Verständigung & Versöhnung

Internationales Kolloquium „Psychiatriemorde in Belarus“

In den Jahren 1939 bis 1945 sind mindestens 300 000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen den verschiedenen Formen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ zum Opfer gefallen. Während sich für Deutschland, Österreich und einige angeschlossene Gebiete die Zahl der Opfer annäherungsweise schätzen lässt, ist über die ermordeten Patienten und Patientinnen in Belarus sowohl bezüglich der quantitativen Dimension als auch der Systematik der Durchführung der Tötungen bisher wenig bekannt.
Eine an der Universität des Saarlandes gebildete deutsch-belarussische Forschergruppe hat daher in Kooperation mit dem IBB Dortmund und der Geschichtswerkstatt in 2009 zunächst die in der belarussischen wie in der ausländischen Forschung bis heute kaum bzw. überhaupt nicht verwendeten Archivbestände gesichtet, um relevante Akten aufzuspüren und für Wissenschaftler und interessierte Personen zugänglich zu machen. Im Kolloquium sollen die ersten Ergebnisse dieser gemeinsamen deutsch-belarussischen Forschungsarbeit vorgestellt werden.


Ort: Bielefeld
Termin:  Februar/ März 2010
Leitung:   Peter Junge-Wentrup, Herbert Wohlhüter, Viktor Balakirew, Kusma Kosak, Prof. Dr. Rainer Hudemann, Dr. Alexander Friedmann

 

 

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