Brücke zwischen Ost und West

In 2005 bewies die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau" Minsk ihr anhaltendes Engagement für die Versöhnung zwischen Belarussen und Deutschen, indem sie anlässlich des 60. Jahrestags des Sieges über den Faschismus in Kooperation mit der Stadt Minsk einen gemeinsamen Schweigemarsch zu den Tatorten im ehemaligen jüdischen Ghetto veranstaltete.

Auch 2006 stand im Zeichen eines besonderen Datums: Des 20. Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl. Bis heute ist die Tschernobyl-Hilfe vieler deutscher Initiativen als praktische Versöhnungsarbeit zu verstehen. Die IBB Minsk widmete sich dem Thema Tschernobyl in ihrer Bildungsarbeit besonders unter dem Gesichtspunkt der Bewahrung der Schöpfung sowie den energiepolitischen Konsequenzen. Daraus erwachsen ist  die Kampagne "Energy Switch", die einen Impuls zum Umstieg auf Ökostrom gab.

2007 widmete sich die Bildungsarbeit schwerpunktmäßig dem christlichen und politischen Vermächtnis des prominenten Förderers und Namensgebers Johannes Rau. 2008 setzt einen Schwerpunkt auf die Zeitzeugenarbeit. 

Mit der Geschichtswerkstatt und dem Förderprogramm Belarus führt die IBB zwei ambitionierte Projekte zur Entwicklung von Partnerschaften zwischen Belarussen und Deutschen fort. Aber nicht nur für die deutsch-belarussischen Initiativen, sondern auch für zahlreiche Personen aus anderen europäischen Ländern einschließlich des postsowjetischen Raums bildet die IBB einen zentralen Anlaufpunkt für die Umsetzung ihrer Projekte in Belarus.

Bildungs- und Begegnungsprogramme

Unsere Bildungsarbeit widmet sich 2009 folgenden Themen:

  • Highlights
  • Verständigung und Versöhnung: Geschichtswerkstatt mit internationalen Konferenzen, Seminarreihen für junge Historiker, Kriegs- und Deutschlandhistoriker, landeskundliche Schule, Festveranstaltung zum Siegestag und zum Tag der Befreiung, soziales Projekt "Begleitung von Zeitzeugen in Würde";
  • Belarus und Europa: Förderprogramm Belarus, Partnerschaftskonferenz, Joahnnes-Rau-Gespräche, außenpolitischer Arbeitskreis;
  • Medien: IBB-Journalistenclub, Fachkurse, Bildungsreise nach Deutschland "20 Jahre nach dem Mauerfall";
  • Kirchen und Gesellschaft: Interkonfessioneller Arbeitskreis, Seminarreihe "Kirchen in der sich verändernden Welt";
  • Umwelt und Energieeinsparung: Projekt "Lokale Agenda in belarussischen Schulen", studentischer Umweltklub;
  • Kultur

Dienstleister IBB

Viele Gäste und Partner aus dem In- und Ausland haben die IBB "Johannes Rau" Minsk im Laufe der Jahre als einen Ort schätzen gelernt, an dem man sich bilden, begegnen und zu zahlreichen Themen austauschen kann. Hierzu trägt nicht zuletzt die vorhandene Infrastruktur bei, wie professionell ausgestattete Seminar- und Konferenzräume, Hotelzimmer europäischen Standards und das Restaurant «Westfalia» mit internationaler Küche, die eine erfolgreiche Durchführung von vielfältigen Veranstaltungen erlauben.

Auch als Wirtschaftsunternehmen konnte sich die IBB "Johannes Rau" Minsk immer mehr etablieren. Zahlreiche Organisationen und Institutionen, wie der Deutsche Industrie- und Handelstag, die Österreichische Handelsvertretung oder die OSZE, haben hier ihre Büroräume gemietet. 2004 wurde die Rechts- und Konsularabteilung der Deutschen Botschaft auf dem Gelände der IBB eröffnet. Insgesamt dürfte somit in Minsk kaum ein weiterer Ort zu finden sein, an dem die Fäden der internationalen Zusammenarbeit so dicht zusammenlaufen wie an der IBB Minsk.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der
Homepage der IBB Minsk.


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