Verständigung & Versöhnung

Präsentation der Unterrichtshilfe „Gerettetes Leben: Leben und Überleben im Minsker Ghetto und Vernichtungslager Trostenez“

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurden in Belarus über 300 Ghettos eingerichtet und über 800.000 Juden von den Nazis ermordet. Gleichwohl vermochten über 200.000 Juden die nationalsozialistische Vernichtungspolitik zu überleben. Dies wurde nicht zuletzt dadurch ermöglicht, dass zahlreiche Belarussen ihr eigenes Leben riskierten, indem sie jüdische Kinder aufnahmen, verfolgte Juden versteckten oder ihnen bei der Flucht zu den Partisanen halfen.

Die Berichte der überlebenden Zeitzeugen sind wertvolle Dokumente, welche den jungen Generationen anschaulich die Schrecken des Zweiten Weltkrieges und ihre Auswirkungen auf das Leben einzelner Menschen vermitteln können. Die Unterrichtshilfe zeigt, wie verschriftlichte Interviews gemeinsam mit anderen Quellen im Schulunterricht eingesetzt werden können, und gibt Anregungen, wie Lehrer mit ihren Schülern selbständig Interviews mit Zeitzeugen führen können. Die Unterrichtshilfe und die Veranstaltung sollen damit auch einen Anstoß zur intensiveren Beschäftigung mit dem Ansatz der Oral History in Belarus geben.

 

Verfasser:  Fred Dorn, Kusma Kozak, Alesja Belanowitsch
Zeit:  19. März

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