Sport auf dem Programm. Konkret helfen sie auf einem Öko-Bauernhof und isolieren Häuser im Kinder- Erholungszentrum Nadeshda.
Der Eigenanteil für die Teilnahme liegt bei 100 Euro. Nähere Informationen erteilt Kathrin Schroeder unter der Rufnummer 0231-9369600. Dieses Workcamp ist eines von 13 innerhalb des Förderprogramms ewoca³ der Stiftung Mercator und des IBB e. V.
Weitere Informationen zum Gesamtprojekt finden Interessenten auf der Website www.ewoca.org.

Mit der Übergabe der Zertifikate endete jetzt für 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einjährige Fortbildung „Kultursensible Öffnung von Einrichtungen der Beratung und Betreuung“ in Oberhausen.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) hatte diese innerbetriebliche Qualifizierung in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Oberhausen organisiert und in den Räumen des Diakonischen Werks Oberhausen realisiert. Sozialarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter und Führungskräfte aus den Arbeitsgebieten Schuldnerberatung, Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe, Erwachsenenbetreuung, Feriendienst, Verwaltung und aus dem sozialpsychiatrischen Zentrum beschäftigten sich während der einjährigen Fortbildung mit einer Optimierung der Betreuung und Beratung von Zuwanderern.
„So komplex hätte ich mir das Thema vorher nie vorgestellt“, schaute eine Teilnehmerin am letzten der insgesamt sechs mal zwei Seminartage zurück. Denn der Kurs vermittelte nicht nur theoretische Kenntnisse über die religiösen und kulturellen Prägungen von Zuwanderern aus unterschiedlichen Ländern, sondern gab am Ende auch Anstöße für Veränderungsprozesse.
Praktische Vorschläge waren am Ende das Ergebnis des Seminarmoduls Organisationsentwicklung. Nun sollen die neu erworbenen Kenntnisse den alltäglichen Umgang miteinander erleichtern und verbessern. Geplant sind:
- die Neuauflage von Flyern in mehreren Sprachen mit klientenfreundlichen Erläuterungen der verschiedenen Dienste,
- die Erstellung einer internen Dolmetscher- und Task-Force-Liste für die schnelle Hilfe in Krisenfällen
- die Einbeziehung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,
- die Nutzung vorhandener Potenziale von Fachkolleginnen und -kollegen hinsichtlich Mehrsprachigkeit und interkultureller Erfahrung,
- die Bildung eines aktiven Netzwerks in Oberhausen für einen schnellen Informationsaustausch und
- die Verankerung der kultursensiblen Arbeit im Leitbild und als Querschnittsaufgabe.
Für die Zukunft werde angestrebt, Migrantenfreundlichkeit auch als einen Aspekt des Qualitätsmanagements anzusehen.
„Ohne diese Fortbildung hätte ich einfach manche Dinge gar nicht oder zumindest anders erfragt bei einem Klienten“, resümierte einer der Teilnehmenden am Ende zufrieden. „In Zukunft weiß ich viel besser, worauf ich zu achten habe.“
Bildtextinformation: Mit der Übergabe der Zertifikate endete am 30. April die Fortbildung „Kultursensible Öffnung von Einrichtungen der Beratung und Betreuung“. Unser Foto zeigt Gruppe II mit Fortbildungsleiterin Hildegard Azimi- Boedecker vom IBB (vorn links) und Gerhard Holtz, Leiter des Diakonischen Werks Oberhausen (hintere Reihe 1. links). Foto: IBB
Das Foto in druckfähiger Qualität finden Sie hier.

Letzte Chance für junge Menschen, die vom 28. Juni bis 5. Juli 2009 kostenlos nach Polen reisen möchten: Der Bewerbungsschluss für die Teilnahme am neunten Regionalen Weimarer Dreieck wurde just verlängert auf den 25. Mai. Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 23 Jahren aus NRW treffen auf Einladung der Staatskanzlei Nordhrein-Westfalen in der schlesischen Stadt Bielsko/ Biala mit Gleichaltrigen aus Polen und Frankreich zusammen.
In Diskussionsforen, Workshops und Exkursionen erkunden sie Alltag und Einstellungen im Nachbarland. Das Thema heißt diesmal „Grenzen überschreiten in den Nachbarregionen“.
Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks steht auch im neunten Jahr im Dienste einer Vertiefung der engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais in Frankreich und Schlesien in Polen. Teilnehmen können junge Menschen im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, die in NRW wohnen oder aus NRW stammen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) organisiert den Jugendgipfel bereits zum sechsten Mal im Auftrag der Staatskanzlei NRW. Für die 15 Teilnehmer entstehen für Flug, Unterkunft und Verpflegung keinerlei Kosten. Eine Anmeldegebühr in Höhe von 100 Euro wird bei tatsächlicher Teilnahme erstattet. Bewerbungsschluss ist am 25. Mai 2009.
Kurze, formlose Bewerbungen nimmt ab sofort Hildegard Azimi-Boedecker, zuständige Referentin im IBB, entgegen. Bewerbungen müssen folgende Angaben enthalten: Name, Alter, Adresse, Schullaufbahn, evt. beruflicher Werdegang, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und der Bezug zu NRW. Das wichtigste jedoch sind starke Argumente für die Teilnahme – denn erfahrungsgemäß melden sich weit mehr als 15 Bewerber an. Pflicht für die ausgewählten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen Anfang Juni in Dortmund.
Alle Kontaktdaten auf einen Blick: IBB Dortmund, Hildegard Azimi-Boedecker, Bornstraße 66, 44145 Dortmund, Tel: 0231-952096-0 oder azimi@ibb-d.de.

Eine hohe Wertschätzung genießt die Arbeit der fast 1000 deutsch-belarussischen und deutsch-ukrainischen Partnerschaftsinitiativen vor allem bei den Partnern in Osteuropa. Das erfuhren die fast 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Konferenz „Projekte in Partnerschaft entwickeln“ am Auftaktabend (24.4.) in Geseke bei Paderborn. Der belarussische Botschafter Wladimir Skworzow lobte in seinem Grußwort das „bemerkenswerte partnerschaftliche Zusammenwirken“. Es sei zu einem festen Bestandteil eines ganzen Komplexes von bilateralen Beziehungen geworden.
„Nach dem Mauerfall hat alles begonnen mit Hilfslieferungen, seit 2002 leisten die Initiativen längst strukturelle Hilfen“, erinnerte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH, die die Konferenz organisiert hat. Für die Vertreter der deutsch-belarussischen Initiativen hatte Junge-Wentrup gleich eine gute Nachricht: Das Förderprogramm Belarus erfährt eine Neuauflage.
Einen Wermutstropfen gab es zugleich für die deutsch-ukrainischen Initiativen: Ein Partnerschaftsprogramm für den Aufbau der Zivilgesellschaft in der Ukraine sei aktuell nicht in Sicht, berichtete Otmar Greiff vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Für die Förderung von Einzelprojekten gebe es wohl Mittel, nicht aber für ein umfassenderes Gesamtprogramm. „Wir schauen mit ein wenig Neid auf das, was Sie für Belarus erreicht haben“, sagte Dr. Klaus Oberländer, Geschäftsführer des Deutsch-Ukrainischen Forums, an die Adresse der Aktiven der deutsch-belarussischen Partnerschaftsinitiativen.
„Das, was Sie leisten, schätzen wir sehr“, betonte auch Swetlana Schilowa, Abgeordnete der Nationalversammlung, bei der anschließenden Podiumsdiskussion. Als Beispiel für eine erfolgreiche Partnerschaft schilderte Ludwig Brügmann vom Verein Heimstatt Tschernobyl e. V., den Bau eines beispielhaft ökologischen Ambulatoriums in Belarus, das gemeinsam von deutschen und belarussischen Experten und Laien als Niedrigenergiehaus errichtet worden sei. Raisa Sinelnikowa vom Förderprogramm Belarus lobte die Impulse, die die Partnerschaften zum Aufbau der Zivilgesellschaft geben: „Wenn wir euch nicht hätten, wären wir noch längst nicht so weit, wie wir jetzt sind.“
Einen Schritt weiter ging Dr. Jaroslav Baran, Leiter der Außenstelle der ukrainischen Botschaft in Bonn: „Durch diese Initiativen werden Beziehungen von unten aufgebaut, die die Außenbeziehungen unseres Landes beeinflussen. Was Sie hier leisten ist Diplomatie.“ Dr. Baran unterstrich auch das Drängen der Ukraine auf eine Beitrittsperspektive zur EU.
Während die deutsch-belarussischen Partnerschaften die zunehmende Offenheit und Unterstützung der staatlichen Stellen lobten, berichteten Kenner der ukrainischen Initiativen aber auch von vielen ungelösten Problemen.
Der zweite Konferenztag stand im Zeichen der Entwicklung neuer Projektideen.
Der dritte Konferenztag, 26. April, erinnert mit einer Andacht an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 23 Jahren, deren Folgen bis heute zu spüren sind.
Die große Partnerschaftskonferenz wird veranstaltet vom IBB Dortmund, der IBB „Johannes Rau“ Minsk, der Evangelischen Akademie Villigst und dem Deutsch-Ukrainischen Netzwerk Kiew. Als Kooperationspartner unterstützen es das Deutsch-Ukrainische Forum, die Stiftung West-Östliche Beziehungen und Renovabis.
Bildtext:
Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 23 Jahren gab den Impuls zur Gründung von fast 1000 Partnerschaftsinitiativen, die Kontakte nach Belarus und in die Ukraine anknüpften. Mehr als 300 Vertreter der Initiativen trafen sich vom 24. bis 26. April 2009 in Geseke zur 16. gemeinsamen Partnerschaftskonferenz. Das IBB- Organisator des Netzwerktreffens - begrüßte Experten aus allen drei Ländern. Unser Foto zeigt v.l. Dr. Jaroslav Baran, Leiter der Außenstelle der ukrainischen Botschaft in Bonn, Professor Manfred Zabel, IBB-Vorstand, Olga Rensch, IBB-Referentin für das Förderprogramm Belarus, Swetlana Schilowa, Abgeordnete der Nationalversammlung in Minsk, Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBBgGmbH, Dr. Astrid Sahm, Direktorin der IBB "Johannes Rau" Minsk, Otmar Greiff, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Botschaftsrat Alexandr Levanovich, der das Grußwort des belarussischen Botschafters Wladimir Skworzow verlas. Foto: Eugen Pomytkin/IBB
Das Foto zum Download in druckfähiger Version finden Sie hier.
Einen Blick auf die Biografien der prominenten Töchter der Stadt wirft die Studienreise „Weimar weiblich“, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) in Kooperation mit dem Synodalverband der Evangelischen Frauenhilfe e. V. über den Feiertag Fronleichnam vom 11. bis 14. Juni 2009 anbietet. Die Fahrt folgt den Spuren der aufgeklärten Fürstin Anna Amalia, die im 18. Jahrhundert das Fürstentum Weimar regierte, ebenso wie den Spuren von Goethe, dessen Verhältnis zu den Frauen einer genaueren Betrachtung unterzogen wird. Mit Johanna Schopenhauer und der Schwester von Friedrich Nietzsche hatte die Stadt weitere prominente Töchter, deren Biografien interessante Blicke auf die Geschichte ermöglichen. Die Rolle der Frauen im KZ Buchenwald und die Rolle der Frauen in der DDR sind weitere Punkte, die auf der informativen Reise erörtert werden.
Anmeldeschluss ist am 30. April. Die Teilnahme kostet 340 Euro inklusive Bahnreise ab Dortmund, Hotelunterkunft und Programm. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Aus der Ukraine, aus Weißrussland und aus allen Teilen Deutschlands kommen mehr als 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die vom 24. bis 26. April 2009 in Geseke bei Paderborn an der 16. Partnerschaftskonferenz teilnehmen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) organisiert das große „Familientreffen“ seit fast 20 Jahren in regelmäßigen Abständen. „Wir veranstalten diese Zusammenkunft trotz der Finanzkrise“, sagt Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH. „Denn die Arbeit an einem gemeinsamen Europa ist uns wichtig und genießt bei den Menschen in den osteuropäischen Ländern einen hohen Stellenwert.“
„Was macht eine gute Partnerschaft aus? Welche Klippen muss sie umschiffen und welchen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel können Partnerschaften über die Grenzen hinweg leisten?“ Diesen Fragen geht die dreitägige Zusammenkunft in Impulsvorträgen und Workshops auf den Grund. Zusammen mit namhaften Experten aus der Ukraine, Deutschland und Belarus werden beispielhafte Projekte in der gemeinsamen Arbeit präsentiert und neue Vorhaben entwickelt. Das IBB wird die neue Internet-Plattform www.ost-west-initiativen.de vorstellen, die die Zusammenarbeit untereinander erleichtern soll. Praktische Erfahrungen mit dem Freiwilligendienst und Erfahrungen des Evangelischen Entwicklungsdienstes sind weitere Themen. Außerdem wird die Ausstellung „Tschernobyl – verdrängte Katastrophe“ gezeigt.
Zu den Teilnehmern gehören unter anderem der Leiter der Außenstelle der ukrainischen Botschaft in Bonn, Dr. Jaroslav Baran, die Abgeordnete der Nationalversammlung in Minsk, Swetlana Schilowa, Raisa Sinelnikowa vom Förderprogramm Belarus sowie Otmar Greiff vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Die große Partnerschaftskonferenz wird veranstaltet vom IBB Dortmund, der IBB „Johannes Rau“ Minsk, der Evangelischen Akademie Villigst und dem Deutsch-Ukrainischen Netzwerk Kiew. Als Kooperationspartner unterstützen es das Deutsch-Ukrainische Forum, die Stiftung Ost-Westliche Begegnungen, Renovabis, die Alexander Feldmann Stiftung Kiew und die Stiftung Factor Charkow.
Die Konferenz dient in erster Linie der Vernetzung der Arbeit und dem Erfahrungsaustausch unter den Aktiven, die in zivilgesellschaftlichen Initiativen meist bilaterale Kontakte entweder zwischen Deutschland und Belarus oder zwischen Deutschland und der Ukraine unterhalten. Seit der vorigen Partnerschaftskonferenz 2007 in Kiew fördern die Organisatoren darüber hinaus auch eine Vernetzung der jeweils bilateral arbeitenden Initiativen untereinander. Denn die Motive und Ziele der Arbeit im Dienste der Völkerverständigung in Bezug auf die osteuropäischen Nachbarstaaten ähneln sich.
Seit Anfang der 90er Jahre arbeiten rund 650 deutsch-belarussische und rund 300 deutsch-ukrainische Initiativen in Begegnungsprogrammen und Projekten zusammen.
Eine lehrreiche Rundreise an die Ostsee plant das IBB über den Feiertag Fronleichnam von Donnerstag, 11. bis Sonntag, 14. Juni 2009 in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW.
Die Busreise führt in die Orte Wismar, Rostock, Bad Doberan, Heiligendamm, Warnemünde, Güstrow, Waren und Schwerin. Stadtführungen vermitteln Wissenswertes über Natur und Kultur, Backsteingotik und die Bundesgartenschau. Aber auch die Frage, warum Mecklenburg-Vorpommern trotz seiner touristischen Reize eines der Armenhäuser Deutschlands ist, wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gesprächen zur politischen und sozialen Situation beschäftigen.
Anmeldeschluss ist am 30. April. Die Teilnahme kostet 395 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 355 Euro inklusive Busreise ab Dortmund, Hotelunterkunft und Programm. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.
Wenige Plätze sind noch frei bei einem Kurztrip nach Antwerpen, den das IBB über Himmelfahrt vom 21. bis 23. Mai 2009 anbietet. In der Heimatstadt Rubens' erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die europäische Hochburg orthodoxer Juden bei einer Stadtführung, sie besuchen das Diamantenmuseum, das Rubenshaus oder wahlweise auch das Museum Plantus Morenus. Ein Abstecher führt die Reisegruppe in die Gedenkstätte Mechelen, 25 Kilometer vor den Toren Antwerpens gelegen. Außerdem besteht Gelegenheit zu einer Diskussion über den zunehmenden Rechtspopulismus und die politische Situation in Belgien.
Anmeldeschluss ist am 19. April. Die Teilnahme kostet 340 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 310 Euro inklusive Busreise ab Dortmund, Hotelunterkunft und Programm. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder unter www. ibb-d.de.

Startschuss für die Bewerbungsfrist: Zum neunten Mal bringt das Regionale Weimarer Dreieck in diesem Sommer junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen mit Gleichaltrigen aus Frankreich und Polen zusammen. In diesem Jahr geht es vom 28. Juni bis 5. Juli 2009 nach Polen in die Stadt Bielsko/ Biala in der Region Schlesien.
Das Thema des trilateralen Jugendgipfels heißt „Grenzen überschreiten in die Nachbarregionen“. In Diskussionsforen, Seminareinheiten und während zahlreicher Exkursionen beschäftigen sich die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Bedeutung der Grenzen in den Regionen der Europäischen Union. Die Teilnahme am Jugendgipfel ermöglicht exklusive Einblicke in den Alltag, das Denken und die politischen Haltungen bei den europäischen Nachbarn in Polen und Frankreich.
Der Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks steht auch im neunten Jahr im Dienste einer Vertiefung der engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Regionen Nordrhein-Westfalen, Nord-Pas de Calais in Frankreich und Schlesien in Polen. Teilnehmen können junge Menschen im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, die in NRW wohnen oder aus NRW stammen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) organisiert den Jugendgipfel bereits zum sechsten Mal im Auftrag der Staatskanzlei NRW. Für die 15 Teilnehmer entstehen für Flug, Unterkunft und Verpflegung keinerlei Kosten. Eine Anmeldegebühr in Höhe von 100 Euro wird bei tatsächlicher Teilnahme erstattet. Bewerbungsschluss ist am 4. Mai 2009.
Kurze, formlose Bewerbungen nimmt ab sofort Hildegard Azimi-Boedecker, zuständige Referentin im IBB, entgegen. Bewerbungen müssen folgende Angaben enthalten: Name, Alter, Adresse, Schullaufbahn, evt. beruflicher Werdegang, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und der Bezug zu NRW. Das wichtigste jedoch sind starke Argumente für die Teilnahme – denn erfahrungsgemäß melden sich weit mehr als 15 Bewerber an. Pflicht für die ausgewählten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen Anfang Juni in Dortmund.
Alle Kontaktdaten auf einen Blick: IBB Dortmund, Hildegard Azimi-Boedecker, Bornstraße 66, 44145 Dortmund, Tel: 0231-952096-0 oder azimi@ibb-d.de.
Eine Studienfahrt nach Polen bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V.
Dortmund (IBB) in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW) in den Osterferien vom 5. bis 10. April 2009 an.
Entsprechend dem Titel „Breslau damals – Wrocław heute“ gewinnen die Teilnehmer Einblicke in die bewegte Geschichte und die lebendige Gegenwart der früheren Hauptstadt Schlesiens. Auf dem Reiseprogramm stehen Besuche der Synagoge und des jüdischen Viertels, des Stadtmuseums, des Edith-Stein-Hauses und des Willy-Brandt-Zentrums. Bei einem Tagesausflug werden die Teilnehmer außerdem Swidnica/ Schweidnitz und Krzyzowa/ Kreisau besuchen und Schlesien als Zentrum des Widerstandes gegen die Nazis kennen lernen. Anmeldeschluss ist am 28. Februar.
Die Teilnahme kostet 535 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 485 Euro. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder auf der Homepage www.ibb-d.de.
Kurzfassung:
Studienfahrt nach Polen
Eine Studienfahrt „Breslau damals – Wrocław heute“ bietet das IBB in Kooperation mit der GEW in den Osterferien vom 5. bis 10. April an. Anmeldeschluss ist am 28. Februar. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder auf der Homepage www.ibb-d.de.
Eine kompetente Fortbildung zum Studienreiseleiter bietet das Evangelische
Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V. (EEB) in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) ab dem 20. März an.
Der Kursus führt an sieben Tagen – teilweise in Dortmund, teilweise in e-learning- Modulen am PC der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – in die wichtigsten Aspekte der Studienreiseleitung ein: Von der Angebotsentwicklung über eine professionelle Gruppenleitung inklusive Beschwerdemanagement bis zur buchhalterischen Abwicklung reicht das inhaltliche Spektrum. Aber auch Fragen der Logistik und Organisation werden angeschnitten wie zum Beispiel Reiserecht, Versicherungen und Qualitätsmanagement. Die Kursinhalte werden an vier Präsenztagen vermitteln. Drei Lerneinheiten werden in e- learning- Modulen vermittelt. Eine Einführung in diese Lern-Methode erhalten die Teilnehmer am ersten Kurstag.
Der Kurs richtet sich an Interessenten, die neben- oder hauptberuflich Reisen leiten möchten. Die Teilnahme kostet 640 Euro inklusive Verpflegung, bzw. 340 Euro für Ehrenamtliche bei entsprechender Bewilligung durch das Evangelische Erwachsenenbildungswerk. Die Kursgebühr kann durch einen Bildungsscheck halbiert werden.
Nähere Informationen und Anmeldungen beim EEB unter der Rufnummer 0231-5409-40 oder im Internet unter
www.ebwwest.de.
Kurzfassung:
Kurs für künftige Studienreiseleiter
Dortmund. Einen Kompaktkurs für künftige Studienreiseleiter bietet das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V. (EEB) in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) ab dem 20. März an. Die Fortbildung richtet sich an Interessenten, die neben- oder hauptberuflich Reisen leiten möchten. Nähere Informationen unter der Rufnummer 0231-5409-40 oder im Internet unter
www.ebwwest.de.
Silvester mal anders: Einen märchenhaften Jahreswechsel wie aus 1001 Nacht organisiert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB).
Die sechstägige Studienfahrt nach Marrakesch vom 28. Dezember bis 2. Januar vermittelt einen Einblick in Leben und Kultur der magischen roten Stadt der Berber, die von jeher Künstler und Intellektuelle angelockt hat. So hat kein geringerer als der französische Modeschöpfer Yves Saint-Laurent 1946 den berühmten Garten Majorelle angelegt, dessen Pforten sich für die Reisegruppe öffnen werden. Außerdem ist eine Begegnung mit dem Künstler Hans Werner Geerdts vorgesehen, der seit mehr als 40 Jahren in Marrakesch wohnt.
Auf der Hinfahrt ist außerdem eine Stadtbesichtigung von Madrid geplant. Der Teilnehmerpreis in Höhe von 1295 Euro enthält die Kosten für die Flugreise ab Düsseldorf, Transfers in Marokko, Hotel, Silvesterdinner und Versicherungen. Anmeldeschluss ist am 15. November. Anmeldungen und nähere Informationen beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. unter 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.
Kurzfassung:
Silvester in Marrakesch
Dortmund. 24.10.2008. Wenige Plätze sind noch frei bei der Silvesterfahrt des IBB Dortmund nach Marrakesch in Marokko. Auf dem Programm stehen interessante Begegnungen und Besichtigungen in der roten Stadt der Berber, in Madrid und Casablanca. Nähere Informationen und Anmeldungen unter der Rufnummer 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.
Mit einem gemeinsamen Trauermarsch und bewegenden Worten von deutscher wie belarussischer Seite erreichten die Gedenkfeierlichkeiten zur Auflösung des Ghettos in Minsk vor 65 Jahren am Dienstag, 21. Oktober, in Minsk einen ersten Höhepunkt. Im Beisein von Vertretern der Städte Köln, Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Siegen, Berlin und weiteren trauerten Deutsche und Belarussen gemeinsam um die Opfer des Holocaust. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) hatte die Beteiligung der deutschen Seite maßgeblich mit beeinflusst.
„Als ich die Treppe zur Grube hinunter gegangen bin, hatte ich das Gefühl, diejenigen, die hier gestorben sind, hätten mich begleitet“, sagte Alla Gerber, Präsidentin der russischen Holocaust- Stiftung, sichtlich ergriffen in ihrer Ansprache. Wie alle belarussischen Zeitzeugen und Überlebenden des Minsker Ghettos war sie von den Trauerfeierlichkeiten zutiefst berührt.
Tamara Resnik, aus Israel angereist, sagte: „Die traurigen Ereignisse werden für immer in unserem Herzen bleiben. Dass jetzt in Minsk Gedenkfeiern stattfinden, freut uns aber sehr, denn es zeigt, dass der belarussischen Bevölkerung das Schicksal der jüdischen Bevölkerung am Herzen liegt.“ Die Botschaft der bewegenden Ansprachen war deutlich: Das Geschehene darf nicht vergessen werden.
Dr. Gebhardt Weiss, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Belarus, appellierte an die Zuhörer: „Es liegt in der Verantwortung der Nachkriegsgeneration und aller folgender Generationen, den Schrecken nicht zu vergessen.“ Matthias Tümpel, Vorsitzender des IBB Dortmund sowie Professor Manfred Zabel, stellvertretender Vorsitzender, legten einen Kranz nieder.
Ergreifendes Zeitzeugengespräch in der IBB „Johannes Rau“ Minsk
In einem ergreifenden Zeitzeugen-Gespräch in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk, berichtete Günter Katzenstein vor Deutschen und Belarussen über seinen Schicksalsweg: Der heute 89jährige war als 19jähriger aus Düsseldorf ins Minsker Ghetto deportiert worden. Die Teilnahme an den Feierlichkeiten sei ihm so wichtig gewesen, dass er die Strapazen der Reise gern auf sich genommen habe. Der IBB dankte er, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels der deutsch- belarussischen Geschichte leiste.
Auch Leonid Lewin, Vorsitzender des Verbandes der jüdischen Verbände und Gemeinden in Belarus, lobte das Engagement des IBB für die Völkerverständigung und Versöhnung. „Wir wissen zu schätzen, was heute in Deutschland passiert“, sagte Lewin. „Die Aufarbeitung der Geschichte und die Hilfe, die wir dabei aus Deutschland erfahren, ist sehr wichtig für uns.“ In seiner Ansprache hob er auch die Rolle jener Belarussen hervor, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Juden das Leben gerettet haben. „Wer ein Menschenleben rettet, rettet die Welt“, sagte er vor rund 1200 Teilnehmern an der Trauerversammlung der belarussischen Öffentlichkeit am Dienstagabend in Minsk.
Manfred Stolpe: Besuche der Kinder aus Belarus tragen zur Völkerverständigung bei
Auf Einladung des IBB Dortmund richtete Bundesminister a.D. Manfred Stolpe im Namen der rund 100 anwesenden deutschen Teilnehmer versöhnende Worte an die Zuhörer: „Sich zu erinnern und zu gedenken ist der beste Schutz gegen Vergessen und Verdrängen. Nur wer sich der Vergangenheit bewusst ist, kann auch die Zukunft gestalten. Die mehr als 10 000 belarussischen Kinder und Jugendliche, die jedes Jahr ihre Freunde in Deutschland besuchen, tragen immens zur gegenseitigen Verständigung bei.“
Stolpe berief sich auf das Vermächtnis des verstorbenen früheren deutschen Staatsoberhauptes Johannes Raus, in dessen Sinne die IBB in Minsk ihre Arbeit gestaltet: „Bundespräsident Rau, der große Freund von Israel und Belarus, hat uns das Vermächtnis hinterlassen, die Verbindung zu beiden Völkern und Staaten zu stärken und dabei Zusammenarbeit und Toleranz, Demokratie und Menschenrechte als Bausteine für eine friedliche Zukunft zu gestalten.“
Städtepartnerschaft Bonn-Minsk soll intensiviert werden
Nach ihrer Ankunft in Minsk am Montag hatte die deutsche Delegation bereits Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Botschafter in Belarus, Dr. Gebhardt Weiss und mit dem Bürgermeister der Stadt Minsk, Mikhail Titenkow. Helmut Joisten, Bürgermeister der Stadt Bonn, nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung der Städtepartnerschaft zwischen Bonn und Minsk zu unterstreichen: Die Zusammenarbeit soll in den Bereichen Stadtentwicklung und Umweltschutz intensiviert werden.
Ein weiteres Gesprächsthema war die geplante Errichtung einer Gedenkstätte für das Vernichtungslager Maly Trostenez. In diesem Lager in der Nähe von Minsk waren auch viele deportierte Juden aus dem Köln-Bonner- Raum ermordet worden.
Zur deutschen Delegation gehören die Leiterin der Gedenkstätte Bonn, Astrid Mehmel, das Kölner Ratsmitglied Peter Sörries, die stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Dr. Karola Fings, sowie der ehemalige Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, IBB–Kuratoriumsmitglied Dr. Herbert Schnoor.
Am Montagabend hatte zum Auftakt der mehrtägigen Gedenkfeiern der belarussische Staatspräsident Aleksandr Lukaschenko bewegende und versöhnende Worte an seine Zuhörer gerichtet. Am heutigen Mittwoch wird in Minsk ein neuer Gedenkstein enthüllt, der an die Deportierten aus Köln, Bonn, Siegburg und weiteren Städten aus dem Rheinland erinnern wird. Ein weiterer Gedenkstein für die Opfer aus Berlin wird im nächsten Jahr seiner Bestimmung übergeben.
Zum geschichtlichen Hintergrund:
Auf belarussischem Boden hatten die Nazis nach ihrem Einmarsch 1941 die systematische Ermordung von Juden perfide perfektioniert. Allein im Minsker Ghetto wurden 80 000 Juden ermordet, auf belarussischem Boden insgesamt waren rund 800 000 Opfer jüdischen Glaubens zu beklagen. „Jeder Quadratmeter in Belarus ist mit Blut getränkt“, verdeutlichte Leonid Lewin, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneter Präsident des Verbandes jüdischer Gemeinden in Belarus und Mahnmal-Architekt vor wenigen Wochen in Dortmund. Rund 2,2 Millionen Menschen waren in Folge des deutschen Überfalls 1941 in Belarus getötet worden. Diese Zahl entspricht einem Viertel der Gesamtbevölkerung des EU-Nachbarlandes.
Bildtext Informationen (druckfähige Fotos auf Anfrage):
Foto: IBB- Trauer in Minsk
In einer öffentlichen Gedenkstunde gedachten Deutsche und Belarussen am Dienstag, 21. Oktober, erstmals gemeinsam der Opfer des Holocaust in Minsk.
Foto: IBB- Kranz- in- Minsk
Matthias Tümpel (l), Vorsitzender des IBB Dortmund und Professor Manfred Zabel, stellvertretender Vorsitzender, legten einen Kranz nieder am Obelisken in der Erschießungsgrube „Jama“ in Minsk.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos traf am gestrigen Montag eine Delegation aus Bonn und Köln in der belarussischen Hauptstadt ein. Im Rahmen des ersten offiziellen Gedenkens an die Opfer des Holocaust in Belarus wird in dieser Woche in Trauerfeiern der in Minsk ermordeten Juden gedacht. Am Mittwoch, 22. Oktober, wird ein Gedenkstein für die verschleppten und ermordeten Juden aus Köln, Bonn, dem Rhein- Sieg- Kreis und anderen Orten des Rheinlandes auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof seiner Bestimmung übergeben.
Zu den deutschen Vertretern, die aus diesem Anlass angereist sind, zählen der Bürgermeister der Stadt Bonn, Helmut Joisten und die Leiterin der Gedenkstätte Bonn, Astrid Mehmel, sowie aus Köln das Ratsmitglied und zweiter stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses Peter Sörries und die stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Dr. Karola Fings.
Zusammen mit dem ehemaligen Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Herbert Schnoor, wurde die Delegation durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Gebhardt Weiß, willkommen geheißen.
Im Anschluss fand ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Minsk, Mikhail Titenkow, statt. Im Namen des Oberbürgermeisters der Stadt Köln überreichte Peter Sörries dem belarussischen Bürgermeister ein Buch mit Wandinschriften aus den Zellen der ehemaligen Kölner Gestapozentrale, in dem auch Namen von Opfern aus Minsk enthalten sind.
„Die Städtepartnerschaft der Stadt Bonn mit der Stadt Minsk ist von großer Bedeutung“, unterstrich der Bonner Bürgermeister Helmut Joisten. Dies sei ihm bereits im vergangenen Jahr bei seinem Besuch anlässlich des Stadtfestes in Minsk besonders bewusst geworden. Darüber hinaus äußerte Joisten den Wunsch, die Partnerschaft noch zu intensivieren. Es wurde vereinbart, die Zusammenarbeit der Partnerstädte auf die Bereiche der Stadtentwicklung und des Umweltschutzes auszudehnen.
Im Bezug auf die Errichtung einer Gedenkstätte in Maly Trostenez, jenem Ort nahe Minsk, an dem die deportierten Juden aus dem Köln-Bonner-Raum ermordet wurden, konnten erste Kooperationsansätze besprochen werden. Auch der belarussische Präsident Aleksandr Lukaschenko hat sich in seiner gestrigen Ansprache am Mahnmahl der „Jama“, der Erschießungsgrube des Minsker Ghettos, zu einer Gedenkstätte in Maly Trostenez bekannt und für eine Errichtung ausgesprochen.
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur wird in wenigen Tagen erreicht: In der ersten offiziellen Gedenkfeier des jungen belarussischen Staates werden Deutsche aus Dortmund, Siegen, Köln, Siegburg, Bonn, Düsseldorf, Berlin und anderen Orten gemeinsam mit Überlebenden in Minsk der Opfer des Holocaust gedenken. Anlass gibt der 65. Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos am 22./ 23. Oktober 1943.
Erstes offizielles Gedenken an Opfer des Holocaust in Belarus
Die offiziellen Gedenkfeiern, organisiert vom Verband der jüdischen Gemeinden in Belarus, flankiert das IBB mit einer Studienreise, mit der Aufstellung eines neuen Gedenksteins für die Opfer aus Köln, Bonn und Siegburg und mit einem Symposium zum Stand der gemeinsamen deutsch-belarussischen Holocaust-Forschung.
„In der Vergangenheit konzentrierte sich die offizielle Erinnerungskultur auf Kriegsveteranen und Partisanen“, weiß Peter Junge- Wentrup, der als Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) die deutsche Beteiligung an den Gedenkstunden maßgeblich mit beeinflusst hat. „Aber niemand gedachte der Opfer in der Zivilbevölkerung und der zu tausenden ermordeten jüdischen Mitbürger.“ Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung – dieser Überzeugung folgend wirkt das IBB seit seiner Gründung 1986 mit an der Aufarbeitung der dunkelsten Kapitel der deutsch- belarussischen Geschichte. In den Gedenkfeierlichkeiten in der kommenden Woche wird diese Arbeit ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen.
Im Rahmen der offiziellen Gedenkstunde am Montag, 20. Oktober, wird der belarussische Staatspräsident Aleksandre Lukaschenko eine Ansprache halten in der Minsker Jama. Die Öffentlichkeit wird am Dienstag, 21. Oktober, Gelegenheit haben, an einem Trauerzug vom ehemaligen Jüdischen Friedhof zur Erschießungsgrube Jama im früheren Ghetto teilzunehmen. Für den Abend ist eine öffentliche Trauerversammlung im Konzertsaal Minsk geplant mit voraussichtlich 1200 Teilnehmern. Auf Einladung des IBB wird Minister a. D. Manfred Stolpe im Namen der vermutlich rund 100 deutschen Teilnehmer in dieser Gedenkstunde versöhnende Worte an die Zuhörer richten.
Neuer Gedenkstein erinnert an verschleppte Bürger aus Köln, Bonn und Siegburg
Am Mittwoch, 22. Oktober, wird ein Gedenkstein für die verschleppten und ermordeten Bürgerinnen und Bürger aus Köln, Bonn, dem Siegkreis und weiteren Orten des Rheinlandes auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gestiftet wurde der Gedenkstein von den Städten Köln und Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis. Als Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Köln wird Peter Sörries, Mitglied des Rates der Stadt Köln, und als Vertretung der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn wird der Bonner Bürgermeister Helmut Joisten erwartet. Außerdem werden Vertreterinnen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und der Bonner Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus anwesend sein.
Ein weiterer Gedenkstein für die aus Berlin stammenden Opfer soll im nächsten Jahr errichtet werden. Die Städte Hamburg, Düsseldorf und Bremen hatten bereits zu früheren Zeitpunkten Gedenksteine zur Erinnerung an die Zwangsdeportierten aus ihren Städten aufgestellt. „Mit diesen Gedenkfeiern zum 65. Jahrestag wird erstmals ein differenziertes Erinnern möglich“, unterstreicht Junge-Wentrup.
Die rund 50 Teilnehmer an der vom IBB organisierten Studienreise „Jüdisches Leben in Weißrussland“ erhalten am Mittwoch, 22. Oktober, die exklusive Gelegenheit, den neuesten Stand der ebenfalls vom IBB angestoßenen deutsch-belarussischen Forschung aus erster Hand zu erfahren. Professor Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, wird die Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojekts „Judenverfolgung in Weißrussland“ vorstellen. Die Ergebnisse konzentrieren sich auf das Ghetto Minsk und das Vernichtungslager Trostenez.
Unter den Teilnehmern der IBB- Reisegruppe werden sich mit Werner Müller ein bekannter Autor und mit Günter Katzenstein, 88, ein Holocaust-Überlebender aus Düsseldorf befinden. Zusammen mit anderen an der christlich-jüdischen Versöhnungsarbeit Interessierten werden sie im Verlauf ihrer Studienreise noch die Gedenkstätten Chatyn und das Kinderdenkmal Krasnij Bereg besuchen. Begegnungen, die über das jüdische Leben in Belarus vor dem Krieg und heute informieren, runden das Programm ab.
Zum geschichtlichen Hintergrund:
Auf belarussischem Boden hatten die Nazis nach ihrem Einmarsch 1941 die systematische Ermordung von Juden perfide perfektioniert. Allein im Minsker Ghetto wurden 80 000 Juden ermordet, auf belarussischem Boden insgesamt waren rund 800 000 Opfer jüdischen Glaubens zu beklagen. „Jeder Quadratmeter in Belarus ist mit Blut getränkt“, verdeutlichte Leonid Lewin, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneter Präsident des Verbandes jüdischer Gemeinden in Belarus und Mahnmal-Architekt vor wenigen Wochen in Dortmund. Rund 2,2 Millionen Menschen waren in Folge des deutschen Überfalls 1941 in Belarus getötet worden. Diese Zahl entspricht einem Viertel der Gesamtbevölkerung des EU-Nachbarlandes.
Über Wege zum Bürokratieabbau und zur bürgerfreundlichen Verwaltung informieren sich acht hochrangige Beamte aus dem EU-Nachbarland Belarus am Mittwoch, 15. Oktober, und Donnerstag 16. Oktober, in Berliner Behörden. Der Fachbesuch wird durch das Entwicklungsprogramm Belarus der Vereinten Nationen (UNDP Belarus) ermöglicht. Organisiert wird der Besuch vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB).
Referenten des Bundesinnenministeriums werden den Fachbesuchern am Mittwoch und Donnerstag einen Überblick über die jüngsten Reformen zur Verbesserung des Kundenservice vermitteln. Daneben geht es um die Frage, wie Bürokratie-Kosten kalkuliert werden können. In verschiedenen Berliner Bezirksämtern werden sich die Experten vor Ort unter anderem über das Beschwerdemanagement informieren. Die Besucher erhoffen sich Impulse für die Neustrukturierung der Verwaltungen in ihrem Heimatland Belarus. Auch dort sollen bürokratische Abläufe vereinfacht und bürgerfreundlich optimiert werden. Ein erstes Büro für Bürgerdienste in Minsk nahm nach der jüngsten Reise im Mai 2008 bereits seinen Testbetrieb auf.
Zu den Fachbesuchern gehören die stellvertretende Direktorin und ein Abteilungsleiter des Nationalen Zentrums für Juristische Studien der Republik Belarus, der Direktor der Staatlichen Firma „Computer Center des Exekutivkomitees Minsk“ sowie führende Vertreter der Regionalen Exekutivkomitees in Vitebsk, Gomel und Mogiliow.
Am Freitag treten die Gäste ihre Heimreise an.
Eine märchenhafte Idee für den Jahreswechsel 2008/2009 bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB): Die Bildungsfahrt „1001 Silvesternächte“ (ent-) führt die Teilnehmer vom 28. Dezember bis 2. Januar 2009 nach Marrakesch, in die rote Stadt der Berber.
Stilecht werden die Teilnehmer in liebevoll renovierten Riads wohnen: Zu Gästehäusern umgebauten kleinen Palästen voller orientalischer Mosaike und Aromen. Das Reiseprogramm enthält neben einer Stadtbesichtigung von Casablanca mit der zweitgrößten Moschee der Welt eine Bahnfahrt landeinwärts und ganztägige Stadtspaziergänge in Marrakesch: Die Besucher werden den 1946 errichteten Garten Majorelle von Yves St. Laurent kennen lernen, mit Stadtplanern über die Restaurierung der Altstadt - UNESCO-Weltkulturerbe - sprechen und dem Künstler Hans Werner Geerdts begegnen, der seit mehr als 40 Jahren in Marrakesch wohnt.
Der Teilnehmerpreis in Höhe von 1295 Euro enthält unter anderem die Kosten für die Flugreise, Transfers in Marokko, Hotel, Silvesterdinner und Versicherungen. Anmeldeschluss ist am 1. Oktober. Anmeldungen und nähere Informationen beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. unter 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.

- Leonid Lewin, Humanist, Künstler und Architekt, stellte sein Buch am 28. August in Dortmund vor.

- Leonid Lewin, IBB-Geschäftsführer Peter Junge-Wentrup und Autorin Dr. Astrid Sahm (v.l) präsentieren die jüngste Publikation des IBB. Fotos: IBB
Als Architekt hat er preisgekrönte Gedenkstätten in Belarus geschaffen, als Mensch hat er „Brücken der Versöhnung“ nach Dortmund und Deutschland gebaut: Leonid Lewin, 72, Träger des Leninpreises der Sowjetunion und des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, widmet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) die erste deutschsprachige Publikation: „Architektur als Gratwanderung – Leonid Lewin – ein Werk als Brücke von Gedächtnis und Gegenwart“ kann ab sofort beim IBB bestellt werden. Das Buch erscheint nicht zufällig zum internationalen Studientag „Brücken einer gemeinsamen Erinnerungskultur“ am Samstag, 30. August 2008, in Dortmund.
Im kritischen Kontrast zum Sowjetischen Realismus und zur viele Jahre verordneten Glorifizierung des Zweiten Weltkriegs in Belarus als dem „Großen Vaterländischen Krieg“ hat Lewin seit den 60er Jahren Orte der Erinnerung geschaffen, die mit einfachen Mitteln die Tragödie des Krieges und des Holocaust erfahrbar machen. Für die 1969 eröffnete Gedenkstätte Chatyn erhielt er 1970 den Leninpreis.
„Ein gutes, modernes Denkmal sollte Information, Ausdruck und Sinn vermitteln“, beschreibt Lewin den eigenen hohen Anspruch. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion seien viele Kriegsdenkmäler aufgestellt worden, die mit gigantischen Ausmaßen Besucher beeindrucken wollen und dabei bedrohlich wirken. „Aber diejenigen, die als Kunstwerke gelten können, die einen berühren und zum Nachdenken bringen, lassen sich buchstäblich an einer Hand abzählen“, resümiert Lewin im Interview mit Autorin Dr. Astrid Sahm, Leiterin der IBB „Johannes Rau“ in Minsk. „Ich möchte, dass der Besucher die Tragödie durchlebt, an deren Ort er gekommen ist. Wenn er die Gedenkstätte verlässt und vergisst, was er dort gesehen hat, dann habe ich mein Ziel verfehlt.“
Mit dem Blick eines in Belarus lebenden Künstlers hält Lewin die Erinnerung an die Opfer wach: Das Denkmal für die ermordeten Juden an der Minsker Jama (Grube) zeigt die Opfer als Bronzefiguren, die als gesichtslose Schatten die Treppe zur Grube hinunter gehen. Sein Denkmal für alle ermordeten Kinder der Kriege in Krasnyj Bereg stellt ein Segelboot und Kinderbilder als Zeichen für immer verlorener Kinderträume in den Mittelpunkt. Die Erinnerung an das Konzentrationslager Stalag Nr. 342 in Molodetschno ist von außen als bedrohlich massiver Betonblock angelegt und eröffnet erst hinter den Mauern den Blick auf Zeichen der Hoffnung. Die Gedenkstätte in Gorodeja zur Erinnerung an die ermordeten jüdischen Einwohner des Dorfes bezieht Landschaft und Menschen stark ein: Zur stilisierten Häuserruine auf dem Hügel führt eine Felsbrocken-Kaskade, die von überlebenden Dorfbewohnern zur Erinnerung an jedes einzelne Opfer dorthin geschafft wurde.
Ein Krieg – so lautet Lewins Botschaft – kann nicht unter dem Blickwinkel von Sieg oder Niederlage betrachtet werden. Krieg ist eine menschliche Tragödie. „Das Wesentliche einer gemeinsamen Erinnerungskultur liegt aus meiner Sicht darin, dass es ein übereinstimmendes Verständnis für den Krieg als Tragödie gibt“, sagt Lewin. „Ich stehe für eine Kunst, die gegen den Krieg agitiert.“
Lewin ist in Belarus Vorsitzender des Verbandes der jüdischen Gemeinden. Seit 1995 ist er Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk. Für sein herausragendes Engagement in der Versöhnungsarbeit zwischen Deutschland und Belarus erhielt er am 2. April 2008 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Botschafter Dr. Gebhardt Weiss würdigte Lewin als Vertreter einer Generation, die die eindringliche Erinnerung an die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg mit dem Willen zur verantwortungsvollen Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft in Europa verbindet.
Im Laufe seines bisherigen beruflichen Schaffens hat Lewin mehr als 20 Orte der mahnenden Erinnerung gestaltet. Aktuell arbeitet er an Gedenkstätten für die Opfer des Holocaust in Mosyr und Witebsk.
Das 66 Seiten umfassende Buch kann ab sofort bestellt werden gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund unter der Tel: 0231-952096-0 oder auf der Homepage www.ibb-d.de.
Sie gilt wegen ihrer Bausubstanz als Elbflorenz und wegen der mit Spendenhilfe wieder aufgebauten Frauenkirche als gutes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements. Doch die Wahlerfolge der NPD und der geplante Bau der Waldschlösschenbrücke werfen Schatten auf die sächsische Landeshauptstadt. Dresden ist das Ziel einer Bildungsreise, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW vom 6. bis 10. Oktober 2008 anbietet.
Besichtigungen des Landtags, der Semperoper, des Schauspielhauses und der Frauenkirche stehen ebenso wie ein Ausflug in die Sächsische Schweiz auf dem Programm. Die Teilnehmer werden daneben – wie immer bei Fahrten des IBB – Gelegenheit zu aufschlussreichen Gesprächen haben unter anderem über rechtsradikale Tendenzen, die Geschichte der Frauenkirche und über die wirtschaftliche und politische Situation der Elbmetropole. Eine Stadtführung vermittelt daneben Eindrücke von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und eine Führung in der Gedenkstätte Pirna– Sonnenstein widmet sich dem Thema Euthanasie.
Im Teilnehmerpreis von 450 € (für Gewerkschaftsmitglieder 390 €) sind u. a. die Kosten für die Bahnreise, Unterkunft und Programm enthalten. Anmeldeschluss ist am 31. August. Anmeldungen und nähere Informationen beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. unter 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.
Kurzfassung:
Eine Bildungsreise nach Dresden bietet das IBB Dortmund in Kooperation mit der GEW NRW vom 6. bis 10. Oktober 2008 an. Führungen durch den Landtag, die Semperoper und die Frauenkirche vermitteln einen Eindruck von der historischen und aktuellen Situation in der sächsischen Landeshauptstadt. Ein Abstecher führt in die Sächsische Schweiz und zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein. Im Teilnehmerpreis von 450 Euro, für Gewerkschaftsmitglieder 390 Euro, sind u. a. die Kosten für die Bahnreise, Unterkunft und Programm enthalten. Anmeldeschluss ist am 31. August. Anmeldungen und nähere Informationen beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. unter 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.

Ein polnischer Abend an der französischen Atlantikküste war nicht nur für die deutschen Teilnehmer an der achten französisch-deutsch-polnischen Jugendkonferenz ein Highlight. Am 5. Juli waren die 15 deutschen Teilnehmer von der anregenden, aber auch anstrengenden einwöchigen Jugendbegegnung im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks zurückgekehrt.
Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) hatte die deutsche Beteiligung im Fachbereich Beruf international und Migration organisiert und mit Linda Ebbers eine Gruppenleiterin mit auf den Weg nach Nordfrankreich geschickt. Bereits seit 2004 betreut das IBB dieses jährliche Projekt im Auftrag der Staatskanzlei NRW.
Sieben Tage lang trafen die 17- bis 23jährigen Gleichaltrige aus den nordrhein-westfälischen Partnerregionen Nord-Pas de Calais (Frankreich) und Schlesien (Polen). Im nordfranzösischen Ferienort Ambleteuse, wenige Kilometer westlich von Calais, widmeten sich die insgesamt 45 Teilnehmer intensiv dem Thema „Migration im erweiterten Europa“.
Zahlreiche Impuls-Vorträge beleuchteten das Thema – von der jahrhundertealten Geschichte der Migration in Europa bis zu möglichen Folgen des irischen „Neins“ zum Lissabon-Vertrag und möglichen Folgen für die EU. Politiker der drei Regionen besuchten die Gruppe, darunter Europareferent Dr. Christian Engel von der NRW-Staatskanzlei, Vize-Marschall Zbyszek Zaborowski, in der Region Schlesien zuständig für internationale Angelegenheit und Kultur, Europareferent Michel Grellier und Jan Olbrycht, Mitglied des Europaparlaments und Vizepräsident der Kommission für Regionalentwicklung. Damit nicht genug: Sogar mit dem polnischen Botschafter in Frankreich, Seiner Exzellenz Tomasz Orlowski, sowie dem deutschen Botschafter Seiner Exzellenz Peter Ammon machten die jungen Leute auf der achten Jugendkonferenz Bekanntschaft und auch Wanda Krystyna Kalinska vom polnischen Generalkonsulat in Lille stattete der Politik-interessierten Gruppe einen Besuch ab.
Mit ihren Vorträgen stießen die hochkarätigen Besucher lebhafte Diskussionen an, zum Beispiel über die zunehmende Anforderung an die räumliche Flexibilität hoch qualifizierter Spezialisten innerhalb Europas. Die jungen Teilnehmer brachten individuelle Erfahrungen und unterschiedliche Blickwinkel in die Gespräche ein: Die eigene Herkunft aus dem Iran und Erfahrungen von Elternteilen aus dem Senegal und Algerien. Die jungen Polen berichteten vom spürbaren Druck auf die neue EU-Außengrenze in Polen durch Zuwanderungswillige aus Belarus, der Ukraine und Russland – während qualifizierte junge Polen aktuell zur Arbeitssuche in Richtung England und Irland abwandern.
Interessante Impulse vermittelte die Vorführung des preisgekrönten Films ‚Lichter’. Er erzählt die Lebensgeschichten von jungen Deutschen, Polen und Ukrainern, die sich in Frankfurt an der Oder begegnen und erkennen, dass in ihren Lebensgeschichten Welten aufeinander treffen. Am Grenzfluss zeigt der Film, wie schmal die Grenze ist zwischen Armut und Auskommen, zwischen Lüge und Legalität, zwischen dem Wunsch nach freier Wahl des Aufenthaltsortes und der Wirklichkeit für die Menschen jenseits der EU-Grenze. “Dieser Film hat viele sehr bewegt“, berichtet Linda Ebbers, Begleiterin der deutschen Gruppe.
Die vielen neuen Erfahrungen verarbeiteten die Teilnehmer schließlich in Workshops zu Collagen, Sketchen und Mind-Maps und präsentierten diese Ergebnisse am Ende der Woche am 4. Juli beim trilateralen Jugendgipfel im Conseil Régional, dem französischen Regionalparlament in Lille, wo die Gruppe am Ende sogar Gelegenheit zu Gesprächen mit französischen Europa- und Regional-Politikern hatte.
Simultan-Dolmetscher sorgten die ganze Woche über für glänzende Verständigung. Im Freizeitprogramm genossen die jungen Leute die Nähe zum Meer. „Viele hatten zum ersten Mal Gelegenheit zum Strandsegeln“, erzählt Linda Ebbers.
Am Ende der informationsreichen Woche stand für viele fest: So eine Begegnung müsste es noch einmal geben. Und auch das Thema Migration bietet noch viele Anknüpfungspunkte für weitere Diskussionen. Vorüberlegungen auf politischer Seite zur Fortsetzung dieser Themenreihe über drei Jahre bestehen bereits.
Bildtext-Information (Foto in druckfähiger Qualität auf Anfrage):
Viele Türen öffneten französische, polnische und deutsche Europapolitiker und Botschafter für die 45 Teilnehmer an der achten trilateralen Jugendkonferenz im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks: Im Regionalparlament von Lille hatten sie Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer arbeitsreichen Woche zum Thema „Migration im erweiterten Europa“ zu präsentieren und zu diskutieren. 15 junge Leute aus Nordrhein-Westfalen waren am Ende begeistert von der Begegnung mit Gleichaltrigen aus den Partnerregionen aus Nordfrankreich und Schlesien.
Zum Hintergrund:
Die 15 deutschen Teilnehmer kamen aus Recklinghausen, Essen, Dortmund, Pulheim, Bonn, Nettetal, Sendenhorst, Meschede, Warendorf, Bad Oeynhausen, Oerlinghausen, Oer-Erkenschwick und Bergkamen. Eingeladen waren sie von der Staatskanzlei des Landes Nordhrein-Westfalen, die die Jugendbegegnung auf der Basis des Weimarer Dreiecks zum achten Mal mit veranstaltet hatte.
Die jährliche Jugendkonferenz wird reihum in den Ländern Deutschland, Frankreich und Polen angeboten und in Deutschland organisiert unter anderem vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) e.V. in Dortmund. Sie zieht auf regionaler Ebene die Achsen des Weimarer Dreiecks nach, das der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher zusammen mit seinen französischen und polnischen Amtskollegen, Dumas und Skubiszewski, am 28. August 1991 in Weimar ins Leben gerufen hat.
2008 führte es zum achten Mal junge Menschen aus den früheren Bergbaugebieten Nord-Pas-de-Calais (Frankreich), der Woiwodschaft Schlesien (Polen) und Nordrhein-Westfalen zusammen.
Mitgewirkt haben: Das Deutsch-französische Jugendwerk, das Deutsch-Polnische Jugendwerk, das IBB, das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Gliwice, das Maison de la Polonia de France in Hénin –Beaumont und das Goetheinstitut in Lille.

Bundesweit gibt es mittlerweile rund 350 deutsch-ukrainische Partnerschaftsinitiativen und 29 deutsch-ukrainische Städtepartnerschaften, unter anderem zwischen Nürnberg und der ostukrainischen Gebietshauptstadt Charkiw, zwischen Leipzig und der ukrainischen Hauptstadt Kiew, zwischen München und Kiew, zwischen Regensburg und Odessa, zwischen Freiburg und Lwiw (Lemberg) , zwischen Heidelberg und Simferopol. Einige dieser Kontakte gibt es schon seit 10, 20 oder noch mehr Jahren. Viele Sozialprojekte, Jugendbegegnungen und mittlerweile auch wirtschaftliche Kontakte gehen auf die Städtepartnerschaften zurück.
Um sich vor Ort über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Entwicklung der ukrainischen Zivilgesellschaft zu informieren, war eine Studiengruppe des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB) und des Deutsch-Ukrainischen Forums (DUF) vom 2. bis 8. Juli 2008 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und vier Regionen des zweitgrößten Landes Europas unterwegs.
„Wie der Zufall so spielt, trafen wir im ‚Bochumer Haus’ in Donezk Horst Grabski und seine Frau. Der Pfarrer im Ruhestand aus Bochum berichtete über die diakonische Arbeit der Sozialstation, die mit Unterstützung des Freundeskreises Bochum-Donezk e.V. und des evangelischen Kirchenkreises Bochum in der ukrainischen Gebietshauptstadt aufgebaut wurde“, sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH. Die Sozialstation betreut alte Menschen – darunter viele ehemalige Zwangsarbeiter und Häftlinge aus Konzentrationslagern – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung zwischen Deutschland und den Opfern des Zweiten Weltkrieges.
Im westukrainischen Lwiw (Lemberg) besuchte die deutsche Gruppe unter anderem das Rehabilitationszentrum Dzherelo. Die Behinderteneinrichtung für Kinder und Jugendliche ist die modernste Einrichtung in der Ukraine und hat dennoch Probleme, da es so gut wie keine staatliche Unterstützung gibt. Zudem fehlt es an Möglichkeiten für erwachsene Behinderte. Dieser Aufgabe will sich die Lemberger Initiative gern widmen – braucht dazu aber finanzielle Unterstützung.
„Auch die Aktivitäten des Bayerischen Hauses in der Schwarzmeerstadt Odessa sind beeindruckend“, sagte DUF-Geschäftsführer Dr. Klaus Oberländer. Neben der AIDS-Prävention – gemeinsam mit dem Berliner Verein Connect plus – sowie Kultur- und Sprachprogrammen werden dort auch Unternehmensgründer beraten.
Bildungsarbeit, Trainingsprogramme für Nichtregierungsorganisationen (NGO) und zum sozialverantwortlichen Unternehmertum sind hingegen die Schwerpunkte der Stiftung „Gesellschaftliche Initiativen“ im ostukrainischen Charkiw. Auf ihre Anregung geht auch das NGO-Netzwerk „Rat der Partnerschaft“ zurück, an dem sich bereits 39 Vereine und Initiativen der Zwei-Millionen-Einwohner-Metropole beteiligen. Andere Vereine setzen sich für den
Erhalt des Stadtwaldes ein oder informieren über europäische Werte.
„Ich bin überwältigt vom hohen Engagement der Menschen und von der mittlerweile erreichten Professionalität in einigen Projekten“, zog IBB-Mann Junge-Wentrup ein erstes Fazit der Reise. „Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man die schwierigen ökonomischen Bedingungen in der Ukraine und die weitgehend fehlenden staatlichen Finanzhilfen für NGO-Projekte bedenkt“, stimmte Dr. Oberländer zu.
Das Deutsch-Ukrainische Forum ist der größte bundesweit operierende Verein in den Beziehungen beider Länder, der sich seit 1999 für Entwicklung und Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft einsetzt. Gemeinsam mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk setzt man sich seit mehr als einem Jahr dafür ein, dass die Regierungen Deutschlands und der Ukraine ein „Partnerschaftsprogramm Ukraine“ vereinbaren, mit dem künftig NGO-Projekte und bürgerschaftliches Engagement besser gefördert werden können.
„Unsere Reise hat gezeigt, dass dieses Partnerschaftsprogramm den Nagel auf den Kopf trifft: sowohl was die Förderung von Einzelprojekten angeht, als auch bei der Vernetzung und Professionalisierung, haben wir in Gesprächen mit etwa 60 Initiativen sehr positive Resonanz gefunden“, ergänzte Peter Junge-Wentrup. Allerdings ließ der dicht gedrängte Kalender kaum Zeit für die Schönheiten der ukrainischen Städte und Regionen – dazu soll aber bei künftigen Besuchen mehr Zeit sein, waren sich die Teilnehmer der Studienreise einig.
Text und Fotos: Thomas Nawrath – Abdruck honorarfrei
Fast 2000 Kilometer östlich des Ruhrgebietes befindet sich das ukrainische Bergbaugebiet Donbass. Seit mehr als 20 Jahren sind die Gebietshauptstadt Donezk und Bochum partnerschaftlich verbunden. Um sich vor Ort über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Entwicklung der ukrainischen Zivilgesellschaft zu informieren, war eine Studiengruppe des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund (IBB) und des Deutsch-Ukrainischen Forums (DUF) Magdeburg in den vergangenen Tagen im Donbass und weiteren vier Regionen der Ukraine unterwegs.
„Wie der Zufall so spielt, trafen wir im ‚Bochumer Haus’ in Donezk Horst Grabski mit seiner Frau. Der Pfarrer im Ruhestand aus Bochum- Wiemelshausen berichtete über die diakonische Arbeit der Sozialstation, die mit Unterstützung des Freundeskreises Bochum-Donezk e.V. und des evangelischen Kirchenkreises Bochum in der ukrainischen Gebietshauptstadt aufgebaut wurde“, sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB- gGmbH. Die Sozialstation betreut alte Menschen – darunter viele ehemalige Zwangsarbeiter und Häftlinge aus Konzentrationslagern – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung zwischen Deutschland und den Opfern des Zweiten Weltkrieges.
„Es ist beeindruckend, was die Städtepartnerschaft Bochum-Donezk besonders auf dem sozialen und kirchlich-ökumenischen Gebiet realisiert“, ergänzte DUF-Geschäftsführer Dr. Klaus Oberländer. So werden auf Initiative des Freundeskreises und der Sozialstation in Donezk regelmäßig Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme für Altenpflegerinnen durchgeführt, deren Bedarf auch in der Ukraine auf Grund der demografischen Entwicklung weiter steigt.
Die Studiengruppe aus Deutschland besuchte auch weitere Vereine und Hilfsprojekte von Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Odessa am Schwarzen Meer, im ostukrainischen Charkiw, im westukrainischen Lwiw (Lemberg) und in der Hauptstadt Kiew. „Ich bin beeindruckt vom hohen Engagement der Menschen und von der mittlerweile erreichten Professionalität in einigen Projekten“, zog IBB-Mann Junge-Wentrup ein erstes Fazit der Reise. „Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man die schwierigen ökonomischen Bedingungen in der Ukraine und die weitgehend fehlenden staatlichen Finanzhilfen für NGO-Projekte bedenkt“, stimmte auch Dr. Oberländer zu.
29 offizielle Partnerschaften gibt es zwischen deutschen und ukrainischen Städten. Mit Bochum/Donezk, Viersen/Kaniw, Oberhausen/Saporischja und Düren/Stryj sind gleich vier davon in NRW beheimatet. Und nicht nur das: Rund 350 deutsch-ukrainische Partnerschaftsinitiativen pflegen Kontakte. Das Deutsch-Ukrainische Forum ist der größte bundesweit operierende Verein in den Beziehungen beider Länder, der sich seit 1999 für Entwicklung und Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft einsetzt. Gemeinsam mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk setzt man sich gegenwärtig dafür ein, dass die Regierungen Deutschlands und der Ukraine ein „Partnerschaftsprogramm Ukraine“ vereinbaren, mit dem künftig NGO-Projekte und bürgerschaftliches Engagement besser gefördert werden können.
„Unsere Reise hat gezeigt, dass dieses Partnerschaftsprogramm Ukraine den Nagel auf den Kopf trifft: sowohl was die Förderung von Einzelprojekten angeht, als auch bei der Vernetzung und Professionalisierung haben wir in Gesprächen mit etwa 60 Initiativen sehr positive Resonanz gefunden“, ergänzte Peter Junge-Wentrup.
Text und Fotos: Thomas Nawrath – Abdruck honorarfrei (Fotos in druckfähiger Qualität auf Anfrage)
Beeindruckt von der Vielfalt der Weiterbildungseinrichtungen in freier und staatlicher Trägerschaft zeigten sich die rund 50 Teilnehmer an der Tagung „Lernen und Lehren nach der Schule“ am Wochenende in Dortmund. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) - selbst als Verein ein freier Träger der politischen und beruflichen Bildung – hatte die Tagung organisiert im Rahmen des Förderprogramms Belarus, das das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2007 zum vierten Mal aufgelegt hat. Die Mehrzahl der Teilnehmer – überwiegend beruflich engagiert im Bildungsbereich in Belarus - war extra aus dem östlichen EU-Nachbarland angereist.
Wie Weiterbildung in Deutschland organisiert und finanziert wird, erfuhren die Teilnehmer von fachkundigen Referenten: Monika Engel, Landesverband der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen e.V., erklärte die Besonderheiten der Weiterbildungszentren der öffentlichen Hand. Sie öffnete aber auch den Blick auf andere Organisationsstrukturen und Finanzierungsmodelle, die nach dem Weiterbildungsgesetz bezuschusst werden.
Wie aus einem Arbeitskreis ein selbst organisiertes Bildungszentrum werden kann, erfuhren die Teilnehmer von Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB gGmbH. Er referierte beispielhaft über die Geschichte des IBB, das erst 1986 seine Arbeit aufgenommen hat. Drei Referenten aus Belarus - Andrej Monastyrnij, Aliona Vialichka und Vasilij Pron – stellten die Situation der staatlichen Fortbildungsmaßnahmen für Erwachsene vor sowie die noch jungen Bemühungen von Vereinen und privaten Einrichtungen im belarussischen Bildungssektor. Am Sonntag schließlich drehten sich die Diskussionen um die Frage, welche Ideen und Projekte auf welchen Wegen in Belarus realisiert werden können.
Die Tagungsteilnehmer sind zum Teil an exponierten Stellen der belarussischen Gesellschaft mit Bildungsfragen beschäftigt: Im Bildungsministerium, im Republikanischen Institut für berufliche Weiterbildung, im Institut für Lehrerweiterbildung, in der Universität für Kunst und Kultur, in der Akademie für Postgraduiertenförderung, bei der Zeitung Argumenty i Fakty und nicht zuletzt bei AGA, der Dachorganisation für Nichtregierungsorganisationen (NGO), die im Bereich Erwachsenenbildung und informelle Bildung tätig sind.
Die Tagung war Höhepunkt und Abschluss eines Studienbesuchs der Gäste aus Belarus, die bereits am Dienstagabend, 17. Juni, in Deutschland eingetroffen waren und am Sonntag, 22. Juni, abreisten. Eine Stadtführung durch Dortmund und ein Besuch beim Benefizkonzert mit Herbert Grönemeyer für die neue Philharmonie in Bochum vermittelten lebendige Eindrücke vom Ruhrgebiet, seiner Architektur und Kultur. Ein Teil der Besuchergruppe hatte die Tage von Mittwoch bis Freitag zu einem umfangreichen Besichtigungsprogramm von unterschiedlichen Bildungseinrichtungen genutzt. Der andere Teil der Besuchergruppe hatte die ersten drei Tage des Aufenthalts in Deutschland genutzt zu einer Vertiefung der Kontakte zwischen den deutsch-belarussischen Partnerschaftsinitiativen. Zwischen Deutschland und Belarus gibt es zurzeit rund 650 aktive Initiativen, die lebendige Beziehungen unterhalten.
Das waren die einzelnen Stationen des Besuchs:
Universität Bielefeld
Eine eigene Arbeitsgruppe „Weiterbildung und Bildungsmanagement“ gibt es in der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld. Und studieren können dort nicht einmal nur Schulabgänger: Auch für Quer- und Späteinsteiger in den Wissenschaftsbetrieb, für Frauen und für Senioren öffnet die Universität die Türen zu den Hörsälen. Über das breit gefächerte Angebot an der Uni Bielefeld berichtete Dr. Gernot Gräßner, Beauftragter des Rektorats für wissenschaftliche Weiterbildung, der Expertengruppe aus Belarus. Er stellte aktuelle Projekte zum e-learning vor und sparte auch positive wie negative Aspekte des Bologna-Prozesses nicht aus.
Verein „Arbeit und Leben“ in Bielefeld
Wie man eine alte Fabrik zu einer modernen Denkfabrik umbauen kann, vermittelte Soziologe Heinz Deppermann vom Verein „Arbeit und Leben“ in Bielefeld, der sein Kursangebot mit staatlichen Zuschüssen und Teilnehmerbeiträgen finanziert. Aus Überschüssen im Kursangebot werden eigene Projekte quersubventioniert. Die Kombination von staatlichen und privaten Geldern begeisterte die Besucher aus Belarus.
Landeszentrale für politische Bildung in Düsseldorf
Wissenswertes über die Bildungslandschaft in NRW mit ihren rund 50 Einrichtungen der politischen Bildung erfuhren die Besucher aus Belarus in der Landeszentrale für politische Bildung in Düsseldorf. Beeindruckt vernahmen die Besucher, dass die Landeszentralen in der Pflicht stehen, nicht einseitig zu informieren, damit sich die Lernenden selbst eine Meinung bilden können.
Initiative zur Förderung von ausländischen Kindern (Ifak) in Bochum
Über den steilen Aufstieg von der Initiative zur Förderung von ausländischen Kindern zum erfolgreichen Bildungszentrum informierten die Leiterinnen der IFAK, Frau Hajo und Frau Thomis, die Besucher aus Belarus am vorigen Donnerstag. Mit inzwischen 22 Niederlassungen in Bochum ist die IFAK inzwischen eine erfolgreiche Säule im Bildungssektor der Stadt, die über ihre Arbeit mit den Kindern auch die Eltern erreicht.
Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte-Villigst
Wie politisch darf eine kirchliche Einrichtung sein, wenn sie mit Angeboten zur Erwachsenenbildung am Markt auftritt? Kritische Fragen zum Verhältnis von Staat und Kirche stellten die Besucher im Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte-Villigst. Die Besucher informierten sich hier besonders über adressatenbezogene Weiterbildungsangebote für die Männerarbeit geleistet wird.
Einige Plätze sind noch frei bei einer Studienreise nach Tallinn, die das Internationale
Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB ) vom 1. bis 5. Oktober 2008 anbietet. Die Teilnehmer werden die estnische Hauptstadt als Boomtown des Nordens kennen lernen von ihrer maritimen, kulturellen, historischen und romantischen Seite. Die Teilnahme für die Flugreise ab Frankfurt kostet 695 €. Anmeldungen sind noch bis Mitte Juli möglich www.ibb-d.de oder unter 0231.952096-0.
Termine frei für Klassenfahrten nach Weimar
Einige Termine in Weimar hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) noch frei für Klassenfahrten: Von Montag, 3. November, bis Freitag, 7. November 2008 sowie von Montag, 17. November, bis Freitag, 21. November 2008 können Schulklassen mit der Bahn oder mit dem Bus nach Weimar reisen. Auf Wunsch kann das Programm auch auf vier Tage verkürzt werden. Die Unterbringung erfolgt in einer Jugendbildungsstätte in zentraler Lage, in der auch genügend Arbeitszimmer für Gruppenarbeiten zur Verfügung
stehen. Für die Schüler stehen Drei-Bett-Zimmer mit DU/WC zur Verfügung, für Lehrer Einzelzimmer. Das Programm kann das IBB unterschiedlich gestalten: Entweder zum Schwerpunkt Nationalsozialismus mit einer Besichtigung der Gedenkstätte Buchenwald oder wahlweise auch zum Schwerpunkt „deutsche Klassik“ oder zum Schwerpunkt „Weimar als Kulturstadt“. Die Teilnehmerkosten belaufen sich auf ca. 230 Euro bei Fahrt ab Ruhrgebiet, Unterkunft mit Vollpension, Versicherung und Seminarleitung durch erfahrene IBB- Mitarbeiter (bei ca. 25 Schülern). Weitere Termine in Weimar und weitere Ziele für Klassenfahrten hat das IBB natürlich wie immer auch im Programm. Nähere Auskünfte erteilt Heiko Hamer, Referent des Fachbereichs Jugend & Schule, unter Tel. 0231-952096-14 oder unter www.ibb-d.de
Termin-Erinnerung: Fachtagung „Lernen und Lehren nach der Schule“ in Dortmund
Einen Überblick über Organisationsstrukturen in der Erwachsenenbildung vermittelt die
Fachtagung „Lernen und Lehren nach der Schule“, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) am Wochenende in Dortmund veranstaltet. Die Tagung ist der Höhepunkt und Abschluss einer Studienreise von fachkundigen Besuchern aus Belarus, die sich seit Dienstag in Deutschland aufhalten und in Düsseldorf, Bochum, Bielefeld und Schwerte Beispiele konkreter Weiterbildungseinrichtungen besucht haben.
Im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus geht es am Samstag, 21. Juni, von 9 bis 21 Uhr um die Entwicklung vom Arbeitskreis zum Bildungszentrum. In diesem Zusammenhang wird unter anderem die Arbeit des IBB beispielhaft vorgestellt. Am Sonntag, 22. Juni, geht es ab 8 Uhr im Jugendgästehaus Adolph-Kolping in Dortmund weiter mit einer Auswertung der Gruppenarbeiten und Diskussionen zum Thema „Erwachsenenbildung in meiner Stadt“. Dabei soll erarbeitet werden, was sich aus den Beispielen der Bildungsarbeit in Deutschland für Belarus lernen lässt.
Bildungseinrichtungen in staatlicher und freier Trägerschaft nehmen rund 30 Besucher aus Belarus in den Blick, die vom 17. bis 22. Juni Nordrhein-Westfalen bereisen und zum Abschluss an der Fachtagung zum Thema „Lernen und Lehren nach der Schule“ in Dortmund teilnehmen. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund organisiert das Reiseprogramm und die Konferenz im Rahmen des Förderprogramms Belarus.
Von der Landeszentrale für politische Bildung in Düsseldorf über das Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte-Villigst, von der Uni Bielefeld bis zum Bochumer Verein „IFAK“ und zum Bielefelder Bildungswerk „Arbeit und Leben“ in Bielefeld werden die 14 Mitglieder der so genannten Expertengruppe von Mittwoch ,18. Juni, bis Freitag, 20. Juni, zunächst praktische Beispiele von ganz unterschiedlich organisierten Bildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen besichtigen. Die Experten – in Belarus größtenteils beruflich mit der Weiterbildung beschäftigt – suchen gezielt nach Antworten auf die Frage, wie Nichtregierungsorganisationen das staatliche Angebot der politischen und persönlichen Weiterbildung sinnvoll ergänzen können. “In Belarus ist das Bildungssystem zentralistisch organisiert, die Erwachsenenbildung auf berufliche Weiterbildung fokussiert“, weiß IBB- Referentin und Reise-Organisatorin Dorothea Wolf. Die Mitglieder der Expertengruppe sind an exponierten Stellen der belarussischen Gesellschaft mit Bildungsfragen beschäftigt: Im Bildungsministerium, im Republikanischen Institut für berufliche Weiterbildung, im Institut für Lehrerweiterbildung, in der Universität für Kunst und Kultur, in der Akademie für Postgraduiertenförderung, bei der Zeitung Argumenty i Fakty und nicht zuletzt bei AGA, der Dachorganisation für NGO, die im Bereich Erwachsenenbildung und informelle Bildung tätig sind.
Weitere Besucher aus Belarus – Mitglieder deutsch-belarussischer Partnerschaftsinitiativen - verbringen die Tage von Mittwoch bis Freitag bei ihren deutschen Partnern in Dortmund, Gelsenkirchen, Lübeck, Bremen, Berlin sowie in Kleinstädten bei Hannover und Dresden. Sie haben im Rahmen der Studienreise Gelegenheit, die Kontakte zu ihren deutschen Partnerinitiativen zu festigen und in individuell gestalteten Besuchsprogrammen zu vertiefen. Zum Wochenende reisen auch sie nach Dortmund zur Teilnahme an der Fachtagung „Lernen und Lehren nach der Schule“.
Im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus geht es dann am Samstag, 21. Juni, von 9 bis 21 Uhr um die Entwicklung vom Arbeitskreis zum Bildungszentrum. In diesem Zusammenhang wird unter anderem die Arbeit des IBB beispielhaft vorgestellt. Am Sonntag, 22. Juni, geht es ab 8 Uhr im Jugendgästehaus Adolph-Kolping in Dortmund weiter mit einer Auswertung der Gruppenarbeit und Diskussion zum Thema „Erwachsenenbildung in meiner Stadt“. Dabei soll erarbeitet werden, was sich aus den Beispielen der Bildungsarbeit in Deutschland für Belarus lernen lässt.
Hinweis für die Redaktionen: Ein Zeitplan ist angehängt. Verzögerungen und Verspätungen sind nicht immer zu vermeiden. Für Terminabsprachen nehmen Sie bitte kurz mit uns Kontakt auf.
Dortmund. Bürgerfreundliche Behörden in Düsseldorf, Soest, Arnsberg und Dortmund besuchen sechs hochrangige Beamte aus Belarus am Mittwoch, 4. Juni, und Donnerstag, 5. Juni, im Rahmen eines Fachbesuchs, der durch das Entwicklungsprogramm Belarus der Vereinten Nationen (UNDP Belarus) ermöglicht wird. Den fachlichen Austausch organisiert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund.
Im Innenministerium in Düsseldorf, in der Bezirksregierung Arnsberg und im Kreishaus in Soest werden sich die Experten in Vorträgen über Reformen der Verwaltungsstrukturen und über internes E-Government informieren und in Dortmund mit dem Dienstleistungszentrum der Stadtverwaltung ein praktisches Beispiel moderner Bürokratie in den Blick nehmen. Die Besucher erhoffen sich Impulse für die Neustrukturierung der Verwaltungen im neuen EU-Nachbarnland Belarus, denn auch dort sollen erforderliche Abläufe vereinfacht und
bürgerfreundlich optimiert werden.
Am Freitag treten die Gäste ihre Heimreise an.
Einen Einblick in die beispielhafte Behindertenarbeit in Bielefeld und speziell in Bethel nehmen rund 30 Besucher aus Belarus – darunter Vertreter des Gesundheits- und des Sozialministeriums – bis Pfingstsonntag. Herbert Wohlhüter, Pfarrer im Ruhestand, früherer Co-Leiter in Bethel und heute Vorstandsmitglied des IBB, begleitet die fachkundigen Gäste. Sie werden am heutigen Donnerstag Regina Weissenfeld, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bielefeld, und am morgigen Freitag Professor Michael Seidel, den ärztlichen Leiter des Stiftungsbereichs Behindertenhilfe, treffen.
Die Studienreise nach Deutschland hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund im Rahmen des Förderprogramms Belarus organisiert. Die Teilnehmer – Mitglieder von zehn deutsch-belarussischen Initiativen – sind bereits am Dienstag, 6. Mai, in Deutschland angekommen. 20 von ihnen – Mitglieder der Expertengruppe - haben gleich am Mittwoch die Arbeit aufgenommen im Rahmen einer Studientagung: Sie haben Vorträge gehört und soziale Einrichtungen in Bielefeld und Umgebung besucht. Weitere zehn Besucher aus Belarus verbringen die Zeit währenddessen mit ihren Gastgebern aus den zehn deutsch-belarussischen Partnerschaftsinitiativen. Sie widmen sich in individuell organisierten Besuchsprogrammen in verschiedenen Städten mit der Weiterentwicklung der Arbeit ihrer Initiativen.
Zum Abschluss ihres Besuchs nehmen beide Gruppen zusammen mit ihren etwa zehn deutschen Gastgebern von Freitag, 9. Mai, bis Sonntag, 11. Mai, in Bielefeld an einem Studienwochenende teil mit dem Thema „Die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Durchführung sozialer Dienstleistungen“. Die Tagung beschäftigt sich inhaltlich mit der Zusammenarbeit von Fachkräften und Freiwilligen in der sozialen Arbeit. Dabei geht es um das Zusammenspiel im Dreieck von Mensch-Staat- und freien Wohlfahrtsverbänden.
Die fachkundigen Gäste aus Belarus arbeiten unter anderem in der staatlichen Sozialadministration, aber auch in der Elternvereinigung BelapdiMi, im Roten Kreuz und ähnlichen Organisationen mit und erhoffen sich Impulse für ihre Arbeit in Belarus.
An den Süßwassersee der Superlative in Sibirien, den Baikalsee, führt eine Bildungsreise des IBB vom 4. bis 17. August 2008. Er ist der älteste und tiefste Südwassersee der Erde, Heimat einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt und fasziniert durch seine schlichte Schönheit.
Er ist bis zu 1625 Meter tief, bis zu 82 Kilometer breit und gut 25 Millionen Jahre alt. Bis zum 17. August werden die Teilnehmer vier Städte am Südufer und die Insel Olchon erkunden, dabei in Diskussionen und Gesprächen die Gegenwart der Zivilgesellschaft in Irkutsk kennen lernen und auch etwas über die Lebensweise der ersten russischen Siedler erfahren. Eine Beschäftigung mit dem Buddhismus in Russland und der Religion der Altgläubigen – einer Abspaltung der russisch-orthodoxen Kirche – ermöglicht Einblicke in die Gedankenwelt der Menschen. Im Mittelpunkt der Reise steht jedoch immer wieder die spröde Schönheit des größten Sees der Erde, der 1996 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Im Teilnahmepreis von 2650 Euro enthalten sind die Kosten für den Flug und die Bahnreisen in Sibirien, Unterkunft mit Halbpension, Visumbeschaffung, Programm, Eintritt und Dolmetscherleistungen.
Nur noch wenige Plätze sind frei. Der Anmeldeschluss wurde nun auf den 30 Mai verlängert. Anmeldungen und nähere Informationen beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. unter 0231-952096-0 oder www.ibb-d.de.
Kurzfassung:
Nach Sibirien
Nur noch wenige Plätze sind frei bei der Bildungsfahrt des IBB Dortmund e.V. an den Baikalsee in Sibirien vom 4. bis 17. August. Anmeldeschluss ist am 30. Mai. Nähere Informationen unter 0231-952096-0 oder unter www.ibb-d.de.