Seminare, Trainings und Fachexkursionen - das Angebot des Fachbereichs

Der Fachbereich Beruf international und Migration widmet sich schwerpunktmäßig der beruflichen Fortbildung. Auf dieser Seite vermitteln wir Ihnen einen Überblick über das breite Spektrum der Möglichkeiten und über die aktuellen Veranstaltungen. Teilwelse sind die Seminarreihen nur für geschlossene Benutzergruppen gedacht. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, beachten Sie bitte auch die Seite Weiterbildung nach Ihren Wünschen

  

Seminare und Trainings zum Thema Migration

Mehr als fünf Millionen Zuwanderer in Deutschland machen ein Umdenken nötig. Denn nicht nur ihre Muttersprache ist eine andere. Sie bringen auch  unterschiedliche kulturelle und religiöse Hintergründe mit. Erfolgreiche Kommunikation erfordert vielfach die Kenntnis dieser Hintergründe. Hier setzt unsere Arbeit an. Wir bieten 

  • Weiterbildung in kultursensibler Pflege für Pflegefachkräfte und Pflegemanagement
  • Seminarbausteine in interkultureller Beratung und Betreuung in Sozialdiensten
  • Fortbildungen in Ihrer Schule oder in Ihrem Betrieb
  • Fachexkursionen 
  • Seminar-Module zum Diversity -Management

Einen lebendigen Eindruck vom Inhalt und Nutzen dieser Fortbildung vermittelt der Bericht der Zeitschrift "Visite" der Uniklinik Ulm. Dort hat das IBB 2009 mit großem Erfolg eine Fortbildung zur kultursensiblen Pflege angeboten und eine begeisterte Resonanz gefunden. Den Bericht auf Seite 4 und 5 der Zeitschrift finden Sie hier

IBB bietet Seminarmodule für Fachkräfte an

Besonders im Gesundheitswesen, wenn es ums Pflegen und Heilen geht, werden interkulturelle Kompetenzen zunehmend wichtig. Wir haben ein spezielles Trainingsprogramm für Pflegekräfte im Gesundheitswesen entwickelt, das an unterschiedlichen Orten für unterschiedlichen Zielgruppen angeboten werden kann.  

 

Weiterbildung nach dem Baukasten-Prinzip bietet das IBB zum Beispiel zum Thema "Kultursensible Pflege" an. Interessenten können wahlweise 4 bis 24 Seminare auswählen und buchen. Die Referenten des IBB kommen auf Wunsch ins Haus. 

Dieses Weiterbildungsangebot - einmal entwickelt - können wir nach einem Modulsystem standardisiert anbieten. Ein Schaubild zum Aufbau der Module finden Sie hier.   

 

Ein ausführliches Konzeptpapier zu unserem Aus- und Weiterbildungsprogramm " Kultursensible Pflege" im Gesundheitswesen finden Sie hier.

 

Diversity-Management – Vielfalt als Chance

Sie arbeiten in einem multikulturellen Team oder Sie haben KundInnen und KlientInnen aus anderen Ländern? Sie wünschen sich eine spürbare Verbesserung in der Kommunikation und im Arbeitsablauf? Zu diesem Thema bieten wir Ihnen gern eine maßgeschneiderte Inhouse-Schulung in Ihrem Betrieb oder in Ihrer Einrichtung an. 

Immer mehr Fach- und Führungskräfte begreifen die Vielfalt ihrer Mitarbeiter als Chance. Denn unterschiedliche Mitarbeiter können auch auf verschiedenartige, vielfältige Weisen reagieren. Wie man multikulturelle Teams optimal führt? Dieser Frage widmet sich das Diversity Management, zu dem wir Ihnen Seminarbausteine anbieten können. 

Wir konzipieren Inhouse-Schulungen zu ausgewählten Fragen in Ihrem Betrieb, Ihrer Schule oder Ihrer Einrichtung. Wir bearbeiten Konflikte, fördern Ressourcen Ihrer Mitarbeiterinnen und führen Länderseminare und Kommunikationstrainings für den Umgang mit KundInnen und / oder MitarbeiterInnen durch.

Welche Schulung soll das IBB für Ihre Einrichtung / für Ihr Kollegium anbieten? Starten Sie eine Gruppenanfrage!

 

Die aktuellen Veranstaltungen 2009

Dialog mit der Türkei geht weiter: Fachexkursion zur Behindertenarbeit führt nach Istanbul

In die türkische Metropole Istanbul führt eine Fachkräfte-Exkursion zum Thema  „ Behinderung“  vom 9. bis 15. November 2009: Die Flugreise ab Düsseldorf ist ein weiteres Fortbildungsmodul zur kultursensiblen Arbeit des Fachbereiches  Beruf international und Migration.  Unter dem Titel „Behindert hier – und anderswo“ geht es besonders um die Betreuungsangebote für psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen in der Türkei.

Die Fortbildung richtet sich an interessierte Männer und Frauen, die bei kommunalen oder freien Trägern in der Behindertenarbeit  oder in der Arbeit  mit psychisch kranken Menschen  arbeiten. Die Reise soll besonders das Gespür für die kulturspezifische Haltung gegenüber Einschränkungen schärfen.

Das Besichtigungsprogramm ist in enger Abstimmung mit Mitgliedern des Dortmunder Netzwerkes zur Behindertenhilfe entstanden, die sich bereits am 21. April 2009 beim IBB in Dortmund getroffen hatten. Denn vor allem beim Umgang mit geistig behinderten  Menschen  mit  Zuwanderungsgeschichte stoßen MitarbeiterInnen aus der Behindertenhilfe immer wieder auf Barrieren, die ohne Hintergrundwissen schwer zu überwinden sind. Vor Ort in der Türkei suchen die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer deshalb Antworten auf Fragen nach den Ursachen eines anderen Umgangs mit Einschränkungen.  

Nach Fachexkursionen für das Berufskolleg Unna und das Diakonische Werk Münster ist die dritte Tour dieser Art offen für alle Interessenten: Mitarbeitende von (Fach-) Schulen, Hochschulen, Selbsthilfegruppen oder Werkstätten können Berührungspunkte zum Thema finden.


Die Reisegruppe wird ein Reha-Zentrum und eine Werkstatt besuchen, einen Tag in einer Einrichtung der Stiftung Tohum hospitieren. Weitere Besichtigungen führen in die  kommunale Behinderteneinrichtung ISÖM, in die Redaktion der ersten Zeitung für Sehbehinderte und in eine Wohnanlage für Körperbehinderte der Metin- Sabanci- Stiftung    In einer Diskussionsrunde kann sich die Reisegruppe außerdem über Behindertenarbeit sowie Ausbildungsgänge informieren.


Der sechste Reisetag schließlich ermöglicht Einblicke in Kultur und Geschichte Istanbuls und ein Auswertungsgespräch zum Ausbau der  Zusammenarbeit  mit der  türkischen Seite .

Die Teilnahme kostet inklusive Flug, Unterbringung und Programm 690 Euro. Anmeldeschluss ist am 15. September.

Leitung: Hildegard Azimi-Boedecker
Ort: Istanbul / Türkei
Termin: 09.-15.11.2009

Veranstaltungsnummer: 39373-BA

Das detaillierte Exkursionsprogramm finden Sie hier.

 

 

Interkulturelle Öffnung von medizinischen Einrichtungen

Die Fortbildungsreihe für Ärzte, medizinische Mitarbeiter und Klinikmanagement führt in die Fragen kultursensibler Betreuung und Pflege im Klinikalltag ein. Auf dem Programm stehen public- health-Studien zum Gesundheitsstatus von Migranten,  Informationen zu Migrations-Folgeerkankungen und kulturspezifische Aspekte im Umgang mit Patienten.

Hintergrundwissen zur kulturellen und sozialen Diversität von Patienten und Personal sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der jeweils zweitägigen Fortbildungen, die ebenfalls unterschiedliche Krankheitsdeutungen, Denken in Organchiffren, Vorerfahrungen und  divergierende Therapieerwartungen behandeln.
 
Jeweils im zweiten Teil geht es um kultursensibles Systemmanagement. Personalplanung, Nutzung externer und interner Netzwerke und Ressourcen,  Mitarbeiterfortbildung  sowie patienten- bzw. kundenorientierte Angebotsentwicklung als Zukunftsaufgabe  für  medizinische und verwaltende Leitungen. Die Fortbildung erfolgt in den Räumen der Uniklinik Ulm. Sie ist offen für Interessenten aus dem Umkreis.   
 
Leitung: Hildegard Azimi-Boedecker 

Ort: Universitätsklinikum Ulm / Innerbetriebliche  Fortbildung
Steinhovelstr.  9  Haus 5
Termine: 25./26.06.2009  und 26./27.11.2009
Veranstaltungsnummer : 39306-Ulm

 

Neue Seminarreihe in Düsseldorf

Detaillierte Kenntnisse über die verschiedenen Kulturen vermittelt eine neue Seminarreihe, die das IBB in diesem Jahr in Kooperation mit der Diakonie Rheinland startet. Das Angebot richtet sich speziell an Mitarbeiter in der gesetzlichen Erwachsenenberatung, die mit Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft arbeiten.
 

Im ersten Seminarmodul am 31. März 2009 geht es um leistungs- und aufenthaltsrechtliche Bestimmungen: Folglich werden die Rechtsgrundlagen für Zuwanderer, Flüchtlinge und Irreguläre vorgestellt. An Hand von Fallbeispielen aus der Beratungspraxis werden Lösungsmöglichkeiten für schwierige Konstellationen gemeinsam erarbeitet.

 

Die Teilnehmer erhalten außerdem Informationen über die demografische Struktur von Zuwanderern in ihrer Vielfalt aus Alter, Herkunft, Bildung, Sprachfähigkeit, so dass ein differenziertes Bild dieser Klientengruppe entwickelt wird.


Das zweite Seminarmodul behandelt speziell Aspekte seelischer Gesundheit und Erkrankung. Es geht der Frage auf den Grund, ob Zuwanderer häufiger seelisch erkranken, welche kulturspezifischen Vorstellungen herrschen über Krankheit und Gesundheit und wie Fehlinterpretationen und Missverständnisse vermieden werden können. Auch die Themen Behinderung, Demenz und gesellschaftliche Tabus werden aufgearbeitet. Diese Seminareinheit am 2. September 2009 dient auch der Fortbildung von Mitarbeitern in gemeindepsychiatrischen Diensten.


Der dritte Seminartag am 17. November 2009 schließlich fokussiert sich auf eine Optimierung der Betreuungsarbeit. „Wie beeinflussen Tradition, Religion und Familien Einstellungen und Verhalten von Menschen aus anderen Kulturkreisen?“, lautet eine zentrale Frage, die nach der Vermittlung von Hintergrundwissen zum Werte- und Glaubenssystem gemeinsam beantwortet werden kann. Die Fortbildung geht auch der Frage auf den Grund, welche Rolle Betreuer in vertikalen und horizontalen Familienhierarchien spielen und wie die Betreuungsarbeit optimiert werden kann.
 

Die Fortbildung kann durch einen Bildungsscheck bezuschusst werden. Nähere Auskünfte erteilt das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland e. V., Geschäftsbereich Pflege-, Alten- und Behindertenarbeit mit Sitz in Düsseldorf unter der Telefonnummer 0211-6398-266. Nähere Informatioenn über den Diakonischen Fachverband Betreuungsvereine erhalten Interessenten unter www.fachverband-betreuungsvereine.de
 

Inhaltliche Fragen zur Konzeption der Seminarmodule oder möglichen Wiederholungen an anderen Orten beantwortet auch Diplom-Sozialwissenschaftlerin Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration beim IBB, unter der Rufnummer 0231-952096-25.

 

Leitung: Hildegard Azimi-Boedecker
Ort: Düsseldorf
Termin: 31. März,. 2. September, 17. November 2009

 

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