Das sind die Highlights des Jahresprogramms 2012

Unsere Bildungsarbeit widmet sich im Jahr 2011 den folgenden Themenschwerpunkten. Ausführliche Erläuterungen zu den Veranstaltungen, Terminen, Hintergründen etc. finden Sie unter den jeweiligen Navigationspunkten im linken Auswahlmenü.

Konferenz zum Abschluss der 5. Phase des Förderprogramms Belarus „Perspektiven sozialer Partnerschaft

Seit der Gründung verstehen sich IBB Minsk und IBB Dortmund als Einrichtungen, die zivilgesellschaftliche Initiativen unterstützt, vernetzt und qualifiziert. Nach der langen Phase der Ost-West Konfrontation setzen sich IBB Dortmund und Minsk für erfolgreiche Kooperationen und Partnerschaften von zivilgesellschaftlichen Initiativen in Belarus und Deutschland ein. Gerade vor dem Hintergrund der Tschernobyl-Katastrophe hat sich ein breites Netz an Partnerschaften entwickelt. Hiermit verbinden IBB Dortmund und IBB Minsk die Vision von einem „Europa ohne Grenzen“. Diese Arbeit wird insbesondere seit Anfang 2000 sowohl von der belarussischen wie auch der deutschen Regierung unterstützt. Inzwischen haben sich in allen Regionen von Belarus Netzwerke von zivilgesellschaftlichen Initiativen gebildet und es sind erfolgreiche Kooperationen mit belarussischen Behörden entstanden. Das Ziel dabei ist, gemeinsam Beiträge für die nachhaltige Entwicklung in den Regionen zu leisten. Diese konstruktiven Kooperationen sind nur möglich, weil sie unabhängig von politischen Konjunkturen in den bilateralen Beziehungen sowohl von belarussischen wie auch deutschen Politiker gefördert und unterstützt werden.

Die Konferenz möchte die erfolgreichen Kooperationen deutlich machen. Dementsprechend werden sowohl Vertreter der Behörden, Vertreter der zivilgesellschaftlichen Initiativen und die deutschen Experten eingeladen.

Zeit: 10. – 11. Februar
Ort: IBB „Johannes Rau“ Minsk
Leitung: P. Junge-Wentrup, A. Sahm

„Tschernobyl-Wochen“ in verschiedenen europäischen Ländern

Infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und insbesondere der aktuellen Katastrophe von Fukushima gibt es keine Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung mehr für die Atomenergie. Die Bundesregierung hat deshalb den Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 und den Umstieg auf erneuerbare Energien beschlossen; sieben Reaktoren wurden stillgelegt.

Initiativen, die sich vor Ort zu Trägerkreisen zusammenfinden, organisieren Tschernobyl-Wochen vom 22. bis 29. April 2012 in verschiedenen europäischen Städten. IBB Dortmund unterstützt die Tschernobyl-Wochen durch Zeitzeugen aus Belarus, der Ukraine und Fukushima, die insbesondere mit Jugend- und Schülergruppen das Gespräch suchen. Für den Abend des 25. April 2012, 20.00 Uhr (Greenwitch Zeit), finden europaweit Kerzenaktion statt. Angestrebt wird ein europäisches Netzwerk der Trägerkreise. Hierzu findet jedes Jahr in wechselnden Städten eine Partnerschaftskonferenz statt. Das IBB Dortmund übernimmt die jeweiligen Vorbereitungen und das Programm.

Zeit: 22. bis 29. April
Ort: In ca. 70 Städten in Europa

Ausstellung „Tschernobyl-Katastrophe: Menschen, Orte, Solidarität, neue Energiepolitik“

Am 26. April 1986 explodierte der Atomreaktor von Tschernobyl. Die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser Katastrophe sind für die Menschen dieser Region immer noch sehr präsent. In den meisten europäischen Ländern erinnert man sich jedoch kaum noch an Tschernobyl, vielen jungen Leuten in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union ist „Tschernobyl“ kaum noch ein Begriff. In Belarus besteht ebenfalls die Gefahr des Vergessens. Insbesondere das Schicksal der Liquidatoren, also der Menschen, die den Reaktor unmittelbar nach der Katastrophe wieder verschlossen und damit auch die Menschen in Europa vor Schlimmerem retteten, ist für junge Generationen weitgehend unbekannt. Die zum 25. Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl vom IBB Dortmund  entworfene Ausstellung wird übersetzt, neu gestaltet sowie um die Themen Energieeffizienz und erneuerbarer Energiequellen erweitert und in ca. 25 Orten in Belarus gezeigt werden. Damit soll insbesondere den Wünschen der Zeitzeugen der Katastrophe, ihren individuellen Schicksalen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, entsprochen werden. Die Oberhäupter der katholischen und der orthodoxen Kirche, Erzbischof Kondrusewitsch und Metropolit Filaret, übernehmen gemeinsam die Schirmherrschaft für die Ausstellung.

Zeit: September 2012 bis Ende 2013
Orte: ca. 25 Städte in Belarus

Eröffnung der 6. Phase des Förderprogramms Belarus

In der 5. Phase des Förderprogramms Belarus konnte die Zusammenarbeit von gesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Stellen in den inhaltlichen Schwerpunkten Bildung, Soziales, nachhaltige regionale Entwicklung sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz deutlich ausgebaut werden. In vielen Fällen entstanden institutionalisierte Kooperationsformen, z.B. durch die Gründung von gesellschaftlichen Räten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, und landesweite Netzwerke, z.B. durch die Bildung von Assoziationen. Diese Zusammenarbeit soll in der sechsten Phase des Förderprogramms weiter ausgebaut werden.

Zu diesem Zweck wird sich das Format der Projektförderung verändern. Statt bisher 40 Projekten werden in Zukunft etwa 10 Projekte gefördert. Diese Projekte sollen allerdings sowohl eine landesweite Komponente als auch mehrere regionale Komponenten enthalten. Die Projekte werden weiterhin von belarussischen und deutschen Partnerschaftsinitiativen koordiniert und in alle Projekte werden belarussische staatliche Stellen einbezogen. Die erfolgreiche Arbeit der Projekte wird durch neue Angebote im Begleitprogramms gesichert und die nationalen Netzwerke werden in ihrer Organisationsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Dabei geht es um Fragen der Mitarbeiterbetreuung, der Gewinnung neuer Mitglieder, Strategien der Eigenfinanzierung und der Pressearbeit.

Zeit: September
Ort: Belarus, Deutschland
Leitung: P. Junge-Wentrup, A. Sahm, Olga Rensch, Martin Schön  

Partnerschaftskonferenz “Für eine gesamteuropäische Energiepolitik - Perspektiven in dem europäischen Netzwerk der Tschernobyl- und Umweltinitiativen”

Infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und insbesondere der aktuellen Katastrophe von Fukushima gibt es keine Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung mehr für die Atomenergie. Die Bundesregierung hat deshalb den Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 und den Umstieg auf erneuerbare Energien beschlossen; sieben Reaktoren wurden stillgelegt.

Eingeladen werden die Tschernobyl-Initiativen aus Europa und ihre Partner aus Belarus und der Ukraine.  Es werden auch Vertreter der Trägerkreise eingeladen, die sich in den Tschernobyl-Wochen engagieren und die die Energiewende in ihren Ländern anstreben.

Ziele der Partnerschaftskonferenz sind das Kennenlernen der Trägerkreise in den anderen europäischen Städten, Verabredungen im Hinblick auf die weitere Kommunikation und eine Verständigung im Hinblick auf ein gemeinsames Selbstverständnis auf dem Weg zu „einem Europa ohne Atom“. Bestandteil des Programms ist auch das Erkunden in Berlin, wie die Stadt die Energiewende konkret gestaltet.

Zeit: 18.-21. Oktober
Ort: Berlin
Leitung: P. Junge-Wentrup, A. Sahm 

Internationale didaktische Konferenz «Die Lösung der jüdischen Frage in Belarus: Deportationen, Inhaftierung im Ghetto, Kampf ums Überleben der westeuropäischen Juden (1941−1944)»

Während des Zweiten Weltkriegs gab es auf dem Territorium von Belarus rund 300 Orte der Massenvernichtung für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Circa 800.000 Juden kamen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern um. Unter ihnen waren 26.500 deportierte Juden aus Westeuropa. 1942 fanden die letzten Transporte aus Deutschland, Österreich und Tschechien statt. Von den aus Deutschland, Österreich und Tschechien nach Minsk deportierten Juden haben nur etwa 50 das Ghetto Minsk überlebt. Trotz dieser Tragödien sind das Minsker Ghetto, das Vernichtungslager Trostenez, Bronnaja Gora, Koldytschewo u.a. einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Die Aufarbeitung der Lebensgeschichten, die historische Forschung zu den Stätten der Vernichtung, das Gedenken der Holocaustopfer und die breite Publikationstätigkeit vereint die Überlebenden in Europa und weltweit ebenso wie die Historiker und die engagieren Bürger.
Ziel der Konferenz ist, einen Austausch der Akteure zu ermöglichen und weitere Kooperationen zu verabreden.

Ort: Geschichtswerkstatt
Leitung: Peter Junge-Wentrup, V. .Balakirew, K. Kosak, A.Jankowitsch
Termin: 11. November

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