Mensch & Umwelt

Sommerschule für Historiker „Oral History der Zeitzeugen der Tschernobyl-Katastrophe“

Fast 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl droht das Schicksal der betroffenen Menschen jedoch in Vergessenheit zu geraten. Seit dem 10. Jahrestag der Katastrophe, zu dem zahlreiche literarische Zeugnisse veröffentlicht wurden, sind nur wenige neue Augenzeugenberichte zu Tschernobyl veröffentlicht worden. Gerade jetzt ist jedoch der optimale Zeitpunkt für eine wissenschaftliche Befragung der Zeitzeugen dieser Katastrophe, da diese bereits über eine ausreichende Distanz zu dem Ereignis verfügen.

Es geht also jetzt darum, rechtzeitig die Lebensgeschichten dieser Menschen aufzuzeichnen und für die Weiterentwicklung einer europäischen Erinnerungskultur zu sichern. Im Rahmen von drei internationalen Workshops in Deutschland und Belarus sollen sechzig Studierende aus Deutschland, Belarus und der Ukraine mit den Methoden der „oral history“ und dem Thema Tschernobyl vertraut gemacht werden.

Anschließend werden sie, unterstützt durch ein Kamera-Team, 60 Video-Interviews mit Menschen aus Belarus und der Ukraine, deren Biographien durch die Tschernobyl-Katastrophe einen Bruch erfahren haben, aufzeichnen.

Termin: April – Oktober
Ort: IBB Minsk/IBB Dortmund
Leitung: Peter Junge-Wentrup, PD Tatjana Penter, Dr. Isolde Baumgärtner, Dr. Astrid Sahm
Finanzierung: Volkswagenstiftung / Stiftung Mercator 


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