Das sind die Highlights des Jahresprogramms 2010

Unsere Bildungsarbeit widmet sich im Jahr 2010 den folgenden Themenschwerpunkten. Ausführliche Erläuterungen zu den Veranstaltungen, Terminen, Hintergründen etc. finden Sie unter den jeweiligen Navigationspunkten im linken Auswahlmenü. 

 

Verständigung und Versöhnung:

  • Präsentation des Werkes von Leonid Lewin  „Brücken einer gemeinsamen Erinnerungskultur“
  • Studienreise zu Geschichte von Deutschen in Belarus „Auf den Spuren der Väter“
  • Fünftes Johannes-Rau-Gespräch „Zivilgesellschaft in der Gestaltung des vereinten Deutschland“

Soziale Arbeit: 

 

  • Soziale Projekte "Altern in Würde" und "Alte helfen Alten"
  • Studienreise nach Deutschland zum sozialen Unternehmertum

Belarus und Europa:

  • Förderprogramm Belarus
  • Lokale Agenda
  • Außenpolitischer Arbeitskreis

Medien:

  • Interviewtraining 
  • Kurse zum Internettraining und zum Online-Journalismus
  • Herausgabe von Belarus Perspektiven

Kirche und Gesellschaft:

  • Seminarreihe „Kirchen im postkommunistischen Belarus" 
  • Interkonfessioneller Arbeitskreis

Mensch und Umwelt:

  • Planungsseminar zum energieeffizienten Bauen
  • Studentischer Umweltklub
  • Ökologisches Sommerlager

Bildungsreisen

Veranstaltungen im Detail:

Ausführliche Informationen über die einzelnen Programmpunkte finden Sie durch ein Anklicken der  Überschriften. 

Präsentation des Werkes von Leonid Lewin „Brücken einer gemeinsamen Erinnerungskultur“

Im August 2008 wurde das Werk des belarussischen Architekten Leonid Lewins durch das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund erstmals einer breiteren deutschen Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei bestätigte sich, dass die von Lewin geschaffenen Gedenkstätten Menschen grenzüberschreitend berühren und ihnen eine konkrete Vorstellung von den durch Krieg und Vernichtung ausgelösten menschlichen Leiden vermitteln. Die Gedenkstätte zur Erinnerung an die durch die Nazis vernichteten belarussischen Dörfer in Chatyn oder für die im Minsker Ghetto ermordeten Juden  in der „Jama“ gehören zu einprägsamsten Eindrücken aller Teilnehmer von IBB-Studienreisen. Auf Initiative von Michael Mertes, Staatssekretär im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, wird die Ausstellung über die Gedenkstätten von Leonid Lewin zum Holocaust-Gedenktag 2010 in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin eröffnet. Die Ausstellung macht damit gleichzeitig auf die aus Berlin nach Minsk deportierten Juden aufmerksam, für die Leonid Lewin im Auftrag der Stadt Berlin und der Stiftung Denkmal für die Ermordung der Juden in Europa in 2009 ebenfalls einen Gedenkstein entworfen hat.

Ort:  Berlin / NRW-Vertretung
Termin: 27. Januar
Leitung: Peter  Junge-Wentrup, Leonid Lewin, Dr. Viktor Balakirew, Dr. Astrid Sahm

Fünftes Johannes-Rau-Gespräch „Zivilgesellschaft in der Gestaltung des vereinten Deutschland“

Seit ihrer Benennung nach Johannes Rau im Jahr 2006 hat die IBB Minsk bereits vier Johannes-Rau-Gespräche durchgeführt, an denen sich renommierte deutsche Politiker beteiligten, die Johannes Rau persönlich gekannt haben. Ziel der Gespräche ist es, im Sinne des politischen Erbes von Johannes Rau den Dialog zwischen den politischen Eliten Deutschlands und Belarus’ sowie die Verständigung zwischen den Vertretern von unterschiedlichen Parteien, Religionsgemeinschaften und ethnischen Gruppen im Lande zu fördern. 

Die Idee der deutschen Einheit und die Kontakte zu Menschen in der DDR sind für Johannes Rau, der vor seinem Beitritt zur SPD zunächst der Gesamtdeutschen Volkspartei angehörte, stets ein wichtiges Anliegen gewesen. Angesichts des 20. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung soll mit dem langjährigen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse daher ein Redner das fünfte Johannes-Rau-Gespräch gestalten, der als Mitglied des Neuen Forums und Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR die Wiedervereinigung aktiv mitgestaltet hat und anschließend auch in der neuen Bundesrepublik politische Karriere machen konnte.

Ort: IBB „Johannes Rau“ Minsk
Partner: IBB Dortmund, IBB J. Rau Minsk und andere

Studienreise zu Geschichte von Deutschen in Belarus „Auf den Spuren der Väter“

Auch 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs sind die Schicksale von Deutschen in Belarus erst ansatzweise geklärt. Es handelt sich dabei um höchst verschiedene Gruppen: Über 20.000 deutsche Juden wurden 1941 und 1942 aus den Städten Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Essen, Köln, Bonn, Frankfurt und Berlin nach Minsk deportiert. Beim Rückzug der deutschen Truppen 1944 kamen mehrere hunderttausend deutsche Soldaten ums Leben oder gerieten in sowjetische Gefangenschaft. Bis heute gelten über 250.000 von ihnen als vermisst. Obwohl das Kriegsgräberabkommen zwischen Belarus und Deutschland bisher nicht ratifiziert ist, konnte der Verband der deutschen Kriegsgräberfürsorge in 2002 seine Tätigkeit in Belarus aufnehmen und in Kooperation mit den belarussischen Behörden bereits mehrere deutsche Kriegsgräberstätten errichten. Durch regelmäßige internationale Workcamps für Jugendliche, die sowohl der Gräberpflege als auch der Weiterbildung dienen, bilden sie ein wichtiges Element der gemeinsamen Versöhnungsarbeit.

Im Rahmen der Studienreise sollen Orte des ehemaligen Geschehens aufgesucht sowie in Gesprächen mit Historikern die damalige Kriegssituation diskutiert und transparent werden.

Zeit:  7. – 14. August     
Ort:    Belarus
Kooperation:  IBB Dortmund / Minsk, Verband Kriegsgräberfürsorge NRW und Sachsen Anhalt

Planungsseminar zum energieeffizienten Bauen

In modernen Gesellschaften entfällt ein großer Teil des Energieverbrauchs auf den Wohnungssektor. Durch die Entwicklung energieeffizienter Baumethoden kann daher der zukünftige Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Das Ziel der Energieeffizienz, das idealerweise als Nullenergiehaus realisiert wird, stellt jedoch besondere Anforderungen an die architektonische Planung und den Materialeinsatz. Die IBB „Johannes Rau“ Minsk plant daher in den Jahren 2011-2013 die Errichtung einer Zukunftswerkstatt, die u.a. als Ausstellungs-, Fortbildungs- und Beratungszentrum für Energieeffizienz und erneuerbare Energien dienen soll. Die Planung wird von einem im Bereich des energieeffizienten Bauens renommierten deutschen Architekten in Kooperation mit belarussischen Experten erstellt.

Im Rahmen des Planungsseminars soll mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms berechnet werden, welcher Bautyp unter Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse in Belarus und eines optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnisses beim Materialeinsatz für den Standort Minsk am besten geeignet ist. Hiervon ausgehend wird bestimmt, ob die Zukunftswerkstatt als Nullenergiehaus oder als Passivhaus geplant werden kann. Das Projekt soll auch die Kooperation zwischen dem Land Brandenburg und Belarus den Bereich erneuerbare Energien fördern.

Termin: 22. März
Ort: IBB Minsk/IBB Dortmund
Leitung: Peter Junge-Wentrup, Dr. Astrid Sahm, Dr. Viktor Balakirew


Informationsreise „65 Jahre Kriegsende und 20 Jahre deutsche Einheit“

Das Jahr 2010 wird durch zwei zentrale Gedenktage geprägt: den 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und den 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Beide Daten markieren eine grundlegende politische Neugestaltung des europäischen Kontinents. Sie sind daher sowohl im Kontext nationaler als auch europäischer Erinnerungskultur von Bedeutung. Deutschlands Entwicklung von einer nationalsozialistischen Diktatur und von einem kommunistischen Regime hin zur Demokratie und die weitreichenden Folgen des Mauerfalls und der deutschen Einheit für ganz Europa stoßen auch in Belarus auf großes Interesse.

Die Bildungsreise versetzt 12 belarussische Nachwuchsjournalisten aus allen Regionen von Belarus in die Lage, die belarussische Bevölkerung qualifiziert, umfassend und lebendig über den deutschen Umgang mit diesen wichtigen historischen Ereignissen zu informieren. Um dies zu erreichen, ist der Besuch historischer Orte und entsprechender Institutionen in Berlin und Brandenburg vorgesehen. Treffen mit Zeitzeugen, Experten und Journalisten-Kollegen sollen historische Ereignisse aus persönlicher Sicht beleuchten.

Termin: Mai
Ort: Berlin/Brandenburg
Leitung: Dorothea Wolf





Fünftes Johannes-Rau-Gespräch „Zivilgesellschaft in der Gestaltung des vereinten Deutschland“

Seit ihrer Benennung nach Johannes Rau im Jahr 2006 hat die IBB Minsk bereits vier Johannes-Rau-Gespräche durchgeführt, an denen sich renommierte deutsche Politiker beteiligten, die Johannes Rau persönlich gekannt haben. Ziel der Gespräche ist es, im Sinne des politischen Erbes von Johannes Rau den Dialog zwischen den politischen Eliten Deutschlands und Belarus’ sowie die Verständigung zwischen den Vertretern von unterschiedlichen Parteien, Religionsgemeinschaften und ethnischen Gruppen im Lande zu fördern.  
Die Idee der deutschen Einheit und die Kontakte zu Menschen in der DDR sind für Johannes Rau, der vor seinem Beitritt zur SPD zunächst der Gesamtdeutschen Volkspartei angehörte, stets ein wichtiges Anliegen gewesen. Angesichts des 20. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung soll mit dem langjährigen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse daher ein Redner das fünfte Johannes-Rau-Gespräch gestalten, der als Mitglied des Neuen Forums und Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR die Wiedervereinigung aktiv mitgestaltet hat und anschließend auch in der neuen Bundesrepublik politische Karriere machen konnte.

Ort:  IBB „Johannes Rau“ Minsk
Partner: IBB Dortmund, IBB "Johannes Rau" Minsk und andere


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