Dialoge mit der Politik in Berlin

Das IBB und die Trägerkreise der Ausstellung sind über die Aktivitäten zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in einen intensiven Dialog mit der Politik eingetreten.

  • Auslöser war die Dortmunder Erklärung - verabschiedet von den Trägerkreisen der Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen – Orte - Solidarität“ am 21. November 2010 in Dortmund. Auf sie folgte die
  • gemeinsame Einladung der deutsch-belarussischen und der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag nach Berlin
  • Die Debatte im Deutschen Bundestag am 8. April 2011.
  • Die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit am 13. April 2011 in Berlin und schließlich
  • die Konferenz „Tschernobyl mahnt“, zu der die SPD-Bundestagsfraktion Vertreter des IBB und der Trägerkreise eingeladen hatte nach Berlin.
  • Die Reaktorkatastrophe in Fukushima am 11. März 2011 hatte das IBB zum Anlass genommen, Stellungnahmen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu sammeln. Die Stimmen nach Fukushima übergab Peter Junge-Wentrup in Berlin an den Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert. Mehr....

Wanderausstellung und Zeitzeugen kommen in mehr als 50 Städte

Gegen das Vergessen und Verdrängen richtet sich die Wander-Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl - Menschen – Orte –Solidarität“, die seit Januar 2011 erfolgreich unterwegs ist in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden: Bis zum Jahrestag Ende April hatten bereits mehr als 35 000 Menschen die Ausstellung gesehen und rund 750 Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Ausstellung bis Herbst 2011 unterwegs sein und in rund 50 Städten gezeigt. Möglich wird der logistische Kraftakt durch die Unterstützung durch Trägerkreise, die sich an den Ausstellungsorten aus rund 250 Initiativen, Vereinen und kirchlichen und Gruppierungen gegründet haben. Die Ausstellung präsentiert biografische Erinnerungen von Liquidatoren und Umsiedlern, die Geschichte der ausgelöschten Orte und die engagierte Arbeit der europaweiten Solidaritätsbewegung. Zeitzeugen aus der Ukraine und Belarus berichten über ihre Erfahrungen. Eine Übersicht über die Ausstellungsorte und über die Trägerkreise finden Sie hier. Mehr...

Europa und die Folgen der Reaktorkatastrophe

Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hat das IBB auch den Impuls gegeben zu einer Vernetzung der Arbeit von Initiativen, Betroffenen, Liquidatoren und Akteuren der Erinnerungskultur auf europäischer Ebene:

  • Der Jahrestag war zentrales Thema der  Partnerschaftskonferenz 2011 vom 17. bis 20. April in Minsk. Sie vereinte erstmals Vertreter von  rund 650 deutsch-belarussischen, 300 deutsch-ukrainischen und rund 60 weiteren europäischen Tschernobyl-Initiativen in Minsk.
  • Erstmals nahmen auch 200 Zeitzeugen der Tschernobyl-Katastrophe teil, die einen bewegenden Aufruf der Liquidatoren veröffentlichten.
  • Gemeinsam legten sie den Grundstein für die Zukunftswerkstatt Minsk. "Mit der Zukunftswerkstatt Minsk entsteht eine neue Brücke der Kooperation, mit der wir an den zentralen Zukunftsfragen arbeiten können", sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund.
  • Eustory ermöglichte die Erarbeitung der virtuellen Ausstellung Chernobyl-25.eu und eines Blog.
  • „Tschernobyl als europäische Herausforderung“ war das Thema einer Podiumsdiskussion am 25. Jahrestag in Berlin. Mehr...

Zeitzeugen erinnern sich an das Unglück und die Folgen

In Belarus und in der Ukraine haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IBB Zeitzeugen der Katastrophe ausfindig gemacht, die aus ihrer Lebenserfahrung erzählt haben. Als junge Männer und Frauen waren sie im Arbeitseinsatz am Unglücksreaktor oder erlebten die Evakuierung ihrer Dörfer. Die Sammlung der Zeitzeugenberichte macht das Unvorstellbare anschaulich und nachfühlbar. Die Interviews sind Teil der Wanderausstellung und im Internet nachzulesen. Jeweils ein bis zwei Zeitzeugen sind an die Ausstellungsorte gereist und haben über ihre Erfahrungen berichtet. Mehr...

Tschernobyl und die europäische Solidaritätsbewegung

Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hat in Deutschland und Europa eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Menschen organisierten spontan Hilfstransporte, Ferienaufenthalte für strahlengeschädigte Kinder und Klinikaufenthalte für Erwachsene. Aus den Hilfslieferungen der ersten Tage haben sich an vielen Orten enge Partnerschaften entwickelt, die viel bewegt haben und bis heute Beachtliches leisten. Die Geschichte hat das IBB auf der Website und in einem Buch festgehalten, die erstmals die vielen kleinen Mosaiksteine systematisch zusammensetzt, die ein buntes Bild einer europaweiten Solidaritätsbewegung ergeben. Mehr ...

Materialien und Publikationen zum Einstieg und zur Vertiefung

Mit dem Bildband zur Ausstellung "Verlorene Orte, gebrochene Biografien" und der Dokumentation "Tschernobyl und die europäische Solidaritätsbewegung" hat das IBB Dortmund im Frühjahr 2011 zwei neue Publikationen veröffentlicht. Sie können unabhängig von der Ausstellung als Einstieg in das Thema und zur Vertiefung genutzt werden. Eustory hat mit der multimedialen virtuellen Ausstellung neue Quellen erschlossen, die sich auch als Unterrichtsmaterialien nutzen lassen. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima hat das IBB außerdem Stellungnahmen gesammelt und veröffentlicht. Mehr...

 

 

Schnell zum Ziel

Das Förderprogramm ewoca³ geht in die zweite Phase ... Mehr...

25 Jahre nach Tschernobyl. mehr...

Die Zukunftswerkstatt in Minsk mehr...

fokus: Fortbildungen zur kultursensiblen Öffnung... mehr...

 

Seit 26 Jahren im Programm: Studienfahrten "Auschwitz mit eigenen Augen ..." mehr

Dialog mit der Türkei ...mehr

IBB "Johannes Rau" Minsk
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Geschichtswerkstatt Minsk
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Förderprogramm Belarus
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Partnerschaftskonferenz 2011 in Minsk mehr...

Arbeitsschwerpunkte und Projekte mehr ...

Die Zeitschrift Belarus Perspektiven... mehr 

 

Das Europäische Tschernobyl - Netzwerk mehr...